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8 Garrin Burers

in in Deurfie als Latein ſher Sprache ——

und aus der letzteren in die * uͤberſetzte

Sue Sm. Dreßehenterẽ Theil, Bi Boppelie Sucnfll,

Erkllarung der Evangelien auf alle Sonn Seit: und aipofielinge, 2

enthälts Alſo eingerichtet,

Daß beyde unterſchiden Ausgaben von 1544 und 19. | in eins zuſammen gezogen worden.

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ei ar Jehann eig Wald, D.- g F Zalle im MNagdeburgiſchen 3 - Denettb und verlegtö Joh Zuftinud Gebauer: 1748. S

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Der Innhalt der Vorrede wird uͤberhaupt angezeiget Eee

Und hierauf gewieſen bey was vor Gelegenheit die Sau Pol angefangen und zu Stande gebracht

Bon Veit Dieterich herausgegeben, wieder aufgelegt, und in andere Sprachen überfeget worden

EIV.V.VL al Nah diefem aber Andreas Poach eine andere Haus:

Poſtill Lutheri zum Borfchein gebracht $. VII.

* GT, a Achdeim man in den beyden

len der fämtlichen Schrif: N tem des feligen Eutheri, def: fen Kirchen Poſtill mitge- theilet hat, jo folgt nunmehro indem ge- genwärtigen Band, welcher der Ordnung nad) der dreyzehnde ift, die Haus-Po- ſtill, und ich Habe daher in vieler Vorrede die Hifforie Derfeldigen zuerzehlen. Das: ienige, was von derfelben kan gefagt und angemerkt werden, komt vornehmlich darauf. an, Daß man zeiget, bey was vor

Innhalt.

gleich vorhergehenden Thei⸗

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Die von ber Dietrichſchen ſehr unterſchieden $. VIII. Daß auch darüber ein Streit entftanden, welche vom den gedoppelten Haus Poſtillen den Vorzug vor der ‚andern habe $.1X. i

Wobey denn die Dietrichfche vor die wahre und Achte

HausPoftill Lutheri gehalten wird; iedoch fo, dag

man die Poachifche auch in ihrem Werth und Anſe⸗ n ben DU —— % r i p

uletzt wird von den neueſten Auflagen beyder Poſtillen "eine Nachricht gegeben $.XIL, XIII. ;

| Gelegenheit der felige Mann diefes Merck

angefangen und volfführet; mas es mit deſſen ungleichen und von einander ab» meichenden Auflagen vor eine Bewandnis habe: welche unter denfelden der andern vorgee, und mas einige andere Umſtaͤn⸗ de mehr find, die ich denn vorießo nad) einander durchgehen, und fo viel möglich iſt, die Hiftorie dieſes Buchs mit Fleis befchreiben will, a) | | $. I Die Gelegenheit, bey melcher dieſes

Werck angefangen und zu Stande ge-

bracht worden, laͤſſet fich nicht undeutlic) a2 | aus

a) Da der Herr Verleger diefer fämtlichen Schriften Lutheri die Haus-Poftill im Fahr 1738. befonders Druckte, fo habe ich zwar ſchon damals in der zu folcher Ausgabe verfertigten Bor= rede eine hiſtoriſche Nachricht von dieſem Werck ertheilet; ich werde aber voriego Öelegen- heit Haben, felbige etwas ausführlicher abzufaffen und noch) ein und das andere anzufuͤhren,

ich dorten nicht berühee habe, - *

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FI Nee Say wos us deffen Nahmen ſchlieſſen. Esheiffer |than. Im Jahr 1538. fehrieb Phrine aſſelbige die Haus⸗Poſtill, und wie fich |pus Melanchthon: d) Dei beneficio ſolches damit von der Kirchen⸗Poſtill Lutherusconualuit acprorfus liberatus unnterſcheidet; alfo giebtdiefer Titul zu er- |eft dylenteria. Quamquam autemnon- _ kennen, daß darinnen Predigten über die|dum prodiit in publicum; tamen heri Sonn: und Fefl-Tage-Evangelien enthal |familiz füz, vt folet, concionatus eſt. ten , welche der felige Lutherus zu Haufe | Inden Tiſchreden e) wird von ihm.an gehalten habe, Und fo verhält fich auch |geführe, er habe 1532. wohl ein halbes © HieSacheinder That. Lutherus bezeugt | Jahr zu Haufe feinen Kindern und Ger dieſes ſelbſt und fehreißt: Diefe Predig: |finde alle Sonntage; dabey aber nicht in ten babe ich unterweilen in meinem Kirchen geprediget, und alsihn D. Jonas Haufe gethan fir meinem Gefinde,|gefraget: warumer das thäte, habe er ges -- damit ich, als ein Hausvater, auch antwortet: er thue es Amts halber das meine thäte bey meinem Gefin-|und um Gewiffens willen, als ein Der fie zu unterrichten ein chriftlich| Hausvater, der ſolches zu thun, ſchul⸗ 0. Xeben zu führen: wolt GOTT, fie|dig fey. Hieraus laͤſt ſich zugleich ab⸗ hättens alle laffen nicht alleın zu nehmen, daß diefe Predigten zu verfchiede- Ohren; fondern auch zum Hertzen | nen Zeiten gefchehen, und fonderlid) 1531. eingehen, als ich hofe, es ſey nicht ohn | und in andern darauf folgenden Jahren

- Sucht abgangen. b) Solches that gehalten worden, er vornemlich, wenn er Schwachheit hal A # ber nicht öffentlich in der Kirchen predigen| Aus dieſem, was ich ießt angeführt ha⸗ konnte; gleichwol aber fo viel ihm moͤglich be, ift ver Urſprung und Die Gelegenheit war, dasienige nicht verabfaumen wolte, | der Haus Poſtill deutlich zu erkennen. was ihm, ald einem treuen und frommen| Man fiehet zugleich Daher, wie.emfig der _ Hausvater , zukam. Hievon haben wir |felige Manndas Wort GOttes getrieben, verfchiedene Deutliche Zeugniffe. Der be⸗ und wie forgfältig er bemühet gemefen, daß ruhmte Nuͤrnbergiſche Theologus, Veit) folches auch unter den feinigen reichlich Dietrich, meldet, c) Lutherus habe dieſe wohnen mögte. Es war ihm nicht gnug, Predigten Daheim in feinem Haufe an|daßer andern öffentlich predigte; ſondern Sonntagen, da er Schwachheit hal⸗ er that diefes auch in feinem Haus, und ben in der Kirche nicht predigen Fün- richtete da eine Haus Kirche auf. Da: nen, feinen Kindern und Gefinde ge⸗ mit folgte er dem Epempel der heiligen Pa⸗ i | triar⸗

Stelle findetmnan inder Dorrede, welchesufferuszuber Daus-Pofllgemact, ©) inderdäfe Haus PeiiorgefogeenZufheitanden Dahyußtärneng, e J oh. Alb. S abririumin centifol, Luther. p. 757. n ach.

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rriarchen und Apoftelnach, welches er ſelbſt anfuͤhret und bemercket, daß fie diefe| chen Kirche, dergleichen man mehrere in Weiſe zu predigen gehabt, £) Er ver: feinen Schriften antrift und daraus erfen: langte von den Haus⸗Vaͤtern und Haus nen Fan, wie enfrig und herglid) er die Mauͤttern, daß fie inihren Haufern Kirchen | Ehriften zur Ausübung des. geiftlichen aufrichten und vor die Seelen ihrer Kin⸗ Priefterthums h) ermuntert und begeh: der, Geſinds und Hausgenoſſen fürgen fol: |ret, Daß fie einander, und dabey inſonder⸗ tem Bier Yahr vor feinem feligen Ende) heit die Haus-Vaͤter und Haus Mütter fehrieb er; mann wir fo bekleidet find |die ihrigen unterrichten, ermahnen, war: ‚mit dem heiligen Schmuck, wir find nen und tröften folten. Doc) lies er es Mann, oder Fraue, fo treten wir dabey nicht bewenden; fondern was er herfuͤr oFentlih, und thun rechte von andern verlangte, Darinnen gieng er priefterlihe Amt; wir bekennen ihnen mit einem rühmlichen und erbauli⸗ Chriſtum, und predigen und lehren chen Erempel vor, Als ein Haus-Ba- unſere Kinder Gefinde und Gefellen. |ter wurde er auch ein Haus Prediger, Denn fo fagt S. Auguftinus zu ſei— Ver ; nen Bürgern: was wir find in der Was die Herausgabe dieſes Wercks ‚Kirchen, das feyd ihre auch in euren |anlangt, fo. hat fich zugetragen, daß man - Haufern, dasift, wir find Bifchöffe 5 ſelbiges auf eine zweyfache Art abgedruckt - Dder Prediger in der Gemeine dazu und zwey von einander unterfchiedene Edi: gefordert; ihr ſeyd Bifchöffe; oder |tionen ausgehen laffen. Die eine, und - Prediger in euren Haͤuſern. Dar⸗ zwar dieienige, welche zuerft an das £icht um ſehet drauf, ihr muͤſt fo wohl ſor⸗ getreten, wird die Dietrichiche und Wit⸗ gen mit GOttes Wort für euer Ge⸗tenbergiſche genennet. Es hat ſelbige ſinde; als wir fuͤr die gantze Gemei-|der vorhin erwehnte Veit Dietrich i) be⸗ Ne, 5) Das iſt gewis ein ſchoͤner Aus⸗ ſorget und zum Druck befoͤrdert. Denn Be

Vorrede. | 5 auchſ ſpruch, ein klares Zeugnis von der haͤusli⸗

£) in der angezogenen Vorrede zu der Haus-Poftill,

g) Solches Zeugnis trifft man indem achten Altenburgiſchen Theil p: 53. an.

h) Die Zeugnifle des feligen Lutheri vom geiftlichen Prieſterthum hat der Herr D. Spener in feinem Tractat vom geiftlichen Prieftertbum pP. 93. u. f. mit vielem Fleis zufammen gele- fen, wobey man zugleich Johann Wincklers Bedencken über Herrn Wilhelm Ebriftoph Ariegsmanns alfd genannte fymphonefin; oder Büchlein von einzeln Sufammene kuͤnfften der Ehriften 1679. 12. und Joh, Ulr. Schwengels LutherumSpeneri Dorgan=

getr 1719. nachlefen Fan, in welchen beyden Schrifften vieles aus Lutheri Bücheen zufammen

getragen ift, welches Dasienige, was ich von ihm augemercket habe, deutlich beftätiger.

3) Daß fich dieſer Deit Dierrich zu Wittenberg bey Luthero aufgehalten: nachgehends evange⸗

er lifcher Prediger inder Sebalder⸗Kirche zu Nürnberg worden und 1549. fein Leben befchloffen, habe ich ſchon inder Dorrede zum vierten Cheil der fämtlichen Schriften Lutheri p. 12. an⸗ gemercket. Man rühme von ihm, alser von Dem Andr. Dfiander in Predigten —43 worden,

da alsein Sie Ente ‚ten Tale ic Unterweilen in meinem ri die Haus Predigten mit angehoret und Haufe gethan, für meinem Geſtud, zugleich nachgeſchrieben, ſo gab er ſie nach⸗ damit ich als ein Haus⸗Vater auch gehends unter dem Titul: Haus Poſtill das meine thaͤte bey meinem Geſin⸗ DOD. Martin Luther, zu Nürnberg im | De, fie zu unterweiſen, ein chriſt ich Jahr 1544. in fol. heraus. In der vor⸗ Leben zu führen, und meldet hierauf, | geſezten Zuſchrifft, welche er an den Rath er habe nicht gewuft, daß M. Veit Dies zu Nürnberg gerichtet, meldet er, er habe trich, der Zeit fein Tifch-Gefell, die Haus: dieſe HausPredigten mit eilender Hand | Predigten nachgefchrieben und aufgeho⸗ aufgefaſſet und Bisher bey fich behalten; | ben; noch vielweniger aber ſich eingebil⸗ ‚nunmehr aber ſolche, als einen edlen det, daß fie durch den Druck unter ande: Schatz, auch andern Ehriften mittheilen| ve Eeute folten gebracht- werden. Er ha⸗ wollen, abſonderlich aus dieſer Urſach, weil) be gemeinet, fie wären gar vergeſſen. fie fein kurtz und einfaͤltig geſtellet: vor Wem ſie inzwiſchen gefielen, dem wolte iunge und gemeine Leute ſehr dienlich wa-| er fie gerne gönnen, wie Die Broſamen, |

> ven. Es koͤnnten felbige die ungelehrte] Brocken, Örumpen die übrig wären,

Pfarr⸗ Herrn auf dem Lande, denen man Damit iſt es eine ausgemachte Sache, daß eine gewiſſe Form der Sonntage Predig⸗ Eutherus die Dietrichfche Ausgabe der , ten in die Hände geben muͤſſe, und nedft| Haus-Poftill gut geheifjen und die darin: dieſen die Haus Vaͤter, wenn ſie Sranck-| nen begriffene Predigten vor Die ſeinigen ‚heit; oder einer anderer Jeoth wegen, dem | erkannt, welches iedoch nicht ſo anzuneh⸗ oͤffentlichen Gottesdienſt beyzuwohnen, men, * wenn er alle in der Haus Poſtill nicht im Stand mären, wohl brauchen, befindliche Predigten. auch. wuͤrcklich zu V. Haus gehalten; ſondern es iſt das nur Solche Herausgabe der Haus Poſtill, von dem gröften Theil derfelben zu verſte⸗ welche M, Weit Dietrich beſorgte, lies ſich hen. Denn da der ſelige Mann nicht uͤ⸗ Lutherus wohl gefallen. Er verfertigtelber alle Evangelien zu Haus geprediget, ſelbſt eine Borrede dazu, und zeigte darin=| fo hat Beit Dietrich diefen Mangel erfeget nen an, daß die in derfelbigen enthaltene und dieienigen, welche gefehlet, hinzuge: | Predigten allerdings Die feinigen wären. ithoan, Damit das Werck feine gehoͤrige Denn wie ich bereits. angefuͤhret habe, fo Vollſtaͤndigkeit erlangen moͤgte. Das macht er mit dieſen Worten den An⸗ zeigt er ſelbſt in der erwehnten Zuſchrifft fang Vorrede: dieſe Predig⸗ lan und ſagt daſelbſt alſo: ob wol in dem ein worden, fo habe er auf ẽcmochn Relanchthonis dazu gang ſtille geſchwiegen und ſich dabey ſanfftmuͤthig erwiefen Um die Schrifften Lutheri hat er ſich verdient gemacht. Esgeben - von ihm Melchior Adami in vit. theolog. p. 96. Job. Bened. Earpzov ifagog. in libros .

fymb,. ecelef. Luther. p.897. Job. $abricius hit. biblioth. part,I.p. 29. auch der Herr von Seckendorf in hiſtor. Lutheranifin. bin und wieder Nachricht.

7 ten, ler an ſtatt ſolcher ausgelaffenen Haus:

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in Mangel if, daß Diefe Predig

weil ich fie allein mit eilender Hand Predigten etliche Kirchen- Predigten hin⸗

nadygefchrieben, beffer von dem ehr: |zugefeget, welche Veit Dietric) ebenfals in würdigen Herrn D. Martin Luther der Kirchen nachgefchrieben. Damit Bea denn von mir gefaffet find, man wiſſe, welche Predigt zu Haus; oder ſo babe ich doch die Meynung nach \inder Kirchen gehalten worden, fohabeer meinen beiten Bermögen dargeben : |diefes am Rand bemercket.

auch viel Predigten, fo von ihm aus ER Ay

gelaſſen, fonderlid) von den Feſten, Diefe von M. Veit Dietrichen ans welche man in der Saͤchſiſchen Ord⸗ | Eicht geftelte Haus⸗Poſtill wurde nad) ih⸗ nung nicht hält, hinzugelezet, auf rer erften Herausgabe öfters und an uns daß dies Werck durchs gantze Jahr |terfihiedenen Orten mieder aufgelegt, volfommen und derbalben teder: | Denn nachdem fie, wie vorher gemeldet mann deito brauchlicher und nuͤtzer worden, imahrıs44.zumBorfchein fom- wäre. Fragt man: ob die von M, Veit men war, fo druckte man fie in eben dem⸗ Dietrichen hinzugethane Predigten feine |felben Jahr zu Leipzig 1) und das Jahr eigne; oder auch Eutheri Predigten find? | drauf 1545. nicht nur zu Nürnberg; fon fo folte man zwar nad) deflen iegt ange: | dern auch zu Wittenberg wieder, von wel⸗ führten Worten glauben, daß dasienige, chem Wittenbergiſchen Druck der vorhin was er hinzugethan, aus feinen eignen | gedachte Ehriftoph Walther, m) diefen Predigten beitehe; es meldet aber Chri⸗ | Bericht ertheilet: nachdem Veit Dietrich

ſtoph Walther, k) Veit Dietrich habe die Haus Poftill zu Nürnberg in Ond

nichts bon dem feinigen beygefuͤget. In gegeben, Habe fie der felige Eutherus auch den angezogenen Worten habeer fo vielzu zu Wittenberg zu drucken anfahen laſſen

erkennen geben wollen, daß weil Lutherus und M. Georg Rorern befohlen, mitak.

nicht durch Das gantze Jahr alle Sonnta- lem Fleis dahin zu fehen, daß fie richtig ge im Haufe geprediget habe, und daher [abgedruckt wide. n) Doch) blieb es Predigten auſſengelaſſen worden, ſo habe bey dieſer erſten Wittenbergiſchen Edition

nicht,

k) in der Untwort auf der Stacianiften Lügen und falfben Bericht wieder die Hause | Henn Doctoris Martini Lutheri, von welcher Schrifft nachgehends meßrers foll geſagt werden. | 1) Diefe Edition ift in Herm. von der Hardts autogtaph. Lutheri part, II p. 256, angefuͤhrt. m) inder vorher angeführten Schrifft. 2 m) Der Here D. Zeltner meldet in der kurtzgefaſten Ziftorie der Biebel-Derfiön und ande . zer Schrifften Lurberi p. 64. daß nachdem durd) Dierrichs Fleis die Haus-Poftill zu

Nürnberg das erfte ma! herausgefommen, fofen fie nachgehends fehr oft in Nürnberg, ins .

gleichen zu Augſpurg, Franckfurt u. ſ. f. felten aber; oder etwas fpäter zu Wittenberg, zE. bey Hanns Kraft 1567. und bey Hanns Lufften wenige mai ab und nachgedruckt * FR 7 J * da

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EN ou, A en nicht; fondern es wurde das Merck noch ſtil in die lateiniſche Sprache gebracht und mehrmalen zu Wittenberg gedruckt, als ſie in derſelbigen ſchon im Jahr 1545 ans

1549. 1554, 1556. 1561. und 1591. In Licht geſtellet, welcher Ueberſetzung Veit

dieſem zuletzt gedachten Jahr ſind davon Dietrich in der Zuſchrifft an den Rath zu

zwey Editionen beſorgt worden, und zwar Nuͤrnberg gedachte und ſchrieb: und daß die eine von M. Johann Krafft; o) die ja viel Leuten damit gedienet wuͤrde, andere aber von M. Simon Grönen: habe ichs gern geſehen, daß dieſe Pre⸗ berg. Auſſer dieſen Auflagen ſind noch digten von einem gelehrten Mann, mehrere zum Vorſchein gekommen, nem: meinem ſondern Freund, auch in la- lich zu Nuͤrnberg 1591. zu Luͤneburg 1638. |teinifcher Sprache ietzund gebracht in 8. und an andern Orten. pP) So hat werden. In Niederſaͤchſiſcher Sprache es auch an Ueberſetzungen nicht gefehlet, iſt ſie ebenfals gedruckt und 1582. heraus⸗ Denn Michael Roting q) hat dieſe Po⸗gegeben worden, r)

Daß aber dieſes nicht richtig ſey, iſt aus dem abzunehmen, was id) von den Wicttenbergiſhen

Editionen angemerckt habe. Denn da die Haus-Poftill bereits 1545. und alſo ein Jahr nach

ihrer erſten Auflage zu Wittenberg gedruckt worden, ſo kan man nicht ſagen, daß man daſelbſt .. efwas fpater, denn an andern Orten, folchen Drucd vorgenommen habe. ;

6) Es berichtet der Herr D. Boerner in dem Vorbericht zu dem funffzehenden Theil der Beipsigifeben Sammlung der Schrifften Lutheri p.2, Daß von diefer Edition ein Eremplar auf der Univerſitaͤts⸗Bibliothec zu Leipzig befindlich fey, bey welchem der Herr D. Zuͤlſe⸗

mann Anmerckungen gefchrieben. Br 2

p) Wenn der berühmte Herr D. Joh. Albert Sabricius in centifolio Lutheran. p. 299. der

——— gedencket und meldet, daß der eine Theil derſelbigen von Veit Dietrichen zu

ittenberg 1545. in fol. und der andere auch zu Wittenberg 1547. fol. von Georg Roͤrern

in deutſcher Sprache herausgegeben worden; auc) hinzuthut, daß fie M. Job. Wandel, ins lateinifche überfeßet Habe; gleichwohl aber hierauf auch der Poachifchen, als einer von der Dietrichfchen unterfchiedenen Edition gedencket, fo ift diefe Nachricht nicht richtig. Denn

- einmal hat Deit Dietrich nicht einen Theil der Haus:Poftill; fondern das gange Werck her⸗ ausgegeben und mit diefer Herausgabe Bat Beorg Roͤrer nichts zu hun gehabt. Hier

Ha bat on Wandel nicht die Dietrichſche; fondern die Poachiſche Edition ins lateini⸗

- 2. fbegebracht. | 9) Bon diefem Michael Roting habe ich fehon in der Dorrede zum erften Theildiefer Sam lung $.IV, angemerc£et, daß er in genauer Befanntfchafft mit Luthero geſtanden: im ‘abe 126. bey dem aufgerichteten Xegidianifchen Gymnafio zu Nürnberg Profeflor der griechi⸗ - . Kben und lateinifchen Sprache geworden und dafelbft 1588. geftorben. Er lebte in gufer Seeumbfchaffe mit Beit Dietrichen, wie diefer folches felbft in dem vorher angezogenen Dre -

ezeuget hat. Eine Nachricht von ihm trift man in Paull Srehers theatro viror. erudit,

=. .elaror.. P. 1481, at. i

Ich finde zwey Editiones in Niederfächfifcher Sprache angemerckt. Die eine ift dieienige,

deren ich gedacht habe, nemlich von 1582: in fol. welche Job. Sabricius in hiftor. bibliothec. art. I. P.233. vecenfiret, und Daben gedencket, daß die darinnen befindliche Bilder gröften

Theils von dem luca Rranach herfämen. Die andere iſt zu Magdeburg 1545. 8. heraus e gekommen und angefuͤhrt in Zerm. von der Zardts autograph. Luth. part. 1. P479.

*

| % * er ; Veeeorrede. | 3 6, VO. das. ganze Fahre von D. Martino

Die andere Haus⸗Poſtill wird die Nd-| Luthero geprediget, aus M. Geor-

verifche, Poachiſche und Zenifche gegen Nörers feligen gefchriebenen nennet. Sie heift die Rörerifche, weil Büchern, wie er die von Jahr zu man fie aus dem, fo Georg Roͤrer s)| Jahr aus feinem des Doctor Mund

dem feligen Eurhero nachgefchrieben Hatte,|aufgefaffet und zufammen bracht,

zufammen getragen: die Poachifche von|treulich, ohne alle Aenderung, Ab— dem Andrea Poach,t) derfie ans Licht bruch; oder Zufaß aufs neue zuge:

4 geftellet, und die Jeniſche, inden fie alz|richt und in Drud geben, im Zah

hier zu Jena durch Chriftian Roedingers 1559. in fol. heraus, und iſt Hierauf zum Erben gedruckt worden. Sie Fam dag oͤftern nachgedruckt worden, Solches erfte mal unter dem Titul: Haus-Po⸗ ift gefchehen alhier zu Jena 1562. 1579. zu ftin über die Sonntags: und der fuͤr⸗ Torgau 1601, u) in der von dem Hertzog

nehmſten Sefte Evangelien durch | Friedrich Wilhelm, damaligen Admini- er

ſtrato⸗

9) Beorg Roͤrer ſtelt in der Hiſtorie der Schrifften Lutheri eine merckwuͤrdige Perfon vor. In

der Vorrede zum erſten Theil Diefer Sammlung $. IV. habe ich deſſen mit wenigen gedacht = bier aber mercke von demfelbigen mit mehrern an, daß er im Jahr 1492. den 1. Ictobr. geboh ven und nachdem er zu Wittenberg ſtudieret und von Luthero viele Wohlthaten genoffen, der erfte geweſen, den Lutherus als einen evangelifchen Prediger und Diaconum der Kirche zu Wittenberg am Sonntag Cantate 1525. ordiniref. Bon folcher Zeit an hat er fich als einen freuen Gehülfen und Mit- Arbeiter Lutheri am Werck des HErrn erwiefen, und ift vornem- lich beſorgt geweſen, daß deffen Schriften richtig und accurat mögten gedruckt werden. Er Bat ihm viele Predigten und Lectionen nachgefchrieben. In der Lufftifchen Druckerey hat er auch das Amt eines Correctoris verſehen. Mad) der Zeit hat er fich Bier aufgehalten und die erfte Aufficht über die Univerfitäts-Bibliothec geführet. Er ſtarb den 24. April 1557. Bon feinem Leben geben Nachricht Paull Sreber in theatro viror.erudit. elaror, p. 173. Job. Ca⸗ ſpar Zeumer vit. profeflor. theol. Ienenf. p.24. Beörg Senr. Böge in domelticis Luthe- -rip.29. Joh. Melchior Rrafft prodrom. continuat, hiftor. verfion. biblior. German. P.39. und Joh. Eonrad Zeltner‘centur. correltorum in typographiis eruditor.p. 473. t) Bondem Andrea Poach Babe ic) in der Dorrede zudem achten Theil diefer Sammlung p-7. gehandelt. Jetzo füge ich Hinzu, daß er Lutheri Unterweiſung genoffen, und ehe er nach Erfurt berufen worden, vorher zu Halle Diaconus: denn zu Jena Arhidiaconus und zu Rordhaußen Paftor gewefen. SR u) Die Vorrede, welche vordiefer Edition ftehet, verdienet, gelefen und erogen zu werden. Un⸗ ter andern wird daſelbſt von den Schrifften des feligen Lutheri mit Recht gefagt: esift die- fes gewis und muͤſſens alle frommen Ebriften befennen, fo in den Schrifften des Mannes GOttes, D. Martini Lutheri, gerne und fleißiglefen, daß in denfelben ein. fonderlicher, gotrfeliger Beift, Kraft und Nachdruck gefpüret wird: alſo, daß wer aleisb beimlicher der Mann fuͤrgibt, das lebet und iſt ſchaͤftig, iſt nicht untůchtig, todt kalt Ding; fon« dern durchdringend, das die Hertzen ruͤhret, und dem Leſer ein Nachdencken machet. Man klaget hierauf, daß fo wenig gefunden wuͤrden, bie Luſt und Belieben zu den nuͤblichen Lutheri Schriſten Theinn Du.

ſtratore der Chur Sachſen, daſelbſt a Ne gelegten Buchdruckerey, und zu Leipzig] Die Vorrede zu dieſer Poachiſchen E- 1655.1679. und 1702. Auf Befehl ietzt dition der Haus-Poftill hat Micolaus

gedachten Hertzog Friedrich Wilhelms iſt von Amsdorf gemacht und darinnen

- fievon M. Johann Wanckel x) indie) gemeldet, Daß diefe neue HausPoftillauf lateiniſche Sprache uͤberſetzet worden, und | Befehl der drey Fürftlichen Saͤchſiſchen in derſelbigen zu Torgau 1597. ans Licht Gebruͤdere Churfuͤrſt Johann Friedrichs getreten; y) wie man denn auch eine Hol⸗ Herren Söhnen, welche die geſchriebenen ländifche Heberfegung hat, Die nach Auf | Bücher des M.Roͤrers nicht ohne gerin: fage des Tituls ohne einige Beränderung| ge Koſten an ſich gebracht, zum Druck bes von einem gefrenen Liebhaber der WBahr-| fördert worden. Ihrer Befchaffenheit heit derfertiget und zu Urſel durch Nicol. nach iſt ſie gar mercklich von der Dierrich- Hendricks im Jahr 1567. in 4. gedruckt ſchen Edition unterſchieden. Dan hat. worden, 2) ſie ſo einrichten wollen , daß fie vor dieſer N | Sure Kar 722 seinen

Schriften Lutheri hätten und fic mit Sleis darinnen umfähen, welches eine erſchreckliche Linz Danckbarfeit fey, Die der-felige Mann vorher gefehen und in feinen Schrifften davon Anzeis - gung gethan habe. Man habe diefe Edition nach dem Jeniſchen Eremplar von 1562. abdru« en und aus der Wittenbergifchen ; oder Dietrichfchen Herausgabe die Erklärung der Wor=- te: Dielfind berufen ꝛc. Matth. XX, 16. aus der Parabel, welche auf ven Sonntag Sep: fuagefima ausgelegt wird, hineinbringen laffen, weil man darinnen eine ſchoͤne Auslegung -.,...Ver Lehre von Der Gnadenmwahl und eriger Borfehung GOttes antraͤfe. x) M. Johann Wandel war aus Kemberg in Sachfen gebürtig: lehrte anfangsin der Schus fe zu Torgau und wurde nachgehends Profeffor der Hiftorie zu Wittenberg, mo er auch 1616, geftorben. Witte führet in diario biographic, ann 1616. verſchiedene Schrifften an, welche er heransgegeben, alsınellificii hiftorici fupplementum: eine difputat. de Ahafuero, Efthe-. a nebft einigen andern, wobey man auch die mifcellan, Lipfienf. tom. V. p. ri.nach= . eben Fan. s = y) indem der Herr Wilhelm Ernft Tengel in den monatlichen Llnterredungen 1698. pP. 606. vonder durd) gedachten Hersog Friedrich Wilhelm zu Torgan aufgerichteten Dru⸗ ckerey handelt, fo erwehnt er auch nebjt andern Büdyern, diedafelbft gedruckt worden, diefer Iateinifchen Ueberſetzung der Haus-Poſtill, welches er aud) in der curieufen Bibliorhec, und war indem andern Nepofit.p.795. gethan und Dafelbft zugleich eine Nachricht von Joh. andels Bater Mattbia Wandel, gegeben hat. In den unfebuldigen Nachrichten 1712, p. 74. wird dieſe Ueberfegung ebenfals angeführt und dabey angemercket, daß felbige ein foftbares und recht ſchoͤnes Merckmal der $iebe und Hochachtung zu der evangelifchen Lehre des gottfeligen Hergogs zu Sachſen Friedrich Wilhelms fen, der es in feiner eignen Druckerey drucken lafjen und felbit daran geholfen, Der Stilus fey Teiche und gar nett: Das Papier - ‚und Drucküberausrein undfanber, Ä Ä 2) Ich habe ein Exemplar dieſer Hollaͤndiſchen Ueberſetzung bey der Hand; es iſt aber ſelbiges ‚nicht vollftändig; fondern beſteht nur aus dem Winter und Feſt⸗Theil. Es hat mir ſolches . der Herr Rath Waubaum zu Saalfeld aus feiner Bibliothec hochgeneigt communiciret, und ich erkenne dieſes billig mis allem verbundenften Dansk, Ar

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ER, Hin u

H ‚einen. Borzug möge, | die Nachſchrifften des . zu hal⸗

wie denn Andreas Poach einen Befon- | ten, womit er denn ſchon bey deſſen Leb⸗ dern Bericht a) verfertiget, und darinpen | zeiten den Anfang gemacht und das Werck

| die Urſachen angefuͤhret, Dadurch man zu nachgehends fo zu Stande gebracht, Daß einer neuen und beſſern Edition bewogen es vonder Dietrichfchen Haus: Poftill fehe worden, Er ſagt, es fen diefes um des: |unterfchieden fen, _ Denn r) habe er die wegen gefchehen, weilin der Dietrichſchen frembden Predigten, die nicht Lutheri Ar⸗

Herausgabe viele Predigten ſtuͤnden, die |beit wären, weggelaſſen und anderen ſtatt

der ſelige Lutherus nicht gehalten, und das | andere hineingefeet,melche £utherus ſelbſt

koͤnnte man daran mercken, daß bey fol- gehalten: auch bey einer ieden angemers _ chen frembden Predigten das Jahr und ſcket, in welchem Jahr und an welchen

die Zeit, wenn ſie geſchehen, nicht auf glei⸗ Hit fie gefchehen fen; 2) weil £utherus

che Art, wie bey den andern, Die £utherus die Haus: Predigten drey Jahr hinter ein⸗ wuͤrcklich gehalten, bezeichnet wäre: meil|ander gehalten und bisweilen etliche mal ferner folche von Dietrichen hinzugethane über ein Evangelium in feinem Haufe ge: Predigten unter den gefchriebenen Bü: |prediget, fo Habe man folche hier alle zu:

chern des M. Roͤrers nicht anzutreffen ſammen nehmen und alſo zwey; oder drey

‚gewefen, wie die andern, bey denen man Predigten über ein Evangelium mitthei⸗ ‚auf dem Nand die Zeit angemercket: len wollen: 3) da M. Vitus Dietrich ‚weil Befagter Dietrich in der Vorrede; oft zwey; oder drey Predigten, die gleich? oder vielmehr inder Zufchrifft der von ihm | wol nicht in einem Jahr gehalten worden, edirten Haus Poſtill ſelbſt bekenne, er ha- |zufommen gezogen. und eine. daraus ges ‚be viele Predigten, fonderlich auf Die Feft- | macht, ſo daß er Bald den Anfang, bald das x tage, hinzugethan: auch in der Vorrede Ende; oder etwas in der Mitte wegge⸗ ‚über die dreyzehn Predigten von der Paf-|laffen, damit die Predigt nicht zu lang ſion an die Frau Baumgärtnerin fage, werde, fo habe man Siefes hier vermieden daß felbige die feinigen, und nicht Eutheri und eine jede Predigt in dem Stande ge:

waͤren; ſolche dreyzehn Predigten aber in laſſen, in welchem fie von Luthero geſche⸗

die Haus: Pol mit gebracht waren. Ihens 4) habe man fich bey der Dietrich: ‚Nachdem dieſes Poad) i indem gedachten|ichen Haus Poſtill nach der Nuͤrnbergi⸗ Bericht angeführet, fo thut er Hinzu,Ifehen und. Brandenburgifchen Kirchen⸗ . weil viele gewuͤnſchet, daß Eutheri Pre⸗ Ordnung gerichtet und auf die Fefttage,

digten und Schrifften allein und ohne auf welche vom Luthero keine Predigten

frembde Zuſaͤtze mögten gedruckt werden, |vorhanden geweſen, andere mit eingeſcho⸗ ſo habe er ſich entſchloſſ ſen, die Haus Po⸗ ben, welches hier auch unterblieben, und

u von neuen zu über(eßen und fe gegen in das a feine andere; als die, vom

£uthero a) Diefer Decke ſteht bey * * men ah ji Eine P»49%

12 FE = : ER " Dortede,

Kurpero ET gehaltene, Hinein gebracht feget worden, mie En ‚worden, Diefem allen füget erzum Be: |ne andere, denn allein

ſchlus Hinzu: dazu bekenne ich mich oͤf⸗ zu finden.

fentlich, und bin bereit, iedermann ———— a. Davon Rechenfchafft zugeben, wer es Damit war eine * andere |

von mir begehret, und ziehe mich auf, Poſtill an das Licht getveten, welche vor _

die gefchriebene Bücher M. Georg der erftern; oder Dietrichfehen einen be: Roͤrers, welche zu Jena fürhanden, |fondern Vorzug haben folte. Man bes Dooch fol Hiemit niemand gewehret |fchuldigte diefe, wie ich Furg vorhero an: ſeyn, wen die vorige Haus Poſtilla |gemercfet Habe, gemiffer Fehler, daß nem⸗ mehr geliebet, diefelb zu gebrauchen; |lich Dietrich, als der Herausgeber, man - wer aber D. Luthers ‘Predigten gern cherley Veränderung in den Predigten Lu⸗ allein hat, dem fey hiemit gediener. |theri vorgenommen und viele von feinen . Eben das brachte auch Nicolaus von [eigenen eingeruͤcket habe; die neue; oder Amsdorf inder erwehnten Vorrede zu die Mörerifihe hingegen gab man vor ein der Haus ⸗Poſtill an, und meldete, daß richtiges und vollſtaͤndiges Werck des ſe⸗ Dietrich in feiner Eoition sum Theil viele |ligen Eutheri aus, Doc) blieb dieſes Predigten £utheri auffengelaffen; zum Vorgeben nicht ohne Wiederſpruch Der Theil geändert: auch andere Hineingefe: | damalige Corrector in der Lufftifchen get; Hingegen waͤren in Diefer neuen aus Buchdruckerey, Chriſtoph Walther b) den geſchriebenen Büchern, welche M. Roͤ-⸗ gab eine beſondere Schrifft unter dem Ti- ver aus Lutheri Munde gefaſſet, ver Man: |tul: Antwort auf der Flacianiſten gel erſetzet: viele Predigten hinzugethan Luͤgen und falfchen Bericht wieder und die feembden Predigten bey Seitege: die Poſtill Doctoris Martini Luthe⸗ b) Bon dieſem Ebrifiopb Walther findet man weiter Feine Nachricht, als daß er ſich zu Wit⸗ tenberg aufgehalten: in der Lufftiſchen Druckerey Corrector geweſen: mit Roͤrern in gnauer Freundſchafft geſtanden; nachgehends aber, als dieſer aus Daͤnnemarck nach Jena zuruͤck berufen worden, mit ihm und mie Matthia Slacio über die Sammlung der Schriften Lu⸗ theri in einen Streit gerathen, davon Fünftig Durch die Gnade GOttes mehrers gefagt wer⸗ den ſoll. Er lies ſich auch in die Interimiſtiſche Controverſien ein. Auſſer der hieher gehoͤ⸗ rigen und angefuͤhrten Schrifft, deren ich in der gleich folgenden Anmerckung mit mehrern gedencken wil, hat er noch drucken laſſen: Bericht von den Wittenbergiſchen Tomis der Buͤcher Marting uthers wieder Matthes Flacium 1558. 4. undein Regiſter aller Bů⸗ cher und Schrifften Lutheri, welche in die eilf deutſche Theile und ſieben lateiniſche zu Wittenberg gedruckt ſind: item welche in dem zwoͤlften Theil gedruckt werden ſollen, 1558. 4. Es koͤnnen von demſelbigen nachgeſehen werden: Johann Conrad Zelt⸗ ner in centuria correctorum in typographüs eruditorum p.542. Guſtav Beorg Zeltner in der furggefaßten Hiftorie der gedrud'ten Biebel-Derfion und anderer Schriften

Hutberi ꝛc. P. 77. der Berfaffer der auserlefenen tbeol. Bibliothec AXIX. > 390. =

a Joh. Erdmann Bieck indem dreyfachen Interim 1608.

Ber, r ie I ge J * J

Vorrede. EN 3

\ ‚Ruthetic) heraus und lies ſich darinnen|digten etliche von Luthero in der Kirchen ‚angelegen ſeyn, die Dietrichfche Edition zu | gehaltene Predigten dazu genommen, die

vertheidigen, dergeftalt, Daß er die wieder ihm Weit Dietrich eben fo wohl, aldwiedie

dieſelbige angebrachte und vorhin erzehlte Haus-Predigten, nachgefchrieben: auch

Beſchuldigungen vor ungegründet aus-Jam Hand mit angemercket, wenn eine Pre: ‚gab und behauptete, man habe die Die: |digtzu Haus; oder in der Kirchen gehal: teichfche Haus Poſtill vor ein richtiges und |ten worden; daß aber bey einigen die Jah:

aͤachtes Werck des feligen Lutheri anzufes|venicht bezeichnet waͤren, kaͤme von einem

hen. Denn es habe nicht nur Lutherus|inder Druckerey vorgegangenen Verſehen zu derfelbigen eine Vorrede gemacht : ſie her. Auf folche Weiſe bemühet fih Wal⸗ debilliget und die Darinnen enthaltene Bre:|ther, die von Dietrichen evirte Haus: Digten vor die feinigen erkannt; ſondern Poftill zu vertheidigen; wobey er e8 ie-

es habe fie auch M. Hörer, da man fi. doch nicht bewenden laͤſſet. Erfucht fer:

zu Wittenberg wiedergedruckt, überfehen, ner zuermeifen, daß die Predigten, diefich

corrigiret und nichts Dagegen zu erinnern|in der von M. Poach zum Druck beför: gerouft: ia, fie vielmehr gelobet. Der derten Haus-Poftill befinden, vondem M. M. Beit Dietrich habe von feiner eignen] Nörer Feinesweges aus dem Munde £u- Arbeit nichts Dazugethon. ‘Denn ob eritheri aufgefaffet; fondern vielmehr abge: wohl in der Zufchrifft an den Rath zu] fehrieben und nach deſſen Gefallen geän: ‚Nürnberg melde, er habe viele Predigten, |dert worden. Denn einmal habe M.

ſo von Luthero auffengelaffen worden, fon:| Dietrich dem feligen Luthero, da er zu derlich auf die Fefttage, hinzugefeßet, da Haufe geprediger, allein nachgefchrieben, mit das Werck auf das gantze Jahr voll⸗ und Eönne diefes nicht auch von M. No:

Fommen eingerichtet wäre, fo gehe doch fei-|rern gefchehen ſeyn, weil er damals noch

ne Mennung nicht dahin, als wenn er eini-| Caplan zu Wittenberg geweſen: fein Amt“

ge von feinen eigenen Predigten bepgefü-| abwarten müffen, und alfo den Hauspres get. Vielmehr zeige er Damit an, mweilldigten nicht beywohnen koͤnnen. Hier⸗ Lutherus nicht Durch das gantze Jahr alle nechſt habe erwehnter Roͤrer Feine Fer- Sonntage im Haufe geprediget habe und tigkeit und Geſchicklichkeit im Nachſchrei⸗ daher viele Predigten weggefallen, ſo habeſben gehabt und wenn man die aus feinen er an ſtatt folcher ausgelaffenen Haus: Pre⸗ geſchriebenen Büchern in die neue Haus: E IR —— Poſtill den geweſen, bat fie der beruͤhmte Theologus, Herr D. Boerner dem Vorbericht des XV Theils der Leipzigiſchen Sam̃lung der Schrifften Lutheri einverleibet. Sie iſt kurtz abgefaſſet und beſtehet nach dem original⸗Druck aus zwey Bogen. Die Schreib-Art, deren, ſich der Auctor darinnen bedienet, iſt nach den Regeln der chriſtlichen Beſcheidenheit und

Sanfftmut nicht eingerichtet und kan daher nicht gebilliget werden, wie ſolches auch gedach⸗

ter Herr D. Boerner p. 4. bereits erinnert hat.

X

a)

fen, von denen nicht glaublich, daß ſie aus

je Somit ae —— ie 5 Diefe Edition ee 3 werde man folche Dinge Darinnen antref⸗ liche mal, auch zu Wittenberg gedruckt worden, find wichtige Umſtaͤnde, und man Lutheri Mund, zumal, da er vor Einfaͤlti⸗ kan nach denſelbigen nicht anders urthei⸗ .gegepredigel heſloſſen wären. 1er, als M. Dietrich Habe die. Achte SR, er Haus: Poſtill an das Licht geſtellet. Eu⸗ Der Unterſcheid ſelbſt der ſi ch unter

therus fügt das ſelbſt, und was will man Editionen der aus Poftil befin= | dawieder einwenden? das Zeugniß iſt un⸗ det, iſt mercklich und faͤlt einem , der fie

verwerflich, - Ex hat Fönnen und wollen ‚gegen einander hält, bald in bie Augen. A)hdie Wahrheitfagen, Man hat auch das⸗ Sie gehen nicht nur in den Predigten,

ienige, was Chriſtoph Walther in der welche fie unter fich gemein Haben, in manz| vorher ersehnten Schrift erinnert, nicht chen Stücken von einander ab; fondern

aus den Augen zu feßen, befonders, Daß es Fommen’ auch in der Poochſchen Edi⸗ M. Roͤrer die Dietrichſche Edition/ da tion gantz andere Predigten vor, welche in

ſie zu Wittenberg gedruckt worden, ſelbſt der Dietrichſchen nicht befindlich ſind. uͤberſehen und corrigiret, auch Amts hal- Jener hat man, wie ich vorher angemers]| ber den Haus Predigten Lutheri nicht bey⸗ cket habe, einen Vorzug geben; diefe hin- wohnen, mithin folche nid a gegen niederzufchlagen, gefucht. Siehet können | man die Sache nach ihrer eigentlichen Des Be tar. | fihaffenheit an und foll davon ein unpar⸗ Inzwiſchen hat gleichwol die Edition, theyiſches Urtheil fällen, ſo mus man aller | welche Poach Beforget , ein grofes Anſe⸗ dings fagen, Daß Die Dietrichfche Edition |hen erlangt, Sie ift nieht nur zum oͤf⸗ vor der Voachifchen ; oder. Nörerifchen tern gedruckt ; fondern auch in andere vieles voraus habe und fie ehe vor dieei- | Sprachen überfeget worden, wie ich vor: gentliche und achte Haus-Poſtill Lutheri⸗ her gezeiget und angemerckt habe. Ja als wie dieſe, zu halten ſey. Daß der fe: lim Jahr 1642. ift eine Chur⸗Saͤchſiſche lige Eutherus vor iene feldft eine Borrede | Verordnung e) ergangen, daß wenn Die gemacht: in derfelbigen die darinnen be: | Pfarrer auf dem Lande, fonderlich in ven griffene Predigten vor die ſeinigen, die er Filialen, nicht ſelbſt predigen koͤnnten, ſo im Hauſe gehalten, erkannt, wie ich vor: ſolten die Schulmeifter aus diefer Haus⸗ her deſſen Worte Deren angeführer habe: Pe der Gemeine e eine Predigt m 4)

A ne al 7 ae ua EEE ne ee De ne A) Eine Probe davon führe Wolfg Sransius de interpretatione ſeripturæ facr, p. 693. on jan nr Dabey zu erkennen, daß er Die Poachiſche Edition vor richtiger halte; als Die Dier €) en Chur-Sächfi fehen Verfügung gedencken Spener in der Dorrede zu Autheri Ric

chen Poſtill: Boerner indem —— —— 7: und Sabrisins in eentifo- . : ‚dio Lutheran, p. 300,

—— Amer fie Pe —— geweſen. laͤſſet man fie auch Billig. "Denn obwol Allein der Unterſcheid erſtreckt ſich weiter die Dietrichſche Edition darinnen einen und geht die Sachen ſelbſt an, "Bor zug hat, daß ſie mit mehrern Grund / Ye ee als die Poachifche, vor dierechte Haus:| Da nun auf ſolche Art, wie ich bishero Pooſtill des ſeligen Lutheri zu halten ſey; gewieſen habe, eine gedoppelte Haus Po⸗ ſ iſt doch dieſe auch mit gutem Nutzen zu (Hill Lutheri an das Licht getreten war, fo gebrauchen, ob man wohl fo gnau nicht hat man auch ben ihren fernern Auflagen fagen kan, was es mit den darinnen befind= |allezeit eine iede befonders gedruckt und lichen Predigten eigentlich) vor Bewand⸗ | wenn man alles beyfammen haben und - nis habe. Dieienigen, welche in der Dies eins gegen das andere halten wollen, hat trichfchen gar nicht ftehen, mögen wohl von) man daher zwey unterſchiedene Buͤcher vor Luthero gehalten und von M. Roͤrern der ſich nehmen muͤſſen. Dieſer Unbequem⸗ ſich hierinnen ſonſt gar fleißig und oe |chteiayupefe, hat der Hert Verleger erwieſen ſeyn gefanmlet worden; da aber!diefer Sammlung der ſaͤmtuͤchen Schriff⸗ auch dieienigen Haus⸗ Predigten,die ich in ten Eutheri beyde Poftillen zufammen zie⸗ beyden Ausgaben befinden, off gar merck⸗ hen und in ein Werck Bringen lafien, derge⸗ lich von einander abgehen, laͤſſet fich die ffalt, daß man ſo wohl die gange Predig⸗ wahre Urſach, woher dieſes komme, ſchwer⸗ ten, welche in der Dietrichfehen Edition lich mit einiger Gemwisheit angeben. Ver⸗ nicht ftehen,aus der Poachifchen an gehörts mutlich hat M. Roͤrer ‚die Predigten, die) gen Ort mit eingeruͤcket; als auch den Un⸗ der ſelige Kutherus wuͤrcklich in feinem terſcheid, worinnen die Predigten, die in Haus'gehalten, abgefchrieben und nach-| beyden Ausgaben anzutreffen find, von dem dieſes gefehehen, find fie hierauf derge⸗ einander abgehen, ſorgfaͤltig angemercket, ftalt verändert worden, daß man Bald et: mithin alles, was bisher beyde Editionen was Hinzu; bald aber davon gethan. |infich begriffen, in einem ordentlichen Zus . er diefe Beränderungen vorgenommen, |fammenhang dargeleget worden. Nah und was man dabey vor Abfichten gehaßt, dieſer Einrichtung und Form iſt das Werck bleibt ungewis. Betraͤfe der Unterjcheid felöft unter dem Titul: D. Martin Lu⸗ nur Worte und Redens Arten, fo hättelthers Haus-Poſtill; oder Erklärung das nichts zu ſagen. M. Veit Dietrich|der Evangelien auf ae Sonn⸗Feſt⸗ - befennet in der Zufchrifft an den Kath zul und Apoſtel Tage ꝛc zu Halle r738. in 4, Nuͤrnberg feldft, er Habe fich bey Ausferti-| mit meiner Vorrede zum Vorſchein gekom⸗ gung der Haus Predigten nicht an alle men. Damit daſſelbige richtig abgedruckt _ Worte £utheri Binden koͤnnen; ober wohl würde, hat mandie erſten und älteften Edi- dasienige, was er geprediget, nach deſſen tionen conferiret und zwar von der Die: fahren Meynung und Sinn freilich und|trichfchen dieienigen die 1544. zu es

- erg,

a i Dorede, | ‚berg, und 1545. zu Wittenberg, folglich] tigen Theil unferer

Theil unferer Samlıng der Schriff- bey £ebzeiten Eutheri, ans Licht geftellet| ten Eutheri, aufeben die Art, tie fie vorher D £eb; | | |

worden; vonder Poachifchen aber die, fo! gemeldeter mafien zu Halle 1738, befon- alhier 1559. gedruckt worden, Boran fin) dersmifmeines Borrede herausgefommen det man Eutheri Borrede: Dietrichs Zu⸗ ift. Eben daher, da fie vorießo nach diefer ſchrifft an den Kath zu Nürnberg: Nicolai Edition in allen abgedrucket worden, habe von Amsdorf Vorrede zuder Poachiſchen ich nicht nöthig, Davon weiter etwas anzu⸗ Herausgabe: Andreas Poachs Bericht an| führen, weil ich die Befchaffenheit befagter

den chrifichen Eefer und Die Vorrede zu| Derausgabe Fuc vorher (con befrieben

der Torgauiſchen Edition. £) habe. Der himmlifche Bater, der durch

. WII. dieſes Buch ſchon vielen Seelen einen rei: Bisher hat folche Haus-Poftill in Fei-| chen Seegen zu ihrem geiftlichen und ewi⸗

ner andern Sammlung der fämtlichen| gen Heilmitgetheilet hat, der laffenachfei- |

Wercke Eutherigeftanden, als in der Leip⸗ ner Treue und Barmhertzigkeit ſolches fer⸗

zigiſchen, in welche man beyde Editionen| ner geſegnet ſeyn und bezeuge ſich an allen,

derſelbigen gebracht, fo Daß man bey der die es leſen werden, dergeſtalt kraͤftig daß

\

Dietrichfchen das zu Wittenberg 1549. in fie die darinnen deutlich und gründlich vor-

fol, gedruckte Eremplar zum Grund ge-| getragene theure Wahrheiten zuihrer Er: legt und dabey verfchiedene andere, abfon:| weckung und Stärefung im Gehorſam des derlich ſchon vorhergedachte Wittenbergi⸗ Slaubensannehmen und lebendig ben fich

gifche Abdrücke von 1591, mit zu Rathe ge: werden lafjen. Ich rufe ihn darum de: sogen; bey der Poachifchen aber Dieienigen | müthig anund Bitte, er wolle mein Gebet

Auflagen, welche zu Jena 1579. zu Tor- um feiner £iebe und um des Verdienſts feis gau 1601, und zu Leipzig 1655. 1679. und [nes lieben Sohnes, JEſu Ehrifti willen,

. 7702. gefchehen find, conferiret. 5) Nun: Jerhören, Amen.

erwehnten Vorbericht des Herrn D. Boerners in einen Auszug gebracht.

mehro erſcheinet ſie auch in dem gegenwaͤr⸗ Jena den 19. Novembr 1742.

Sohann Georg Waldh,

f) Mit diefen Vorreden ift manche Verwirrung vorgegangen, indem Lutheri Borrede, welche zu der Dietrichfchen Haus-Poftill gehöret, der Poachifchen in allen Editionen vorgefegee worden; hingegen ftehtdie Vorrede, die Nicolaus von Amsdorf zu der Poadhifchen ver⸗

fertiget, vor der Dietrichfchen und zwar nad) der Lüneburgifchen Auflage 1638, 8. wie denn

auch gedachte Amsporfifche Borrede und Poachs Bericht in der Torganifchen und den fol- sn Editionen der Poachifchen Haus-Poftill weggeblieben find. Solches har Herr D. verner indem Vorbericht zum funffzebnden Theil der Leipzigiſchen Sammlung der. Scchrifften Lutheri p. 8. bereits angemercket. ) Die Dietrichſche Haus-Poftill macht hier den XV, und die Poachiſche ven XVI. Theil aus. Im Jahr 1737. bat man aus dem Reſt der Eremplarien von beyden eine befondere Ausga⸗ = be gemacht, welcher der Herr M. Job. Jacob Breiff eine Biftorifche Nachricht von den unterſchiedenen Editionen der zweyfachen Haus:Poftill vorgefegee und darinnen Den vorhin

Vorrede

Worrede D. Martini Lutheri

ar er a. DIE DOMSDORER. ! eſe Predigten habe ich unterweilen in mei- ‚ihnen etwas fagen , und fie lehren aus den Verheiſ⸗ "5 nem Haufe gethan vor meinem Gefind,da- | fungen, fo ihnen GOtt gegeben bat. Und find alfo nmit ich als ein Hausvater, auch dad Meine | die Nachbarn auch darzu kommen; damit iſt aus der thaͤte bey meinem Geſinde, ſie zu unterrich=| Hauspredigt eine Pfarrpredigt worden. Wie ten, ein Chriftlich Leben zuführen. Wollte GOtt, | mir auch ſehen in der Apoſtelgeſchichte, und Matth. ſie haͤttens alle laffennicht allein zun Ohren, fondern | 10, 12. ſq. Chriſtus alfo befihlet, daß der Y * auch zum Herzen eingehen als ich hoffe, es ſey nicht | Predigt auch erſtlich in den Haͤuſern geſchehen/ und

ohne Frucht abgegangen: wie Jeſaias fagt amss,rı:) alfo die Nachbarn dazu kommen, endlich mit ganzen Mein Wort foll nicht ledig wieder zu mir kom: | Stadfenund andern. r men, fondern ausrichten, dazu ichs geſandt habe. Daß aber diefe meine Hauspredigten von Magi⸗ Ob aber etliches an Weg, etliches aufs Steinigte, et⸗ ſtro Vito Dietrich, der Zeit mein Tiſchgeſell, auf: liches unter die Dornen fället dennoch findets auch | gefangen und behalten, habe ich nicht gemußt, viel- einen guten Acker, da es Frucht bringet, und nicht le: | weniger gedacht, daß fie follten durch den Druck auch big wieder heimkonmet. Alſo fpricht auch der Deut: | unter andere Leute und Fremde Fomimen. Bir ift ſche Dann: Ein gut Wort findet eine gute Statt. geweſt zu Sinn, als feyen fie gar vergeffen : aber Richt finders alle Stätte gut, doch ja zum wenigften | wen fie gefallen, dem will ich fie gern gönnen, wie die eine gute Statt, und nicht eitelböfe Stätte. Brofamen, Brocken und Grumpen, fo übrig find: Solche Weife zupredigen haben (als ſichs anſie⸗ weil GOtt Lob! die Biblia ſelbſt am Tage ift, mic bet,) die Patriarchen in ihren Haufern gehaht bey ih⸗ vieler gelehrter Leute reichen und nuͤtzlichen Büchern, remGeſinde; wie man lieſet, daß Abraham, Iſaac Ja⸗ | darinn ſich ein Chriſtenmenſch wohl meiden kann. cob hin und wieder Altare gebauet haben, GOtt den] Denn mie manfpricht, Die Kuhe gehet im Grafe big HeErrn anzueuffen; das iſt daſelbſthin fich zu ver=] an den Bauch: alſo find. wir jegt auch reichlich zu

fammlen mit ihrem Gefindlein, zu predigen, zu beten, | unferer Zeit, wahrlich, mit reicher voller Weide goͤtt⸗ und GOtt zu loben. Dahin mit der Zeit auch zuge⸗ liched Worts verſehen; GOtt gebe, Daß wir es dank⸗ ſchlagen die Nachbarn und umliegende Leute und | barlich Brauchen davon fett und ſtark werden, ehe "Städte. Denn eg iſt nicht zu glauben, daß ein Pa⸗ denn die Duͤrre komme, und Strafe unfrer Undane triarch habe einen Altar gebauet für fich allein, fon: | barfeit, Daß wir nicht wiederum muffen Steinund dern fein Weib, Kinder, Knechteund Maͤgde find mit| Dornen freffen, wie ung zuvor geſchehen iſt unter ihm dahin fommen, und gethan, wie fieden Hausva⸗ dem Pabftehum, fondern viel Früchte bringen, und ter haben thun gefeben. Da hat er nicht müffen| des HErrn Junger werden, Joh.16. Dem ſey Lob ſtumm ſeyn fondern als ein Pfarrherr und Prediger I und Ehrein Ewigfeit, Amen.

M. Veit Dietrichs Zuſchrift. 5 Den Sürfichkigen, Ehrbaren und Weiſen Herren, Bürger: meiſtern und Rath der Stadt Nürnberg, > | Meinen gebierenden und günftigen Herren, Gnade, Barmbersigkeit und Stiede von GOTT, unferm Dater, a und unferm HErrn JESU Chriſto. er & werden diefe Hauspoſtille viel für und: | den find, fondern auch der. Ehrwuͤrdige Herr Do⸗ thige Arbeit achten, weil zu dieſer Zeit. ctor Martin Luther felbft feine Poſtill aufs neu

nicht allein viel andere Yofkillen voran überfehen, und im Druck hat laffen ausgehen. Denu utheri Schriften 13. Theil,e Bir, or

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3 ____, Veit Dierriche Sufebrife

weil die Schrift nur einen einigen Verſtand hat / ach⸗ trefflichen Mann gibt, der mit der Schrift umgehen -

3 I f Bücher n und ſie recht auslegen und vortragen kann entweder dieſelben falſch find, und der rechten Mey⸗Es iſt eine herrliche und ſehr ſchoͤne Gabe GOt⸗ nung fehlen; oder aber, daß man es bey dem ſollte

\

ge beffer und. nüglicher feyn » wenig Buͤcher haben, denn fein eigen Leib und Leben, achtet. Und wirer- die rein und rechtſchaffen find, denn viel, da man entz | fahrens, Ern weder muß befürgen, man werde nichts fonderliches | ten ift, DEGDTE Glück und Heil dazu gibt, und -

innen finden; oder, ſo man etwas fonderliches und unter ſolchem Regiment Land und Leute grünen und

neues findet, es werde falfih und unrecht ſeyn: wie bluͤhen gleichwie es alles verborrer und zerfallen, - ‚man erfähret, daß der Teufel nicht feyret und eben wo die Negentenihe Amt aus der Acht laffen, und

fo wol feine Buchfehreiber het, die die Welt irre ma- | mehr auf eigenen Rus, denn auf Die Unterthanen ſe⸗

chen und verführen, ald unfer HErr GOtt. Weil hen. Denn GHDtt mißfaller folcher Unfleiß und er

nun Doctor Martin Luthers Poſtilla, fo er feldft hat | gener Nutz; will derhalb weder Gluͤck noch Heil

aſſen ausgehen, ohne Zweifel die beſte iſt, da die dazu geben.—

gnugſam an, daß er nicht wiſſe, was vor eine herrli⸗

nichts dahinten lieſſe

d ſonſt viel andere ſchoͤne nuͤtzliche Gaben

Lehre rein und gewiß vorgetragen wird, werbenviell Alſo find | dieſe Hauspoſtille für unnoͤthig achten und ſich an jez] auch: Als, daß GOtt fo mancherley Kunſt, welche

ner gnuͤgen laſſen. auch des Heiligen Geiſtes Gaben ſind, in der Welt

Aber in der Wahrheit, wer ſolches thut, Der zeiget eroͤffnet, erhalten, und bis auf uns bracht hat: U: ber was iſt ſolches alles gegen den Gaben, da wir che Gabe es ift, um rechte Auslegung der Schrift; |jeßt von reden? Iſts nicht wahr, alles dienets nur und wie theuer und hoch wirs achten, und ſchoͤn auf: | hieher , in diß kurze zeitliche Leben? Wenn daſſelbe heben füllen. Denn das erfahren wir alle, wenn| dahin fallt, fo Liegt folches alles mit einander; ed man ein Evangelium zwanzig Jahr nach einander | bleibt dahinten, und ift als mare es nie gemefen, als

prediget, daß die, fo folche Babe des Heiligen Geiſtes hatten wirs nie gehabt. Aber diefe@abe des Heiz

haben, immerdar anders und anders von einerley| ligen Geiſtes, Dieda heißt Auslegung der Schrift, iff

- Dingreden. Nicht darum, als follte die Schrift] ein ewiger Schaß, dadurch wir lernen GOtt erfen-

mehr denn eine Meynung haben, fondern, daß ſie ſo nen erlangen Dadurch ben Heiligen Geift ‚der unfes reich und ein unerfchöpftes Meer iſt: je mehr man| re Herzen ändert, und durch den Glauben und Ber beraus fchöpft, je mehr fleußt wieder zu; und wird gebung der Sünden reiniget,, und mit rechtem Ge

unmoͤglich ſeyn daß der befte Prediger, wenn er | horfam heilige, und in Ewigkeit felig macht. Wie

‚gleich fein Lebtag nicht mehr , denn ein einiges der | denn St. Paulus das Predigtamt darum ein Amt gerinaften Sonntagsevangelien zu predigen vornsh-| des Beiftes nennet, daß wir dadurch den Heiligen me. eg erfihöpffen, und alfo predigen wollte, daß er | Beift empfahen, und lebendig werden, die wir ſonſt A der Sünden halben im Tod müßten bleiben. Der beilige Baulus, da er an die Ephefer c.4,8.fga.| Wer mollte nun foldye Gabe nicht theuer achten, der Himmelfahrt Chriffi gedenkt, und der herrlichen | und fehon aufheben ? Man ſehe hinter fich, von der Baben, die wir dadurch empfangen. haben, ſchweiget Apoſtel Zeit-an bisher, wieviel man finde, Die folche er der. andern aller mit einander, und ruͤhmet allein | Gnade gehabt haben? In der Lateinifchen Kirche diefe Babe , daß GOtt durch Chriftum etliche zu) ift der heilige Auguſtinus fehier allein gemeft, der Apofteln geſetʒt hat, etliche zu Propheten, etli⸗ fich um die Lehre angenommen, fie fein und gewiß che su Evangeliften, etliche su Hirten und Leh⸗ gefaffet, und die fuͤrnehmſten Artikel der Kirche rern, welche alle mit ihrem Dienft darzu helfen, daß deutlich und verffändig vorgetragen hat. Die Grie⸗ ‚der Leib unfers lieben Herrn JEſu Ehrifti, das ift,| chifche Kirche hat vielmehr gelehrtere und treffliches die Chriffliche Kirche, erbauet werde, und jeder-| te Leute gehabt, denn Die Lateiniſche. Aber da if mann komme zu einerley Glauben und Erfenntniß| keiner, der e8 dem heiligen Auguſtino indiefem Fol des Sohnes GOttes. Darum, obwol fonft andere| aleich thaͤte. Wo num die frommen Chriſten derſel⸗ Gaben mehr find, die auch herrlich und groß find, da ben frommen Biſchoͤffe und Lehrer Schriften, als ei⸗

wir GOtt von Herzen für danken follen; fo ſind e8 nen fündern Gegen , nicht hatten aufgebaben, und

‚doch gegen Diefer Gabe nichts, mern GOTT. einen die Predigten nicht fleißig nachgeſchrieben, u eines 1% nr 2 FERNER EN cheuren

fahrens, wo ſolcher Ernſt und Fleiß bey den Regen⸗

en:

an es tes um einen feinen Regenten der ſich mit Eenſt wie | laffen bleibet, das andere zuvor recht gelehrer und fein Ant erfordert, des gemeinen Rutzens annimmt, geſchrieben haben. Scheinet derhalben in viel We: | und feiner Interthanen Ruß und Wohlfahrt höher,

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ren groſſen Schatzes mußt ges entrathen. Rach Auguſtino hat es von Jahr —5 abgenommen, und iſt die rechte Lehre je je mehr gefallen, bis der Antichrift, Der Pabſt,

fie feinem tyrannifchen, gottloſen Vornehmen entge: war, dieſelbe gefalfcht und.geandert hat; wie

9

Dietrichs Zufchrift an den Rath zu Nuͤrnberg.

müßten wir, beutiged Fa: doch

FIT. 4% De ar "Fr ats,

dieſe Aauspredigten, welche er daheim in ſei⸗

‚nem Haufe, an Sonntagen, ba er Schwachheit hal⸗ ben in der Kirche nicht predigen Fonnte, feinen Rin=- -

dern und Befinde gethan, und ich allein mit eilen-

Kirche mächtig worben, und der Lehre fich | der Hand aufgefaffer , und bisher bey mir Behalten - ht allein nicht8 angenommen ſondern auch, weil habe nicht dahinten laffen, fondern , ale cinen ed -

len Schatz, auch andern Chriſten miteheilen wollen.

Am mieiften derum , daß Diele Predigten fein kurz

-jedermann.fiehet, der des Pabſt Seribenten gegen | und einfaltig gefteller, und fonderlich für das junge Die alten Lehrer halt, Daß nun. langer. denn vier] einfaltige Voͤlklein ſehr dienlich find. _ Denn bey | demfelden muß man nicht groſſe Kunſt fürgeben, fondern.die Lehre kurz und einfältig ſtellen und mit »

ee Fahr , aufferhalb des heiligen Bernhardi, ſchier

a.

feiner iſt, der gefchrieben hat, deß man fich um ein Haar , in Glaubensfachen, beffern Fönnte.

And iſt dennoch auch Bernhardus nicht gar rein;

. ben, follte ung je billig auch bewegen, daß wir fol-

die Moͤncherey und ander paͤbſtiſch Geſchmeis haͤn⸗ get ihm an daß er nicht allenthalben gar gerad zu⸗

gehet / wie doch ein Prediger ſol. Solcher Mangel nun, den wir im Pabſtthum ges fpürer, und mit fo groffem Schaden erfahren ha⸗

che Gabe nicht gering achten, und deren Arbeit ſchoͤn aufbeben follten, welche GOtt mit feinem Geift er⸗ Feuchtet, und ihnen folche herrliche Gabe, die Aus:

Alegung der Schrift, gegeben bat. MWiemir ſonder⸗

‚Luc vor andern den Ehrwuͤrdigen Herrn Doctor Mertin Luther gühmen muͤſſen, durch welchen Gott erſtlich den Antichriſt angegriffen und aufge:

deckt, die Schrift und das Erkenntniß GOttes an

Tag gebracht , und die greulichen Mißbrauche, fo

durch den Pabſt in die Kirche eingeführet, wieder abgethan, und beydes reine Lehre und rechten Got!

tesdienſt, in der Kirche angerichtet bat: Und ffe-

Worten wohleinbilden, daß fie etwas davon faſſen und merken fönnen. az Sonderlich aber hat mich diß bewegt, daß ich fe be, wie es die Noth erfordern will, Daß man eine ge- meine Form habe der Sonntagspredigten , für Die ungelehrten Pfarrherren auf dem Lande. Denn die Kirchen find uͤbel beftellee, niemand will dazu ge- ben, daß man Fönnte gelehrte, taugliche Leute haben.

Darum gehts, wie man vor Zeiten fagte: Küpffern

Geld, Füpfferne Seelmeffen. Arme Pfarren, arme

=

ungelehrte Pfarrherren. Denn wer etivad kann, _

der gedenft, er wolle feiner Kunſt mehr genieflen,

denn daß er mit Weib und Kind unter den böfen

Bauern betteln wolle. Nichts deffomweniger muß man Leute haben, und die Kirche nicht laſſen öde liegen, und fich genugen laſſen, weil man dach

nicht weiter kann / daß man folche Pfarrherren hat

ob fie ſchon ſelbſt nicht Fönnen predigen, daß fie es

doch aus den Büchern lefen. Da iſt mar zu bey⸗

den Sheilen ohne Sorge, die Obrigkeit und Zuhoͤ⸗

bet Das treffliche Zeugniß bey ihm, daß GOTT in | ver daß fie willen, man fage ihnen nichts argedr

. solchem Werck ihn fo_munderbarlich, mider den wenn fie es nur wohl merken, und ihr Leben -fleif: -

Zeufel und die Welt, fo eine lange zeit, GOtt Lob! fig darnach richten wollen : denn je die Lehre bier:

erhalten bat, und noch , daß es meufchlicher Weife , in rein und lauter ung: dermaffen geffeller iſt daß |

| ‚unmöglich war zu hoffen; daß er mit dem Leben fll-

te davon kommen. - Es ift aber durch GOttes wunderbarlichen Schuß und gnadinen Beyſtand darum alfo gefchehen, aufdaß durch ihn, als ein fort: ders Gefäß, GOttes Wort von Tag zu Tag je laͤn⸗ ger und heller und weiter leuchtete, und vielzum Er: kenntniß GOttes kommen und felig follten werden; wie GOtt Lob! allenthalben geſchiehet, und die An⸗ zahl deren, ſo GOttes Wort annehmen, nicht Elei- Be. fondern von Tag zu Tage je langer je gröffer wird. ° DE BEER

- Darum. obwol die Auslegung der Sonntags⸗

es ordentlich, einfaltig und verftandig iſt, und ohn

Frucht nicht wird abgeben, wo mans bey dem

ſchlechten Bauersvolfe Tiefer.

Es koͤnnen aber auch die Hausvaͤter ſolcher Ar⸗ beit mit ſonderm Nutz brauchen; wie es denn oft vorfaͤllt, daß man Krankheit oder anderer Noth halben am Sonntag nicht kann in die Kirche kom⸗ men: Da ſoll niemand fo unachtſam ſeyn; kann

ers doch daheim hören, oder ſelbſt leſen auf Daß der Sabbath recht geheiliget, und GOtt fein Dienff ‚geleiftet werde, den er und allen aufgelegt, -daßreir

epiſteln und Evangelien fehon vor der Hand undun- |fein Wort hören, und alſo den Glauben uten, und die Seele mit der ewigen Speife flarken und nahren

ger. den Leuten ift, wiefie ehegedachter D. Martin

Lather ſelbſt in Druck verordnet bat; ſo hab ich ſollen.

1:

2

et N ( *

er in der Kirche GOttes Wort nicht hören, fo ſoll

ſchenken, md in Euren Namen Kr Taffen |

——

30) hab aber Firfichtige, Ehrbare und Weiſe Herren, folhe Hauspoflille €, F. €. W-’

wollen: Erftlich darum, daß ich

wie fieungefehrlich bierin verzeichnet, diß Jahr aber

fonft fo viele Spaltungen und Secten hin und wie ‚der find.) was unfere Lehre und Evangelium fey, darob EF.EW. al eine Ehriffliche Dbrigkeit, fo lange Zeit ber. , und io ſtattlich gehalten baden,

vom rechten Erkenntniß Chriſti und GOttes, und

5 fobänme ſie wolle

Sl

andern Artikeln. Solches ift der rechte und befte Schatz, deß wir ung ruͤhmen und troͤſten koͤnnen.

Deun wo dieſe Lehre iſt da wird Vergebung ber Suͤnden und die rechte der Kirche ſeyn, fie ſey gleich

Zum andern, auch darum. daß ichhoffe, es ſoll - EFEB. mir folcher Arbeit in dem Fall gedie: net feyn, der arınen Pfarrherren halben, fo bin und wieder unter E. $. €. W. Gebiet auf dem Lande, und zum Predigen nicht alle gleich tauglich find. Denn weil doch E. F. Er W. ſich fonderlich darum

je und je haben angenommen, daß Die Kehre'vein] ihre EapitelSherren auch.

bleibe, und nicht argerliche Secten einriffen, kann ſolches in feinem Wege beffer verbütet werden, Denn fo Die, welche ohn Das zum Predigeit nicht tauglich, eine einige gewiſſe Form haben, babey fie bleiben, ‚und alfe freinde, ungegruͤndete Lehre meiden, oder

es ia nicht Urſach haben davon zu predigen.

- Bitte derhalden, E. F.E Wolle folche Arbeit ihnen gefallen laffen, und mit guͤnſtigem Willen an nehmen. Denn ich je damit anders nichts gefircht habe, ‚denn daß ſolche Predigten, die ich in viel Wege nus und tröfflich achte, nicht gar verloren wurden, weil dieſelben niemand hatte, denn ich , Eönn- ten auch niemand mug ſeyn, weil fie mit eilender Hand geſchrieben waren, denn mix allein.

Run aber hoffe ich, follen viel Drenfthen ihr ge⸗ nieflen, Die fie leien, und nicht allein ihr Leben Dar:

eamOmBatbsuttundang

lein feben, und ſie ſelbſt recht meiden folfen; fon: .

Te a a EN

x ——

——

was mı&es werden vorleſen derandjedermanmmer nur zuhoͤren mil, fichbeffeenmage negenen NER] sichjnmmerts von Herzen, wenn ieh höre, wie "ig Sabıane| unere DURDORR in Deutkolanb i ga; Ines As in meiner Pfarrkirche öffentlich geprediget babe, auf An achten, und lauter nichts nach ihren Unter⸗ daß jedermann, der fie leſen wird fehe, (weil doch

fhanen fragen, wie fie in Chriftlicher Lehre unter - richtet werden. Sie haben nicht allein Den Nas . men, daß fie Bifchöffe heiffen , Die auf ihre Shop

dern haben auch ein herrlich groß Einkommen,

and noch; daß, GOtt Lob! Die Lehre rein und lau⸗ ek richt Dazu geſtifftet HT, dab man müpige, _ ‚ter iſt von der Taufe, vom Saerament des Altars,

aule ungelehrte, niemand nüße Leute ziehe, die mebr nicht koͤnnen denn freſſen, faufen, fptelen, und.

allerley Schand und Unzucht treiben ; fonftimier

den groffe Könige und Kayfer folche Stiftung da - binten, und folch Gut bey ihren Gtammen gelaf - fen haben. Den frommen Herzen iſt es darum zu

tbum geweft, daß fie gedacht haben: Sollen die

Kirchen und vechte Religion erhalten werben, ſo muͤſſe man tausliche Leute Dazu buben, Die dem gez

meinen Mann mit rechter Lehre und unargerlichem

Mandel vorgehen, auf daß jedermann sum Erkennt niß GOttes komme und felig. werde. Aber wie if

es gerathen? Wo if ein Biſchof, der ſelbſt pre

dige? N Fe

? * Wie ſich rum die Biſchoͤffe halten, alſo halten ſich r Da iſt niemand; der ſich darum annaͤhme, daß das arme Volk einen rechten Unterricht von Chriſtlicher Lehre haͤtte.

Welche Pfarren nicht gar ſeiſt und gut find, die

ſtehen oͤde; es glaͤuben und leben die Bauren, wie ſie wollen, da liegt ihnen nicht an: nur daß fie ge⸗ ben; was fie ſchuldig find. Solches iſt doch je ein Sammer, der einem Stein zu Herzen geben und jammern ſollte. Aber an dem laſſen ſich die blin⸗ den Leute nicht gnügen , das heilige Evangelium hat feine gröffere Feinde, bemm eben Diefe, die es fürbern, und Dazu geſtifftet find, daß ſie es handha⸗ ben follen, und mare ihnen leid, Daß in einem gan⸗ zen Sißthum ein einiger Kirchendiener wäre, der GOttes Wort recht und lauter predigte. Ja, fie verbieten noch, Daß ihr Bolf an andern Dersern rechte Prediger hören, und Das Sacrament nach

nach richten, fondern auch eine vechte Form der | dem Befehl Chrifti nehmen foll; gerad als wollten Lehre daraus faffen und argerliche verfuͤhriſche fie gern und willig zum Teufel fahren, nur daß an- Prediger meiden und fliehen werden; fonderlich a⸗ dere mit müßten. Darum dürfen die armen Leute,

ber hoffe ich, es ſoll vielen Kirchen zu unferer Zeit | fo unter ſolchen Regenten figen, Diefer und.anderer - mit gediertet werden. DB num gleich mit. den Kir: Bücher auch mohl, weil fie die vechte Lehre oͤffent⸗ chendienern dev Geſchicklichkeit halben Mangel ift | Lich nicht hören Fönnen, daß fie es doch daheim im

fie Dennoch dem armen unverſtaͤndigen Voͤlklein et Haufe leſen. Denfelben babe ich mir folcher Ars _ . * er beit

N x

ch gern i —— hießen Bei braͤuche abgeſchafft —— Wahrheit, *5 denn

| BG uns getauft find, und mit ung gern |in einer Reichsver ſammlung mit fonderlichem Ernfb

sen felig werden , und thut ihnen wehe, daß fie [und Herzen, auch nicht ohne groſſe Gefahr, ſchier mtr ce ehadlichen Wölfen bleiben ‚und des allein unter allen Reichsſtadt et, bisher da⸗ Predi tat möiffen beraubet ſeyn. GOtt wolle) bey blieben, und mic ſonder lichen Fleiß dahin gefe- ſei geben, daß ihnen vecht damit gedienet hen haben, daß nicht argerliche Lehren vonder Tau⸗ ſey, Ame fe, vom Saceament, und andern Artikeln des Hi Sei Be in dem ein Mangel ik, daß dieſe Glauben, wie an andern Orten im Reich, eutſtuͤn⸗ r digten, weil ich fie allein mit un Hand den. Solches iſt ohn Zweifel die hoͤchſte Gnade, © nachgeftheieben, ka von dem Ehrwuͤrdigen die GOtt weltlicher Obrigkeit hier auf Erden thut. Herrn D. Marı Kuthee geredet denn von mir | Und kann hinwieder tveltliche Dbrigkeit GOtt auch gefoſſet find ; fo habe ich doch die Meynung nach nicht beſſer dienen, dent daß fie ſich mit Ernſt um

J——— dgen dargeben: auch viel Pre Gttes Wort annehme, allem Aergerniß im der

Digten, ſo von ihm. außgelaffen , fonderlich von den Lehre und in dem Leben wehre, und ihre Unterthas Selten , welche man in ber Sächfirhen Drdnung | nen mit rechten Predigern verſorge ·

nicht halt, hir zügefegt, auf daß dig Werf Durchs] Und wird fich diß fein finden, ob man gleich 73 ganze Jahr vollkommen, und derhalben jedermann | mas drüber leiven und wagen muß; Denn die Welt deſto braͤuchlicher und nuͤtzer waͤre. Und daß ja und der Teufel ſind dem Wort bitterfeind, das den⸗

ten damit gedienet wuͤrde, hab ichs gern ge: | noch GOtt nicht allein in aller Gefahr ſchuͤtzen, ſon⸗ 1, Daß fie von einem gelehrten Mann, meinem dern auch mit reichen Gegen, zeitlicher und ewiger Ber: auch in Rareinifcher Sprache | je | Güter; folchen Fleiß bezahlen will; wie er ſagt zum

nd ‚gebracht berden. Alles mit einander dar⸗ Prieſter Eli, 1Sam. 2,30. Wer mich ehret, ven

1, daß diefer Schatz den ich nicht fir gering | will ich auch ehren; wer aber mich verachten, ah; ‚vielen Leuten bekannt wuͤrde, die fülche Pre- | der foll wieder verachtet werden.

bi Ben lefen, ihren Glauben daraus flärken, und], Unſer lieber HErr GOtt und Vater. im Himmel ihr Leben ein und GOtt darum loben und dan: | wolle, um JEſu Chriſti feines lieben Sohnes willen, ken werden · ferner E. E.W. durch feinen Heiligen Geift, al⸗ RE Boenehmlich aber, wie oben gemeldet , hab ich ſo regieren run ‚führen, Daß ihr fein Wort lieb und: EFEB. und ihren Unterthanen mic folcher Ar⸗ werth halter, und feine arme, Kirche ferner. beher⸗ beit dienten wollen. Es hat GOtt, unfer lieber Va⸗ berget, auf dag GOttes Name bey-euch geheiliget, -

ter" im Himmel, E.F €. W. hoch geehret, nicht al: |fein Reich gemehret, und fein heiliger Wille ausge⸗

leinimden, DEE F.E. W. eine wohlgeordnete richtet werde, und €. FEW. zur weltlichen Ne Policey md aut Regiment haben, und derbalben | sierung deſto mehr Glück und Heil vom Himmel weit und breit geruͤhmet find; fondern vielmehr in | herunter, wie es in diefen gefahrlichen Laͤuften fonts dem daß E. FEB. fo bald im Anyang ſich an derlich vonnoͤthen iſt gedeyenmöge, Amen. nn Wort hegeben, die alten argerlichen Miß⸗

ee re | a er | unterthaͤniger N * Bern er * Vitus Dietrich

Prediger in der Sebalder⸗ BIüRMege,

Sreden zu der &ition von Ant 159: Nicolai von Amsdorf, | N

\“ ie ein Platzregen uͤberhin rauſchet und an pheten einem Regen vergleichen, daß ſie eben alſo feinem Dre bleibet; ald if auch die ſortfaͤhret und an keinem Ort um unſerer groſſen

I Bredigt des Evangeli, Pro⸗lUndankbarkeit willen, über u c 3 ; eibet;

-

*

DSieweil nun Deutſchland, aus lauter Gnade und /Das habe ich aber geſtritten, und ſtreite es noch,

* SER F y RETTEN Ta ER Ta ee Er i ee PS TE" STEHEN —— Wi * N. ö N KV . . 2 —R

EEE Be BR =

2.2.2.7 Vlicolai von Amsdorf Vorrede |

bleibet; wie das die Hifforien zeugen. Denn im freylich uns Heyden baffelbige auch. nicht laͤnger laf Juͤdiſchen ande, da die Predigt des Evangelii, laut ſen; wie er denn mit Afis, Gräcie und Italia auch der Verheiſſuug, durch EHrifkum, unfern lieben Igethan hat.“ Und fonderlich, Dieweil unſre Feinde, HeEren, anfing ‚md hernach Durch Die Apoftel mir|die Adiaphoriften, unfere Lehre unterzudruͤcken und groſſer Macht und Gewalt fortging und getrieben |verdachtig zu machen, ung fo febandlich anlugen, ward, blieb es nicht uber vierzig Jahr lauter und daß etliche an die Fuͤrſten unverſchaͤmt fchreiben rein: denn bald nach der Apoftelzeit,; ja,noch bey duͤrfen, daß ich das Wörtlein Debitum im Artikel Leben der Apoftel, war das liebe Evatigelium mit|von guten Werken nicht habe dulden noch leiden _ Menfchentranmen und Trsdition Durch die Werk-| wollen. Darauf füge ich, daß fiemir vor SOIT - und Gefeßprediger verfalfcht, „Daß auch ganz Afto] und der Welt unreche thun.

von Paulo-abftel: - ER a Denn ich hab allezeit gefchrieben. und gelehret,

Deßgleichen ward auch in Graͤeia und Welfchen| daß die Chriſten pflichtig und fchuldia find gute - Landen die veine Lehre des Evangelii durch die] Werke zu thun, GOtt zulobenund zu danken, dad - - perklehrer bald getilget und untergedruckt: dar⸗ Sleifch zu zahmen und dem Nachften zu dienen, auf um wiſchte e8 dahin, und floh davon, daß fie beyde daß mir damit unfern Glauben und Beruf gewiß nichts, denn eitel Lugen und Irrthum menfchlicher| machen. - Deß beruf ich mich auf meine Schrift Traume, behalten haben. _ Und in Summa, das und die ganze Stadt Magdeburg, daß ich nie an—⸗ " Evangelium ift an keinem Ort der Welt uber funf-| der gelehrt und geprediget habe- Darum leugt

sig Jahr lauter und rein geblieben. nich derfelbige Schreiber boͤslich und falfchlich an.

=

1

‚groffer Barmhergigfeit, da8 Evangelium reichlich] daß die guten Werke zur Geligfeit nicht vonnoͤthen und überflußig befommen bat, und daffelbige eben] find, und doch gleichmol fehuldig find zu thun, was ‚mit folchem Dank empfahet und aunimmt, wie es GOtt, unfer HErr und Schöpfer, ung geboten und

die Süden, Griechen und Walen, empfangen und

- angenommen haben: Als nemlich, die Papiften laͤ⸗

- ten. Ein jeder machtd, wie er will, nach feinem

>. men und einer andern Nation gegeben werben; wie Doctor Mertinus an vielen Orten in feinen Schrif:

. » jedermann wills beffer machen, denn e8 Ehriftug, un: - ferlieber HErr, und feine Apoftel gemacht haben.

- Die unfern aber der That. Ei Darum haben wir nichts gewiſſers "denn daß

und Geduld getragen, faſt bey vierzig Jahren.

Volks nicht verfchonet hat, und ihnen das Evange- lium lauter und rein nicht viel_ über vierzig Jahr Nach feiner Himmelfahrt gelaffen bat; fo wird er

| fern, ſchaͤnden, verdammen verbieten und verfol⸗ gen es; die Hochgelehrten verfaͤlſchen und verkeh⸗

ren es, mit ihrem menfchlichen Gloßiren und Deu—

Gutduͤnken; niemand bleibt bey dem reinen Wort, verachten es, und folgen nicht mit das Evangelium von uns Deutſchen wird genom⸗

ten ſolches verkuͤndigt und weiſſagt.

Denn GOTT kann und wird ſolch grauſam Sthanden und Laͤſtern unferer Feinde, und folche ‚greuliche Undankbarkeit derunfern langer nicht dul⸗ den noch leiden; er hat lange genug ung zugefeben,

Wenn die vorüber und verlaufen find, uud wir ung nicht beſſern, fo wird die Straf und GOttes Zorn gewiß angehen: darnach mögen wir undrichten.

Denn Dieweil er feines eignen auserwaͤhlten

befohlen hat; und, wenn wir gleich alles gethan haben, was wir thun follen, doc) unnuge Knechte find, und feinen Dank dazu haben: denn wir bas ben gethan, maß wir zu thun pflichtig und ſchuldig find. Eolches hab ich allzeit gelehrt : darum iſts eine greuliche , groffe , dieke, gif und gufe Lügen, damit fie mich beſchweren und verdachtig machen wollen, ihren Irrthum und Lugen zu befchönen. Wie ſollte doch GOTT hier langer zuſehen koͤn⸗ nen, daß ſein liebes Evangelium und ſeine Diener mit ſolchen ſchaͤndlichen Lügen und Calumniis ſoll⸗ ten geſchmaͤhet, gelaͤſtert und unterdrückt wer: den. 4 \

Dem nun vorzukommen , ſo iſt kein befferer Kath, : Weiſe noch Weg, denn daß man die Bucher und

Sihriften Lutheri fleißig lefe, und ſich darinnen täglich übe; unter welchen nicht das geringſte iſt die Asuspoftill Martini Kutheri, welche dag fiebe Evangelium lauter und rein, und Dazu fein kurz handelt, erklaret, und auslegt. Dieweil aber darin etliche, auch viel Lutheri Predigten ausgelaf fen, zum Theil geandert, auch andere hinein gefe- ger worden find, und denn M. ©. Fund 9. die drey Gebrüdere, Herzogen zu Sachſen ꝛc. Die gefehriebe-

nen Bücher, weiche M. Hörer feliger aus ded

Lutheri Mund gefaffer , nicht ohn geringen Koſten anfich gebracht, daraus auch der Mangel gezogen, und hinein. gefegt; deßgleichen mie vielen Ar N

' BAT Sr

; > Vieolai von Amsdorfs Dorrede, . 093 f = in gemeldten Büchern vorhanden, gemeb:| gebrochen und verhindert werde. Denn allein ret, auch was fremde, auffen gelaffen, dergeſtalt durch den Glauben wird er gefchlagen, und uͤber⸗ und alſo daß nunmehr allein Luthers Predigten | wunden; ſonſt behalt er das Feld, und fiegt wider darinnen befunden: fo haben Ihro F. G. auf daß | ung. | . EIEEREN ſolcher Schatz bey und bliebe, und nicht verlpren| Darum laſſet und biefe Poſtill und alle andere oder untergebrückt wide, GOtt zu Lob und Eh: | Schriften Lutheri fleißig lefen und lernen. Denn

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1, und ihren Unterthanen und allen andern » die darinne findet man allein, und ſonſt nirgend, Kunſt begehren zu Nutz und Frommen , wiederum zu | und Weisheit, der Welt und ihrem Furften, dem drucken gnädiglich befohlen; daraus ein jeder, wer | Teufel, feinen Heiligen und Hochgelehrten, zu mis nur will, die Summa und Inhalt des Evangelii | derflehen; das iſt einmalund gewiß wahr. „Denn Teichtlich faſſen und lernen Fann. in allen Schriften aller andern Hochgelehrten, lau “, Darum mögen wir, von wegen folcher groffer | fee menfihliche Vernunft und Weisheit mit unters und reicher Wohlthat, GOTT und Ihro F. G. welche eine Feindſchaft iſt wider GOTT, dadurch von Herzen unterthaͤniglich danken, und ung folche | diereine Lehre verfälfchet, verdunkelt, und unterge⸗ ſchoͤne und herrliche Poſtill treulich laſſen befohlen | drückt wird. Denn Sapientia mundi reimet fich feyn: daß ein jeder GOttes Gnade, melche ung im | mit Chriſto und feinem Evangelio gar nicht. Dar⸗ Evangelio angeboten und verheiffen wird, anneh:| um, foll Die Lehre des Evangelir lauter und vein in me, fein Herz bilde; auf daß, wenn fich | ung und bey ung hafften, und beſtaͤndig bleiben; ſo eine? erfolgung wider ung erheben, und die Predigt müffen wir die Philofophieund Weisheit menſchli⸗

des Evangelüi verboten würde daß wird Doch im | cher Vernunft fahren laffen, und uns davor als vor

Herzen hätten und behielten; ung damit zu ſtaͤrken dem ärgeften Gifft des Glaubens, hüten und bes ‚and troͤſten, daß wird mit frölichen Herzen befen: | wahren,

nen, daß dem Teufel ſeine Kunſt und Liſt dadurch si

—— ze

7

Selobet fey GOTT, der Vater unfers Errn WESU Ehrifti, fpricht St.

7 Paulus Ephef. amı, 3.) deruns gefegnet bat mit gllerley geiftlichen Segen, in bimmli- fehen Gütern durch Ehriftum 2c. Alſo follen wir auch unferm lieben GOTT-und Vater-unferd

. Herrn JESU CHrifti von Herzen danken, der auch und mit geiftlichen Segen vieler fehöner herr licher Predigten gefegnet hat, durch den Geift und Mund feines Ruͤſtzeugs D Martini &urheri, und durch die Hand und Feder M. Viti Dietrichs, und M. Georg Roͤrers, die folche Predigten aus den Munde des Mannes GOttes aufaefaffet haben. Nun aber iſt offenbar und am Tage, daß in der vorigen Haus poſtille viel Predigten mit einge:

; menge find, Die nicht deg feligen Mannes GOttes D. Martin Luthers find; welches daran zu mer⸗

N

Andrea Poachs 2 Bericht an den Chriſtlichen Leſer.

ken daß dieſelben fremden Predigten auf dem Rande kein Verzeichniß haben des Jahrs, und der Zeit, wie bie andern Predigten, welche des Manz-

nes GOttes find. Darnach, daß fie auch in den

gefchriebenen Büchern M. Roͤrers nicht zu finden, wie dienndern, die folche des Jahrs und der Zeit Berzeichniß auf dem Rande haben. Dazu befen- net M. Virus Dietrich felbff in der Vorrede der vorigen Hauspoſtille, daß er viel Predigten, fon- derlich- von den -Feften, welche man in der Witten- bergiſchen Ordnung nicht halt, binzu gefeßt habe. Und in der Vorrede tiber Die dreyseben Predigten

[yon der Paßion, an die Frau Baumgartnerin,

befennet er, daß diefelben dreyzehn Predigten fein find, und nicht D. Martin Luthers; melche drey- eben Predigten auch in die vorige Hauspoftille ge> kr fm. ai

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en We Ar Andtes PeahiDarede 0... =... 8 7, Beil denn viel Chriſten gewünfthe und begehrt |. Sum Dritcen, meil 2. Vitus Dietrich oft zwey haben daß D. Martin Luthers ſeliger Gedaͤcht⸗ oder drey Predigten, Die Doch nicht in einem Jahr niß, Predigten und Schriften allein, und ohne geſchehen find, zuſammen in eine Predigt gebracht fremden Zufaß, . möchten gedruckt werden. und bat, aljd, Daß er untermeilen den Anfang, unter- ...°° geh um der Urſachen willen zum Theil die Tomi |weilen das Ende abgefchnitten, unterweilen auch “zu Jena aufs neu aufgelegt und gedruckt find: fo in Der Mitten auſſen gelaſſen bat, auf daß die Pre⸗ hab ich mich von etlichen frommen Ehriften dazu digt nicht gu lang wurde, und doch fülches unge⸗ vermögen laffen, Die Aauspoftille aufs neue zu reimt iſt: denn der Mann GOttes a f ‚ein ander ůͤberſehen, und mit den gefchriebenen Büchern M. | Jahr andere Gedanken, und die Auslegung anders⸗ ‚Georg oͤrers zu conferiren, babe auch zeitlich wo nach Gelegenheit hin gerichtet bat: - fo habe - von M.GeorgXörern felbft, weil er noch am ke-|ich eine jede Predigt vor fich bleiben laffen, und alle ben, zu folcher Arbeit etliche gefthriebene Buͤcher, zwey oder drey geſetzt mit Anfang, Mittel und im welchen folche Haus⸗ und Kirchenpredigten | Ende, wie fie GOTT zu jeder. Zeit durch fein Ruͤſt - aufgefaffer find, empfangen, und das Merk vorge: zeug gegeben bat. —— a ; nommen, und nun mit GOttes Huͤlfe vol-| Sum vierten, weil in der vorigen Hauspoſtil⸗ fendets ' le die Nuͤrnbergiſche und Brandenburgiſche Kir⸗ Zum erſten, habe ich die fremden Predigten, chenordnung gehalten, und doch dieſelbigen Feſte welche nicht D- Martin Luthers waren, auffen ges | Feine. Predigten D. Deartini Luthers hatten, wie Jaffen, und an deren Statt andere hinein gefeßt, M, Vitus beydes befenner in feiner Yprrede; fo . welche D. Martini Luthers find, und zu einer jes habe ich dieſe jeßige Hauspoftille nach der Wirtene "den Predigt das Verzeichniß geſetzt auf den Rand, | bergifchen Kirchenordnung, wie fie von dem Mann gi welchem Jahr, und an welchem Det fie geſche⸗ GOttes gehalten, gerichtet, auf daß nicht vonnoͤ⸗ hen iſt; alfo, daß in diefer jetzigen Hauspoftille Feiz| then ware, fremde Predigten mit einzuntengen, fie fremde Predigten'zu finden, fondern alle D. |und daß auch unfere Nachkommen fehen möchten, "Mieetini Kutbers find, aus M. Georg Rörers | mad vor Drdnung in ber Kirche mit dem Feſt der ‚gefchriebenen Büchern zugerichtet, trenlich und aufs | Mann GOttes gehalten habe. h Hefte ich gefonnt babe. . “|... Dazu befenne ich mich öffentlich, und bin bereit Zum andern, weil Chriffus fpricht : Dean folle | jedermann Nechenichaft davon zu geben, wer es die übrigen Brocken aufheben, daß nichts umkom⸗ | von mir begehrt , und ziehe mich auf die gefchriebe: me; und aber D. Martinus Lutherus die Haus: nen Bucher M. Georg Boͤrers, welche zu Je⸗ predigten drey Jahr nach einander gehalten, alſo, na vorhanden. Doch fol hiermit niemand gemeh- daß er oft auf das andere und dritte Jahr eben |ret feyn, wen die vorige Hauspoſtille mehr gelie- daſſelbe Evangelium in feinem Haufe geprediget | bet, Diefelbe zu brauchen. Wer aber D. Luthers hat: habe ich dieſelben auch mit hinein gefeßt, auf) Predigten gern allein bar, dem fey hiermit gedie⸗

daß fie nicht umkaͤmen; daß aljo nun ein Evange: |nef. fium oft zwey oder Drep Predigten hate A Ka | Andreas Poady

Prediger.

; en I, | - WVorrede zu der Sorgauifchen Edition Sa ! von Anno 1601. ee

U 3 belihlet der heilige Apoſtel zun Hebraern| vorgefragen haben. Gedenker an eure Kehren, ; (fpricht er,) Die euch das Wort GÖttes gefagt

cap. 13, 7. man folle der Lehrer und Predi⸗ Haben. Mit dem Wort, dag er faget : Bedenter =

ger gedenfen, Die und dad Wort GOttes

> Mirage f "N . \ '

} Vorrede zu der Torgauiſchen Edition. | 25 an eure Lehrer, will er uns erinnern, daß wir zu: | dringend, das die Herzen ruͤhret / und dem Leſer ein * 1 09 ben Mm von Herzen danken | Nachdenken mache. i sollen,‘ welcher feine unausfprechliche Güte und] Er hat bie göttliche Lehre Durch Erleuchtung Barmherzigkeit auch bierinnen herrlich fcheinen | des Heiligen Geiſtes recht und ‚gewiß verſtanden. und leuchten läßt, di er zu allen Zeiten feiner lie] Solchen Verſtand hat er mit den allerfibönften ben Kirche beilfame, eue Behrer erwecket und gibt, und verfländlichften Worten dargegeben, fo rund und diefelbigen mit den Gaben des. eiftes | und Flap, daß einer im Lefen und Nachdenken fich zieret und ausruͤſtet dag fig mit groffem Nugen | nicht genug Darüber verwundern kann. Seine fein heiliges goͤttliches Wort mundlich und fehrift- | Schriften find nicht verwickelt, finfter und unver- lich ausbreiten, und mit Lehren und Predigen, mit nehmlich, wie dunkele Eprüche und Nagel, da Unterrichten , mit Beten , mit Tröffen, mit Ber: | man es errafhen muß: fondern ſo hell und licht, mahnen und Warren, vielen Menfchen dienen; auch | daß einem Das Licht-ind Herz hinein fcheiner, wenn deren Geligfeit befördern koͤnnen 8 man den Gachen in der Zuccht GOttes nachdenft. Denn GOttes Wort und Thaten foll man ruͤh⸗ Daher es auch Fömme, daß der, fo D. Lutheri . men. Nun hat der gnadige und barmherzige HErr | Schriften mie Ernſt und Fleiß lieſet, und auf das, yon Anfang, Durch ſeine groſſe Macht, viel herrli- | fo er handelt, eigentlich achtung gibt, nicht vermag ches Dinges durch feine freue Diener in der Chris | zu eilen, fondern wird gleich mit Gewalt, den Din: ſtenheit verrichtet, und thut noch Durch Diefelden | gen mit Luft nachzudenken, aufgehalten, groſſe Wunder. Derhalben will und gebühren,| Es iſt aber zu beflagen, Daß jeßiger Zeit ſo we⸗ daß wir GOttes allmachtige Wunder, in feinen hei⸗ | nig gefunden werden, die Luſt und Belieben zu den ligen und treuen Dienern, die er durch fie, als feine] nüßlichen Schriften Lutheri Seh und fich mit

ausertwehlten Drgana, wirker, mit bankbarem | Fleiß darinnen umſehen. Deenifte Theil ver- muͤth und Herzen erkennen, ruͤhmen und prei= | achtet Diefelbigen : und gehet alſo mit Dem Lieben. VE SMILE ar He BR AR Luthero feligen , je mehr Jahre nach feinem feligen iR Nachmals ſollen wir auch alſo der Lehrer der Abſchiede verlaufen, je weniger ſeiner treuen Arbeit Chriſtlichen Kirche gedenken/ daß wir ung ihre und Fleiſſes auch bey denen, die ſich der. Lutheri⸗ nüßlihe Schriften treulich laſſen befohlen feyn, | fehen Lehre vielund hoch, (aber nicht allemit Wahr: derfelben mit berzlicher Dankſagung gegen GOtt heit) rahmen, geachtet wird; fo wir doch eines ſol⸗ ebrauchen, fleißig leſen, hoch, thener und werth chen theuren Werkjeuges GOttes, und zuvoͤrderſt achten und halten; ſintemal fie ung diefelben , als | der Gnaden / die uns der Allmächtige Dadurch erzei⸗ ein Aares Zeugniß ihres Glaubens und Bekennt⸗ ger hat, nimmermehr in Ewigkeit vergeflen, ſondern niß darum hinterlaſſen wollen, auf daß wir, in den] in friſchem Gedaͤchtniß behalten, und ohne Unterlaß göttlichen Behve recht unterweifet, derielben folgen | GEOtt Dafür Lob und Dank ſagen ſollten. lerneten und zu jeder Zeig feiite Anleitung baden | " Das ff die ſchreckliche Undankbarkeit, davon ber möchten, was vermöge der einigen Richefehnur | heilige Mann in feinen Schriften geflaget und ges göttliches Worts in vorfallenden Religionsfkreit, weiſſaget bat, daß ſie nach feinem Abſchiede in gan⸗ zu vermerfen, oder zu behalten. hu zem Deutfchlande fich ereignen murde; fie nun⸗ Sonderlich aber dienen hierzu die geiffveichen | mehr, Teider, ſolches vor unfern Augen und Ohren Schriften des Mannes GOttes D. Martini Aus kund und offenbar gnugſam ift. Doch bat und et⸗ theri, welche wir auch ohne Unterlaß neben der hei⸗ halt GOTT allezeit etliche, die feine Gnade und ligen Bibel fleißig Iefen, und zu unferer Befferung | Wohlthaten erfennen, und alſo auch Diefe, ſo er und feligen Troſt gebrauchen ſollen. durch das Minifkerium, Mund und Feder: feines Denn einmal iſt diefes gewiß, und müffens alle auserwählten Ruͤſtzeugs, D- Luthers, feiner lieben fromme Chriſten befennen, fo inden Schriften des | Kirche. erzeiget bat: und find_eben diejenigen, ſo Mannes GOttes, D. Martini Autberi, gerne] durch GSttes Gnade mit groffem Ernft und Eifer und fleißig lefen,, daß in denfelben ein fonderlicher, gottſeliger Geift, Kraft und Nachdruck geſpuͤret wird; alio, daß wer darinnen fleißig lieſet gleich heimlicher Weife entzunder wird. Denn alles, wasder Mann fürgibt, das leber und ift ſchaͤftig iſt ee todt, kalt Ding; fondern durch⸗ | Autberi Schriften 13, Theil.

7

zum höchften bemuͤhet, und feinen Fleiß noch Mu⸗ he gefparet, dieſelben unverfaͤlſcht guf die Poſteri⸗ tar und Nachkommen zudringen. Pr:

. Smmaffen denn die wahre Gotefeligfeit, und

1

*

über den Schriften D. Luthers gehalten, auch ſich

Chriftfiche, treuherzige Sorgfaͤltigkeit des Durch⸗ d lauch⸗

ee ———

26 Vorrede zu der Torgauiſchen Edition. lauchtigften, Hochgebornen Fuͤrſten und eren, |daß man ſich indie Ordnung fein zu ſchicken wüßte, Seren Friedr ich Wilhelm, Herzogenzu Sachfen, | und eigentlich ſehen und verſtehen Fönnte, wovon -— - Vormunden, und der Chur Sachſen Adminiſtra- an einem jeden Dre gerebet und "gehandelt torn ic. ewiges Ruhms und Gedaͤchtniß windigaft. |murde. 070

Sintemal S. F. G. nichts höher und mehr ihran-| Hierzu hat der ruhmwuͤrdige Fleiß ©. 3. G gelegen ſeyn laſſen, denn daß die reine Lutheriſche Hochlöblichen , Fuͤrſtlichen, gottſeligen Elterm Rehre, dazu fich die hochloͤblichen Vorfahren, Herr Chriſtmildeſter Gedachtniß, Urfach und Anleitung Großvater und Vater, Chriffmildeiter Gedächtniß, | gegeben, fintemal im obgedachten Jeniſchen Exem⸗ öffentlich befennet,. und ftandhaftig dabey bis an | plar, Daraus dieſe Poftill nachgedruckt worden, gar ihr feligeg Ende verharret, als eine theure Beyla⸗ viel mit J 5. ©. eigenen Handen notiret, auf dem ge erhalten, und. auf die Nachkommen unverruͤckt Rande verzeichnet und angefihrieben zu befine gebracht werden möchte. Aber davon dieſes Drts | den. ee 4 viel Wort zu machen, iſt nicht unſers Vorhabens: Nachdem aber der Spruch des HErrn Chriſti will fich auch nicht wohl bequemen. Der barm⸗ | Matth. 20,16. bey der Parabel, fo aufden Sonn: herzige GDtt gebe ung allen feine Gnade, daß wir |tag Septuageſima erflärer wird: Viel findberuf erfennen, was wir haben, und ihm von Herzen das | fen, aber wenig find auserwählet , gar herrlich für danken. ie: | und fehön in der alten Wittenbergifchen Hauspoſtill

Dieweil dem die herrlichen fehönen Predigten, Lutheri ausgeleget, und in der kurzen ſchoͤnen Aus⸗

legung der Lehre von der Gnadenwahl und emiger

fo Lutherus, feliger Gedachtniß , theils zu Haufe, theils in öffentlicher Berfammlung, auf die Sonn: | Vorfehung GOttes, ganz tröftlich gebandele wird, - tage und hohen Fefte aehalten, neben den andern als iſt diefelbe Erklaͤrung jeßtgemeldten Spruchs feinen nüglichen Schriften billig hoch zu achten: des HErrn Chriſti, von Wort zu Wort in diefe Po» als hat hochgedachter Fürft und Herr diefe Haus: | fill, ohne Zufas und Abbruch gefegt und gebracht poſtill aus dem Senifchen Eremplar, Anno 1562. zu worden. Und ware zu wuͤnſchen dag ein jeder Chriſt, ſonderlich die Pfarrherren, Diefe ſchoͤne Aus⸗

Jena gedruckt, und von S. F. G. Herrn Vater und | Frau Mutter; Hochlöblicher Gedächeniß, ſehr fleifz | legung von Wort zu Wort auswendig lerneten, und _ ſich darnach in vorgefallenen Streit von dieſem Ar⸗

fig durchleſen, umſetzen, und in der Fürfklichen |f Druckerey zu Torgan nachdrucken, und ganz zier⸗ | tikel, allegeit richteten. EN, Tich mit gutem Pappier und fchönen Schriften 2c.| Der getrene barmherzige GOTT und Vater verfertigen laffen; daß gewißlich jedermann, dem wolle ung allefamt bey der Klarheit und Wahrheit diefe Hauspoſtill zu fehen und zu leſen vorkommt, | feines göttlichen allein feligmachenden Worts zu Nachfrage und Verlangen darnach, heben mird. |diefen legten gefahrlichen Zeiten erhalten, die grau⸗ Und iſt eben diefe Poftill aus gnaͤdigſtem Befehl|fame Tyranney des Tuͤrken ſteuren und wehren, S. F G. auch ing Latein vertiret worden, zu dem | feiner lieben Kirche Halcyonis geben und verleihen, Ende, damit fie von Auswärtigen, und der Deut: bis wir nach dieſem elenden, mübfeligen Leben, zu ſchen Sprache Unerfahrnen, mit Nutzen gelefen und | ihm in das ewige Frieden: und Treudenleben vers verffanden merden möchte. _ feßt und gebracht werden, durch Ehriftum JEſum, "Und auf daß dem Chriftlichen Lefer noch mehr | unfern Immanuelem, welcher famt dem Vater in gedienet würde, fo find auf dem Rande mit menig | Einigkeit des Heiligen Geiftes Tebet und vegieyet, . Worten die merflichften Puncte bey einer jeden Pres| wahrer GOtt immer und ewiglich, Amen, : digt mie kleinerm Druck vergeichner worden, auf '

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Innhalt Eur bet fümtlichen Schriften@utpei, * doppelte Hauspofil ‚oder Grlläcuna der Evangelien auf alle

Mi 3 Sonn / Hohe Feſt⸗ und Apoſteltage enthält.

Si . RE ei Predigten aufalle Sonn: und hohe Sefttage,

; X erften Sonntage des Adpents. Dritte Predigt: Der Engel bey der Geburt JEſu ger Diesiie Predigt: haltene Meiſterpredigtt ppag.17 & 1) von Chrifto er Bi 909.2 | 2) Meiftergefang 1 "178 _

2)von der Aden Kong Bercheung des | Vierte Predigt: ; © Evangelüi _ a 4] n)vonder Predigt der Engel,fofieden Sir

Die andere Predigt: * tengebalten

1) eine SB Verlegung der falfpen Sevanken; ſo die Juͤ⸗ 2vom Verhalten der Juͤden gegen den neugeor den von Chriſto, den wahren Könige, gehabt 12] nen König “) vonder Macht, Amt und Were, fo Chriſtus als de 3) von dem Exempel Maria und der Hirten

wahre Konig bat und über Zwey andere Predigten am . Chrifttage. je dritte Predigt: eine Vermahnung umd ae Erſte eh: Predis » x iſt 3 n bunt 24] x vonder Öefchichte der Geburt Ehrifti 204 H befonde 4 .2)vonder Engel Predigt 2Ir a.die B ormaßhung Chriſtum anpunefmen 25 Andere Predigt: & ; b.die Warnung, an Ehriftofich nicht zu argern 30] 1) von der Predigt der Engel a8 er en des Advents. 1. 2)vondem Lobgeſang der Engel 223 ° erfte Predigt: 1) eine Warnung 34 2 Be 2) ein Troft und Vermahnung 4 a u Baden H Chriſttage ie zweyte Predigt: F ‚eine Weiflagung von den ngeichen des Juͤngſten Ta⸗ ehe und Joſephs m En es ems 44 | Andere Predigt: Eine Weiſſagung Simeonis. öi dritte Dredigt: gundzeft 409bon der Geſtat deſſen ſo dieſe Weiſſagung thut 252 * —— Ah —— sg| ron dieſer Weiſſagung überhaupt und befonders 254 =) eine Rarnung und Bermahnung 33von der Geſchichte, ſo der Weiſſagung angehängt272 Am dritten Sonntage des Advents. Am Freuen Jahrstage. Die erſte Predigt: Erſte Predigt: Von der Beſchneidung

2) von der Geſandtſchaft Sohannisan Chriftum 70] 1 Überhaupt 278 _ 2) vonder Predigt, fo Chriftus daraufgehalten 72] 2) vonder Beſchneidung der Juͤden befonders 276

Die andere Predigt: Eine gobenge Ehriftus Sodann 3) von der Beſchneidung Ehrifti beſonders

dem Taͤufer haͤlt Andere Predigt: Von dem Namen JEſu 292 Am vierten Sonntag des Advents. Am Tage der Heil, drey Koͤnige. Erſte Predigt: Ein Zeugniß und Predigt Johannis des Erſte Predigt: INS Taͤufers von Chriſto 98] z)vonder Sefhichte des Evangelii - _ 308 Zweyte Predigt: Das Zeugniß Sohannis von füch und 2von der Weilfagung Michaͤ 322 von Chrifte. rro | Die andere Predigt: Dritte Predigt: Bon dem Amt und Predigt Soban- 1) von dem Bekuf der Heyden es Be It 124| 2)von der Taufe Chrifti Am Beiligen Chriſttage. don der Offenbarung GOttes ben der Taufe Ehrifi Ciße Predigt: Von der Geburt Chrifti.:

wozu das Feſt der Geburt Chriſti geordnet 136 Am erften Sonntagenach Sl > 2) von der Hiftorieder Geburt Chriſti 1361 Eine Prediat: 3) 90m rechten Gebrauch, Frucht u. Nutz derfelketitäs 1) von der Offenbarung Chriſti ‚35 54 Predigt: Von der predigt des Engels vonder] 2)vom Gehorſam Chrifti und den Waten feiner J

Frende über die Geburt Chriſti 146 gend * 2m

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| Eine Predigt

7

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2 ie dem Sunderwer Corp ar der Soc ie

2) eine Sehte von dem Eheſtand

Am dritten Sonntag ih Epipbanii, : |

Erſte Predigt: Von anoenen Wunderwerken n uͤberhaupt 2) beſonders von dem Wunderwerk am Auſſͤtzigen b. an des Hauptmanns Knecht

Andere Predigt: 1) vom Glauben des Hauptmanns zuCapernaum 94 29von der Reinigung des Auſſaͤtzigen

Anm vierten Sonntage nach Epiphania. Eine Predigt: 1) vom rent; und Leiden

‘2)vom Glauben ‚3)vom Schlaf Ehrifti 4) von den

iv

Am fünften Sonntage nach E Spiphaniaͤ.

Erſte Predigt:

)von den verſchiedenen Meynungen, fo einige über 1Jein Ueche sit Ehriſti aͤber die Jaden 32

diß Evangelium haben

- 2) von der wahren Auslegung diefes Evangelii 433 h

's)eine Abhandlung zweyer Fragen

- ZiventePredigt:Ein Gleichniß von Ber&efkalt derKicche. ... s)überhaupt von demfelben :

2) befonders von demfelben = m Sonntage Septungefimh. Eine Predigt:

von Wichheit und Ungleichheit derChriſten4104

eine Widerlegung der falſchen Ausle ESpruchs: Biel find heruffen ꝛc. Am Sonntage Sexageſimaͤ⸗ Eine Predigt: von den niereclen Söhilern des Worte 2) von der Frucht des Worte GOttes

Am Tage der Reinigung Maria.

Erſte Predigt:

3) vorm Geſetz der Reinigung und Opfferung der Erſt⸗ geburt, und wie fich Chriftus und Maria denfel-

ben unterworfen

49 2) wozu die Unterwerfung Chriſti und Maris diefen

Geſehen uns dienen folle Andere Predigt:

#) un = Offenbarung Chriſti, dem Shin gefche:

s;uberh 2) 6efondene

: Am gndeen Sonntagmäch Kepipbanti..

| Am Reminifcere % 1% ‚einen Vom Kampfund Weibleins wider und über ihre Anfechtungen 9354 { | 2m Sonntage Oculi. Be ine Wrebig Ben Kuswweißiiig des Teifolg 266 1.2) von den mancherley Schülern, —2 ei

380 ‚bung des Teufelszugegengewefen 578 ag Am Sonntage Laͤtare. Erſte Predigt: 2) vonder wunderbaren Abſpeiſung 5000. Mann 594 2)von Sammlung der uͤbrigen Brocden 60x 398 Andere Predigt: Ein Wunderwerf Cheat age a, vondem? gundermerf anfich 604 us 2)von zwey Nebenftücken bey diefem Wundernat 417

60 222 Am Sonntage Judica. Si. ER 428. Erſte Prediger rin: a) von der Verachtung des göttlichen Works * 2) von der Liebe und Haltung des goͤttl Worts 626 Andere Predigt: u

2Jein Bekenntniß Chriſti von ſeiner Gottheit Br ; um Palmfonntage, 444. ‚Eine Predigt: . - a)vom Einzug des KRöniges Chriftii in Jeruſalem En 2) von der Bejchaffenheit dieſes Kongs no IB Königreichs et 642%

Am Tage des Abendmabls Eheifii gung des Dip erſte Predigt: Bon dem hochwürdigenSacrament.

452

. 4173| a)wieund warum Chriften daſſelbe fuͤr einen groſſen Schatz halten ſollen 648

2) wieder Pabſt an demſelben fi ch verſuͤndiget 650

ae 3) welches die Hrfachen, warum Ehriſtus daſſelbe ein-

geſetzt 653

4) der groſſen uUndankborkeit der enwen gegen daſſelbe 661

5) was von denen zu halten, welche daſſelde von einer Zeit zur andern es IR 663

2 | Die andere Predigt:

1) yon dem würdigen und unwuͤrdigen Genuß des‘ 9. Hbendmabls . 64

2) von ben Sindertiffen des H Abendmahls 670

"Am Grünen Donnerftag,

494

504 Predigt Simeons 509 Die erſte Predigt: Bon dem Fußtoafchen Cheift, Am Sonntage Eſto mihi. die Vorrede Johannis bey Erzehlung dieſes g Eine Prediet: waſchens ki ° 2) von Chrifti Werffagung von feinem Leiden 524] _ 2) das Zußwafihen Chriſti ſelbſt * 2)vom Gebet bes blinden Bettlers 335 | Die andere Dr Am Sonntage Invocavit. Nvon dem des Ofterlamms ee: Bi der. dreyfachen Verſuchung Bun / 2) vondem 9, Abendmahl 696

Am Charfrey tage.

3 Die erſte Vom Leiden Chriſti zu

632 ai b) von feinem Wort 634 .

1}

VRR

2) von Judaͤ ——— *

| a)befonders 9.965 em | von der Propfezeyung de: 2 Sibering 2 9 gt ee, i Siebente Predigt:

ide : 1) von Ehrifti Anklage vor Pildto ame n De au Di Papa Mr des 2von Pilati Bemühung, Chriftum (oszufaffen Be

* | ix Eh en Warnung an Pilatum RN a) vonden ahionspredigten der api En 30 e predigt; i far 2) us He des Dufers fr En 2) vonden Zeugniffen von Cheifti Unſchuld 992 1 N r nz; | 2)vom Bekenntniß Chriſti vor Pilato 996 ge Er vu a een RB 954 | ,,3) vonder Geringſchaͤtzung des Bluts Chriſti 1008 au ae poſtel ber ap 7:7 | Neunte Predigt: b) befonders des Abe ‚ı)von Simon, dem Creuztraͤger Chriſti 1006 Dal 2)von Chriſti Predigt, den —— Töchtern Jeru⸗ SünfPaßionspredigten. falems gehalten - EEE 0 Sie ne Diebiger- Bon Chriſti Leiden Zehente Predigt: BE 0 De 2) beſonders 2 von der Urſach deſſelben 76 | Cilfte Wredigt, fiebe p.

b) von dem Todeskampf im Garten 78 Die andere Predig Be 1) von Chriſti Berhit u. Anklage imSausCaiphä 2 9 2) von Ehrifi Berjpottung 809 Dievritte Predigt: _

Zwoͤlfte Predigt: Eine ohandtung dreyer Stüdfe:- 1) Chriſti Sefehl an Johannem u ſeine Mutter 1042 2 wie Chrifto die Seiten geöffnet worden 1047

. A) vom Math der Hohenprieſter und Judaͤ Ende. 812 i " 1053 2) was ſich im Haufe Pilati mit Seh ‚jugetragen. Dreyʒehente a)ber Anſchlag und Anklage ber Juden, und Pilati| ,, von den Wirkungen des Todes Chani 202 _ Verhalten dabey * * 317 2von dem Grabe Chriſti 1074 ap das Geſpraͤch Pilati mit JEſu 820} ‚Am Öfterabend. Die vierte Predigt: Bon den Worten Chriſti am Creuz Sine EEE: ‚von Chrifti Hoͤllenfahrt 1078 . HJüberhaupt . "8oll.a.. von der Auferftehung Chriſti * Nbeſonders a) dem erften Wort -839 en heiligen Öftertag. bddem andern Bott 9854 1 Dieerfte Predigt: Von der Auferſtehung Eorifi. Die fünfte Dredige: n von der. Hiſtorie derfelben - a) vonder doppelten Bitte ber süßen an Pilatum 860 | _ 2) von der Frucht und dem Gebrauch derſelben 103 2), Chriſti Leden @) —— 65 | Die andere Predigt: bibefondet8 _. .. 8691 .1) or Dredigtbon der. Frucht der Saferfte: Paßion oder Hiſtoria vom Leiden und] „at von der Frucht feiner Aufe . Sterben fu Chriſti, unfers Heilandes. Bin —— n dee Frucht ſe ars

Die dritte Predigt: Bon der Auferſtehung —— Nuͤberhaupt beſonders a) vonder Geſchichte derſelben 1 | b) von deren Kraft, Feucht undRußTI 38

Eifi Predigt: ı) von Chriſti Todesfampf 886 12) vom Gebet Chrifki am Delberg 897

Andere Predigt:

23 v0n bes Zudaͤ Untreue 904

| zwey Wunderwerken bey Chriſti Gefangen:

nehmung Am nase - N s | Eine Predigt: Bon der Predigt, fo Chriftus enen na an —— Bon Chritiweſteaſung, Eimapus gehenden en Behalten * 1146 Eh ae gelheben Am x Oſterdienſtage. a gesehen i Eine Predigt: von einer Erſcheinung Chriſti 1166

Vierte Predigt: .Bom Proceg der Juͤden mit Chrifto vor dem Hohenprieſter Caipha ean 936 9391

2) von Chrifti Predigt dabey 1171 Am erſten Sonntage nach Oſtern.

uͤnfte Predigt: Won Petri a. e Predigt: 1; vun dem Predigtanıt 1182 4 Nat Be : : fe Derbi 2; vom Bind⸗ und PoRefchläff el 1187 2 Duff e underlangte Gnade x a Die andere Predigt:

Seöfte Predigt 1) von einer doppolten. Offenbarung Chriſti 17204

Doom Anklage 9601 2) von Sendung der Sänger Chriſti 1206

d 3 Non

) wie Blut und Waſſer aus SP Seiten rinnet

3)von dem Unglauben Thoma Am andern Sonntage Me teen.

" Einepredigt: Von Chriſti Predigt von feinen Schäflein. Ei

. von demjenigen, der dieſe Predigehält Bett) - 2)Vonder Predigt ſelb

Die erſte Predigt: Meine Trofiprebige@peifkt Hartz] 2) eine Abhandlung vom Erenz undLeiden 1234

Die andere Predigt: Eine Troſtpredigt Chriſti anfeine|

2. Singen 1244 m vierten Sonntage nach Oſtern.

| Die erfte Predigt: Eine Troftpredigt Chrifti

1260

“u )von der Frucht des Todes Ehrifti 1263

2) vom Amt und Werfen des zal Geiſtes Die andere Predigt:

1) eine Troſtpredigt Chriſti 1 1278

gjein Unterricht vom Predigtamt des H Geiſtes 1282

Am fuͤnften Sonntage nach Oſtern.

Die erſte Predigt: Deine Ermahnung Chriſti zum Gebet 1290 2)ein Unterricht Chriſti vom Gebet 1294

Am Tage der Himmelfahrt Cheifti. _ Die erfte Predigt: Don Chriſti Himmelfahrt 1) uͤberhaupt a)bejonders a)vonder Hi ſtorie derſelben b) von deren Frucht und Ruß c)vom demdabey ausgetheilten

1306

# Spr2oo tee

218 Ni N Am Deitten Sonntagena Ofen. er ® Die andere Predigt: Eine Predigt Chriftivon? der. in i

e —— Ba

Fan der il Deepfa Dierrfte Predigt: - 32 Heine Difputationvon ber Wiedergeburt 1484 2) eine Predigt von der ehernen Schlange

1489

dergeburt Die Ra Predigt: Vom Artikel von der, Dale tigkeit 508 Die vierte Predigt: Yon der Predigt Ehrifki, fo er "dem Nicodemo gehalten, überhaupt und befonders- 1530 Am 1. Sonntsgenach der H. Dreyfaltigkeit- Die erfte Predigt: Vom Erempel Lazari uud. des eiaeM . Manns ı) überhaupt. 15352 a befonbere a)desfazari 15 ; 3 .. »b)degreichen Mannesız Die andere Predigt: Vom es von dem seien Mann und atmen Lazato:

ı)überhaupe 1568 2) befonders 2) in Anfehung ihres Lebens 1376 b)in Anfehung ihres Todes ‚1580

3) von der Bitte des reichen Mannes in feiner Vers dammnig an Abraham 1586 - Am 2. Sonntage nach der . Dreyfaltigkeit. Eine Predigt: Von dem Gleichniß vom groffen mahluberhaupt und beſonders 596 Am 3. Sonntage nach der H Dreyfaltigkeit.

319.1 Die erfte Predigt: Ein Urtheil von den Sundern,

Die andere Predigt: Bonder Himmelfahrt Shrifti. 1) von dem Feft der Himmelfahrt | 1322 2) vonder Diftorie, Kraft und Nutzen derfelben ı 328 Die dritte Predigt: ‚a)von Chrifi Defehl, das Evangelium zu predigen

..1344 2)von Chriſti Ptedigt atom Sflauben . 1352 b)vom Unglauben 1362

Am Sonntage nach der Himmelfahrt ori Eine Predigt: . ı)vondem Heiligen Geift 2) vom Creuʒ und Verfolgung der Chriſten Am heiligen Pfingſttage. Die erfte Predigt: Von einer, —— wall an feine Juͤnger 386 Die andere Predigt: 1) vom Dfingftfeft des A. und N. Teſtaments 2) von dem Heiligen Geiſt Die . Predigt: Von den Pfingſtpredigten der Abe

fie Die Von der Predigt Petri an die m pPfingſtmontage.

1378

Di⸗ erſte Eine Predigt Chriſti von der groͤſſe⸗ er] ſten Gabe und Geſchenk, jo Gott N seen,

überhaupt und befonders Die andere Predigt: Eine von er Liebe Cr

1368

116

1,der Phariſaͤer und Schriftgelehrten. „1612

2) des Herrn Ehrifti 1615

Die andere Predigt: Eine Troſtpredigt Chrifti 1624 Am 4: Sonntage nach der. Dreyfaltigkeit: .. Dieerfte Predigt: Ein Befehl Chrifti, Sarmberzigfeit

auszuüben 1636

Die Predigt: Eine Ermahnung su guten

16 52

Die dritte Predigt: Eine Predigt Chriſti von

Werken 664

Ams5.Sonntage nach der a Deepfaltigkeise

Die erſte Predigt: Nvon dem Wort GOttes 1680

2) ein doppelter Troſt u. Lehre 1684

Die andere Predigt: Bon einem doppelten Troft,

698

haupt und befi onders Diedritte Predigt: ı ein leiblicher Troft und Lehre 1714 - »Jeingeiftlicher Troft und Lehre 1718

Die u Predigt; Eine Abhandlung vom Wort SO:

1724 Am * Sonntage nach der 5 Dreyfaltigkeit Die erſte Predigt:

tigkeit 1738 2) von der Auslegung des fünften Gebtt 1742 . Die andere Predigt: Ein Hntereihe von un Liebe und Gerechtigkeit Sie ,

2

1) ein Unterricht von der wahren und falſchen Gereh! ER

ee _ Innbalt, N ae: ir 5 Ami7 Sonntage nachder 9%. Dreyfaltigkeit.

a beemah en 66 Die fe Nredigt: rn ein Chriſt nach dem fünften u Dem Sabbath und Gottesdienſt 2006 —— —— on der Demuth und Hoffart 4,2012 7.Sonntage * der . Dreyfalu Ben? De andere Predigt :ı) vom Sabbatp 2016

J = 2)von DENE —— onntagenachder 173 it. Die erſte N ee doppelte Srage ——

ne Predigt: Von einem beeernoen ſo Arie Et een, foihinfolgen, austheilet mg. Sonntagenach der 3. Dreyfaltigkeit.”

Die erſte Predigt: Nder Juͤden an Chriſtum | 2028 Sr) eine Warnung vor falſchen Propheten Y 1794| _ 2) Ehriffian die Juͤden 2 1,2032 X ng an ſo Eine Sbarnung Sale ; 2 * die andere Predi je Warnung Chriſti vor den | hen 1814 2 von @brih, Frage an die Süden

Diedritte Predigt: Eine gedoppelte Antwort Chriſti er ne gedonpelte Frage Am 19. Sonntage nach der 5 Dreyfaltigteir.

"Sonntage nach der H. Dreyfaltigkeit, * ee 59 Zwey Predigten wider den Geiz und

Mam

*— Eine Predigt:

ER J 8 * D er nn ie; Predigt von Vergebung der - er 20

72 © 2) eine Abhandlung einiger Stücke des Evangelii 2086 Am 20.Sonntagenachder #5. Dreyfaltigfeit. Die erſte Predigt 2 Von der Lehre vom ———— unter

Si ‚andere Predigt: von zwo Leh ren 2 .) eine Bauern der der

Am en chder 9. DreyfaltigE der Abbildungeiner Hochzeit. 2099 Io onntage nach der rey tig eit. F- 2

‚Die ae eedigt :Ein Erempeldes grenlichen urtheils und Die Br nn De der Fan überdie Betz

Zorns leegubech aupt und beſonders 1850 achtung und Verfolgung des Evangelii ‚2100

Dich andere Predigt: Be Die ir Re a s Terra und Evan

vomgroffen Zorn GHDttes über Zerufalem 1864 |: A so unter bein Gleichniß einer Docgeil , 2112

# m 21. Sonntage nachder H Dreyfaltigkeit. ‚Bm BED HANDa DES ZEDERS IR Erſte Predigt: 1) voneinem Wunderwerk Ehrifii _ 2128

11. Sonntage nach der %.Dreyfaltigkeit.

D% uff efiredigt: Bon der Hofart und Demuth 1876 o⸗von einem Erempeldes Glaubens 2132

Andere Bredigt Von dem Wunderwerk Chriſti an des *

Die a nn Von Chyriſti urtheil über den Par) . nigifchen- Sohn 2142 > far und Böllner = zan den Amız, Sonntagenach der 5. Dr eyfalti gkeit, 6 | Dritte De eo Sean Sagen an *

Eine Predigt Von einem Wunderwerk Chriſti. Am 22. Sonntage nach der. Dre epfaltigkeie

wozudig. Wunderwert dienen foll 1898. Die erfie Predigt: Bon Chriſti Gebot von Vergebung ber vonder heimlichen Deutungbeffelben * d veik le Behnänge bey deimielben. - ei en, en ſoll ——

Am 13 Sonntage nach der 9. Drepfaltigkeit.. Die andere Predigt: 1) von dem weltl. Regiment 2178 Die erſtẽ Predigt: von dem geiſtl Regiment 2183 yon Ehrifti Urtheil vom Evangelio Am 23. Sonntage nachder H.Dre yfaltigk eit.

vonden Srüchten des Evangelii,in dem Gleichnigsom Die erſte Predigt: Bon dem geiftl. und elf. Kegiment

= Samariter abgebildet 1913 überhaupt und befonders 2200 Die andere Prediat : Die andere Predigt: & 2) von der Undankbarkeit gegen GOttes Shen 1930 |, eine Beantwortung einer Srage 2216 von dem Geſetz on 2) eine ehr vom; Berhalten gegen die Dörigfeit Er vom barınherziaen Samariter EOtt

Die dritte Predigt: MBeantwortung einer Frage 2234 DRG Abhandlung von der etlichen Dbrigfeit 2243 m 24. Sonntagenachder A. Dreyfaltigkeit. - Die erfte Vredigt; Bon Chriſti Wunderwerk IM Auferwe⸗ ckung des J Jairi Töchterieins. 12252 Die andere Bred.: Bon einem doppelten Wunderwert 2264 Am 25. Sonntage nach der H. Dreyfaltigkeit. Die erſte Predigt :. Bon einer doppelten Warnung Chriſti, überhaupt und insbefondere - 2278 Die andere Predigt: Eine ‚doppelte Weiflagung vonder Verwuͤſtung Teruf. und des Jud PVolks 2292

1945 Am 14: Sonntage nach der . Deeyfaltigkeit. Eine Predigt: an dem Glauben 1944 von der Dank: und Undankbarkeit 1948 Am 15. Sonntage nach der 9. Dreyfaltigkeit. Die erfte Predigt: 2) eine Predigt Chriffi wider den@eiz u.Maronsdienffrgsg- 2) eine Abhandlung vom wahren Gottesdienſt 1960 Die andere Predigt: Eine Predigt Chriffi wider den Geiz und Bauchlorge 1970 Am 16. Sonntagenachder . Dreyfalsigkeit, Die erſte Predigt :

von ie 3 vn nglingd u Rain : 2) vom ungluͤck, ſo am Ende der Welt ſeyn wird 2297

i ea d : 96 Am 27. Sonntage nach der H Dreyfaltigkeit. —— a Eine Pred, Von —— Bahnen een

4

Von dem Siege Chrifti

. Die andere Predigt: Eine Beſchreibung Chriſti. . Die dritte Predigt: Won dem Namen Wunderbar 2416

Die dritte Predigt:

Am Tage St. Andrei.

a von der Gottſeligkeit des Heil. Andrea er 2342 2) von dem Predigtamt 2346 AmTageSte. Thooms.

‚Bon Thomaͤ Unglauben und Bekenntuiß 2658

Eine Predigt am geil. Chriſttage.

An Weihnechren oder 9. Chriftfef, De er Brit Von Jeſaiaͤ Predigt von der 2406

Die vierfe Bredigt: Bon den NRamen Rath, Rraft 2428 Die fünfte Predigt: Von den Namen geld, Ewig Pater, Friedefuͤrſt 2444

Am Tage St. Stephani.

von St. Stephant Anıt und Reben 2460 von St. Stephani Berfolgungen 2467 3 von dem ode des H. Stephani 2472

Am Tage der unfchuldigen Rindlein. Die erſte Predigt: Vom Kindermord Herodis 2480

er andere Predigt:Bon der StuchteheifiiinEoypfen 2492 Eine Predigt am Tage Epiphanig. Eon der Offenbarung Ehrifti,fo den Heilen geichehen 250 Am Tage St. Dauli Bekehrung Don der fegende von Pauli Wuth und Bekehrung, über: a und befonders 2520 Am Tage der Reinigung Mariaͤ. —— fo viel Worte davon machet 2534 von der Predigt Simeonis 2539 Am Tage St. Matthiaͤ.

Von einem Troſt, welchen Chriſtus den Geinen gibt 2548 |

m Tage Mariaͤ per Fündigung. Die erſte Predigt: Wonder Empfaͤngniß Chriſti "2562 Die andere Beige Von der Menſchwerduns Chriſti 2576

1) von der Perfon der Jungfrau Marie 2584 3) von des Engels Predigt, ſo er Maria halt 2590 3) vom ae der Jungfrau Maria. 26009

Tage Philippi und Jacobi. sur Predigt, ar Chriſtus die Geinen troͤſtet, und vom Reg zum Vater unterrichtet 2604 Am Tage der S. Dreyfaltigkeit. . Don der Heiligen Drenfaltigkeit _ 2624

Am Sefte Johannis des Taufers. Erſte Br, 3 won der Seeude über Johannis Geburt 2642 von dem Robgefang Zacharia ‚2648 Die andere Predigt: 1) von der Geburt Chrifti 2664 2) von der Bredigt Kohannis- 2665

Am Sefte der Enchauptung Johannis des Tänfers.

Er Lredigt Bon dem Tode Johannis des Taufers 2670

PIE, een: Über-die ‚und Ap er * en

Andere Predigt: Dom Cop Iohannie? des Ziufes p. 2600 "Am Tage St, Petri und Pauli. I

N \ 2706 . vondem Glauben 3) von der Chriſtlichen Kirche. —_ 2709:

Am Tage der Zeimfuchung Maria.

o Die erſte Predigt: Bon einem Erempel bes Glauben, ar

Demuth und Zucht an Marta 5 Die andere Predist: Don dem Lobseſans der Jungfrau Maria, 276 - Die dritte Predigt: J a der Sener des deſte der Heimſuchung 274 von drey Exempeln drey ſonderlicher Tugenden 2760- Am Tone Maris Magdalenaͤ Die erſte Predigt: Don dem Amt des Seren. Thriſti 2766 Die —— Von der groſſen Suͤnderin Maria

Magdalena 2778 Am Tage St. Tacobi. Be dem Vergeben Ti und Johannis 2798 von zwey —— Chriſti: 2 die erſte 2803 b)die zweyte 2808 Um Tage Bar cholsmai einer Predigt Chriſti an ſeine Juͤnger 2812 Um Tage Maıthäi.

Beruf Matthaͤt, und einer Predigt, darinn Chriſtus ſich gegen die Phariſaͤer verantworket 2824 m Tage St. Michaelis. 3 Die erſte Predigt: SB De guten und böfen Engeln 2844 Die andere Predigt:

1) eine Ermahnung } 2856 2) eine doppelte Warnung a) die erſte 2859 b) die andere 2864 Am Tage Simonis und Judaͤ. Ein Befehl und Troſt, fo Chriſtus den Geinen gibt 2875 Am Tage der Kirchweihung. r Bon Zachaͤo 1) wie er zum Troft dienet 2890 2) wie erzum Exempel dienet

2897 Kine Hochzeitpredigt, Er Bon dem Ehefkande 290 Eine Eurze Vermahnung an die Eheleute. Von dem Eheſtande und den Eheleuten 2926 Zwey Leichenpredigten. Dieerfie: Bon der us und Troſt der Chrifen bey dem Abferben der Thrigen 936 Die andere; ı) vom V —— eines Chriſten bey Toben 50

29 2) eine RN zweyher Gemiflens- erupe 2959

Eine gemeine Form, wie zum Beſchluß der Predigt das volk zum allgemeinen Geber folle vermabnet werden. - 2964

Erklärung derer Zeichen.

a jeiget die Edition von Anno 1544. an, fo zuMürnberg, b bemerket die Edition von Anno 1545. p zu Wittenberg, und S bedeutet die Edition von Anno 1559, ſo nach Lutheri Tode zu Jena gedruckt worden. Wenn im Tert etwas in [_] eingefchloffen, zeigt es an, daß die dabey bemeldte Editionen ſolches allein haben. Diejenigen Predigten, bey welchen zu Anfang nicht angemerkt, aus welcher ui genommen worden, befinden ſich in Aalen Dreyen.

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Eine Hehe Borrede * die Hauspredigten.

(ER uUf daß wir unferm lieben HErrn GOTT heute ſeinen Dienf leiften, und nach

1 feinem “Befehl den Feyertag heiligen, Das ift, mit GOttes Wort, velches al⸗ ein heilig iſt und alles heilig macht, zubringen; ; ſo wollen wir: jesund das hei⸗ lige Evangelium hören, und GH um Gnade "bitten, daß wirs alſo hoͤren, auf

daf feine Ehre gepreifet, unfer. Glaube geſtaͤrket, und un er FR oebeſſert Der > SEE, ein Vater Une. > EICH,

Ku) Die erſte Predigt am erſten Sonntage des Abbents/

über das Evangelium Matth. 21. v. 1:9.

Dis fie nun nahe bey Terufalem Eamen, gen Bethphage an den Öelberg, fandte efus Jünger zween und ſprach zu ihnen: Geber bin in den Flecken, der vor euch liege, und bald werdet ihr eine Eſelin finden angebunden, und. ein. Süllen bey ihr; Löfer fie auf, und führer fie zu mir: Sa fo euch jemand etwas wird fagen , fo fprecht : Der Heer bedarf ihr; fo bald wird er ‚fie euch, laflen. , Das geſchah aber alles, auf daß erfüller würde das gefagt ift durch den Prophe⸗

- ‚sen, der. da. fpricht: Saget der Töchter: Sion, fiebe,, dein König Eömmt zu dir, fanftmüthig, und reitet guf einem Eſel und auf einem Füllen der iaſtbaren sefelin. Die Jünger gingen bin, und thaͤten wie ihnen IEſus befoblen hatte, und brachten die Eſelin und das Süllen, und legten ih⸗ re Kleider drauf, und fatzten ibn drauf. Aber viel Volks breite er die Kleider auf den meg: die andern bieben Zweige von den daumen, und fireueten fie auf Den Meg: das Volk aber, das vor⸗ ging und nachfolgete ſchrie und fprach: Hoſianna dem on David! Gelobet ſey der da koͤmmt im RABEN des Boſianna i in der Hoͤhe!

Innhalt. von Chriſto, und von der Strafe der Juͤden wegen —— des Evangelii. * Innhalt des Evangeli 1 die Urſach dieſer Strafe 8.ſeq. 1Von Chri Ar un groffe Thorheit, das Evangelium ver⸗ ı Daß die Chriften. ihren Ramen von Chriſto haben 2 achten ‚2 wie und warum wir Chriſtum follen aufnehmen 3 x eiffagung über Deutſchland 10 3 mie die Sa von Chriſto voller Zrof und Leben | 3 Die Gtrafe ſelbſt u. feq. if 4. * mie und warım wir ung follen hüten für Verach⸗ 4 daß Cheifus nicht kommen iff dir Menfchen u rich - tung des Evangelit 12-14 ten, fondern felig zu machen 6 4 daß. eine gleiche Strafe auch über Deutſchland erge⸗ u Von der Strafe der ‚Juden wegen Verachtung ben wird 15 des Evangelii. 6ttes Gehe int die Veraͤchter des ie 2 Wie Chriſtus bie Strafe UeepdgE unter häufen - find- gerecht ı h Thranen 7 dieſer 18.

* Iſt 1532. im Haufe —— worden, und in des Edition von An, 1559, befindlich

Lutheri Schriften 13, Theil, u A ab Auss |

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RE. Auslegung des Evangeli, a, - | 1. Idaß ich Ehriftum in der Taufe angeros geſes Evangelium Hat zwey habe und mir fein Mame an meine Stirn er; I Stuͤck. Das erfte Stück ift En: = (3

geſchrieben, ja in mein Herz gedruckt iſt. PN von des Erin ChriftiEins| 3. Das will nun diß Evangelium, daß 7.77, einveitet.._ Das andere Stuck | haben, daß wir Chriften heiſſen, empfahen ift, daß der HErr, wie St. Lucas fehrei- . bet, als er nahe hinzu kommt, die Stadt Jeruſalem anſiehet, und über fie wei- Fr I ———— Stuͤck muͤſſen wir erſt⸗ Ach reden. hn 2. Ihr habt oft gehüret, daß einer ein begraben, ſondern lebet. Darum, wenn Chriſt heißt nicht Darum, daß er vom Dater | ich fterbe als Petrus, Paulus; da liegt umd ter geboren iftz auch nicht darum, nichts an : weil ich aber ein Chriſt bin, ſoll daß er heißt Sohannes, Petrus, Paulus; |der Petrus, Paulus wiederum aus dem fordern darım ; daß Chriftus feinen Na⸗ Grabe hervor. kommen. _ Denn Ehriftug, men ihm an die Stirn, ja ins Herz gefehrie | von dem ich den Namen habe, -fagets felbft, beit hat, Denn durch Die Taufe ſterben daß wir swiederum aus dem Grab hervor

[3

ſo ftirbt Sohannes, Petrus, Paulus dahin;

Sohannes, Petrus, Paulus begraben wird;

*

* *

züge, da ee zu Zerufalem|rir.den König, von dem wir den Namen

aber ein Ehrift ftivbet nicht. Sch fehe, daß aber ein Ehrift ſtirbet nicht, wird auch nicht

wir, und wird da zu uns gefaget: Du muͤſſen, als Chriſten, auf daß wir fo lernen:

glauben, was wir Durch diefen Künig ha⸗ ben, nemlich Erlöfüng von Stunden, Tod und Hoͤlle. Und das ifts auch, das der. Prophet Zacharias, welchen der Evangeliſt hier einfuhret, fpricht : Siebe, dein Ads nig, der Dich vetten und ſchuͤtzen will, Eömmt

Menſch, der du bisher ein Adamskind ge weſen bift haft Hans, Peter, Paul -geheif fen, du follft nicht mehr allein ein Menſch, ſon⸗ dern ſollſt auch ein Chriſt heiffen. Ein Menfch heißt, der aus Fleiſch und Blut ger boven wird 3 aber ein Ehrift heißt, der gez etten um mm

tauft, und mit Chrifti Blut in der Taufe|su dir fanftmüchig, fromm und bülfreich. von Sünden gewafchen ift. Der foll den Er ift voll Serechtigfeit, und koͤmmt zu Dir, Namen führen, und Chriftianus, oder ein Dich fromm zu machen. Er iſt voll Lebens, Chriſt heiffen. Auf daß alfo, wenn man|und koͤmmt zu die, das Leben zu ſchenken. Dich fraget, und fpricht: Wie heißt du ſo Das heißt Ehriftus, und Daher heiſſen wir mit dem neuen Namen Chriftianus, oder) Chriften. Mesa 3

ein Chriſt; heißt du Doch fonft Hans, Per; 4. Das ift die hohe Predigt, die wir ter, Paul? du antworten Einneft, und fa-I oerne hören und GOtt dafür danken füllen,

- gen: Sa, von meinem Pater bin ich genen- | auf daß wir, wenn wir fterben füllen, gewiß⸗

net worden Hans, Peter, Paul, ze. aber fen Troft haben Fünnen, und fagen : ch ein Chriſt bin und heiffe ich darum, daß ich | Hans, Paul, Peter liege bier und bin krank;

mit Chriſti Blut getauft und gewaſchen bin. aber weil ich ein Ehrift bin, will ich auf.

Von dem Mann Ehrifto beiffe ich ein Chriſt. Cheiftum, von dem ic) den Namen führe, Er heißt Chriftus; ich heiffe ein Chrift nicht |fterben, und-bleiben wo er iſt. So führet von meinem heiligen eben; fondern darum, Hans, Paul, Peter nicht in die Hölle, er u | ENDE bet

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5 Die erfte Predigt am exften Sorintage des Advent, | 3

sollen. Denn wenns zum Sterben Tommi, _.

| Bar hun 5 aber Diefe |brebige gehe

3 —— een Ben Chris, ERSTE 5

u, nicht ſondern führer in fpricht : * Sohn David:

Schoos, und ‚Iebet. i ott ſey gelobet, der. Rönig ift vorhanden,

as iſt eine andere Predigt, denn ſo es hat nun Feine Ntoth, Aber er, der HE, man hen von guten Merken. Mahı: iſts, hebet an, und fichet die Stadt an, und wei⸗ 18, Paul, Peter müffen und follen gu-'ner: dh! wenn du es wuͤßteſt, fpricht er,

ei Nenn du Hans, Nickel, Paul, deiner Seit, was zu deinem Friede dies

fo würdeft du auch bedenken zu diefer

Peter fromm bift und gute Werke ehuft, 3 net, Er tweinet tiber die, fo folche Predigt

mußt du 2 etivas mehr haben, nemlich, nicht achten. Billig hätte ev follen zürnen, Daß du ein hei iſt ſeyeſt, und ſprecheſt von) mit Donner und Blitz drein ſchlagen; hätte Herzen : Sch gläube- an JEſum Chriſtum; auch ſolches gethan, ſo er ſie haͤtte richten Verfelbe Rönigesnme; zu mir mitaller Sanft- wollen nach ihrem Verdient Aber er wei⸗

‚much und Önade, und hilft mir von Suͤn⸗ net, daß fie fo verftockt find „und die Zeit ih⸗

den, Tod, Teufel und Holle; auf den bin rer Heimfuchung nicht moͤgen ‚annehmen, ich gerauft, ‚an den glaube ich, "bey dem bleis und jpricht : Dan wird dich, Serufalem, be ich, und fterbe fo dahin. Co entläuft | ſtuͤrmen, und Kung und Alt, alles erwuͤr⸗ ‚man dem Tode und aus Diefem Leben, und gen, und dich fehleifen.

in das ewige Leben. 8. Das ſaget er vor Jeruſalem mit be⸗

Diß iſt das erſte Stück, das der Pro⸗ truͤbtem Herzen, und ſetzet Die Urſach dazu, —— und der Soangelift aus dem | und fpricht: Sölches wird dir wiederfahren Prophetem verkuͤndigen: Saget der Toch⸗ darum, daß du nicht erkennet haft die ter Sion, fiche,. dein Rönig koͤmmt zu| Zeit, darinnen du heimgeſuchet bift. Als dir, barmbersig, gerecht und ein Helfer; sollte er ſagen: Ich komme und ſuche dich ertwilldich Fromm und gerecht machen. Darz heim mit Barmherzigkeit, bringe Dir Huͤl⸗ „aus folget, daß dieſer König nicht koͤmmt, fe und Troſt, bringe dir Erlöfung von Suͤn⸗ daß er die Leute richte und in die Hoͤlle ſiofſe de und Tod, und dazu das ewige Leben: das Mofes koͤmmt, Daß er anklage und richte, thue ich aus lauter Güte und Barmherzig- obs, as der Teufel Eimme auch, daß er keit, waͤre es nicht pflichtig noch fehuldig : verklage vichte und toͤdte: Nichter, Koͤni⸗ ge, Kayfer Eommen, daß fie richten und tͤd⸗ daß du fülche Güte und Gnade, von mir die ten; Denn das iſt der weltlichen Obrigkeit | angeboten, nicht allein nicht annehmen willſt, Amt, von GHDtt ihnen befohlen: Uber Die- fer König koͤmmt nicht, daß er richte, ſon⸗ dern Daß er. helfe, von Sünden erlöfe, ver⸗ zeihe und vergebe. Alſo füllen wir ihn ler⸗

wird an dir redlich gerochen werden.

beruffen. Gott gebe, daß wir ihn empfa⸗ Syangeliumabmahler zaber Bürger, Bauer, hen und bey ihm bleiben, Amen, und die vom Adel, treten ihve Mfarver und 7. Das andere Stuck ift, daß St. Lu⸗ Prediger mit Fuffen: die Fuͤrſten und groſ⸗ cas faget, Chriſtus habe geweinet uber die ſe Herzen diefer Welt verfolgen das Evan⸗ Stadt Seyufalem, Das Volk, fo vorberz|gelium. Was will Daraus werden? Chris und nachfolget ruffet ihm iu, und, RL fig gnaͤdig heim bringet 9 2 n

und du folft dagegen ſo voll Teufel ſeyn,

9. Alſo wird heutiges Tages das Evan gelium geprediget; man hoͤrets reichlich, daß nen erkennen und zu folchem König find wir | Chriftus ein folcher König jey, wie ihn das

fondern auch meiner Dazu fpofteft ? Das

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0 er 3 % [%

6... Dieerfte Predigt am erſten Sonntage des Advents. m den Jahrmarkt vor die Thuͤr; fo fehlagen [nun nicht weiß, wo Serufalem blieben ft. ſie ihn todt. Wie koͤnnte einer tollver fen, | Es find num funfzehen hundert Fahr vera denn wenn man ihm vor fein Haus truͤge fen, daß Fein Juͤde zu Jeruſalem gewefen - Silber, und God, und fprache: Das alles ift, fondern fie find zerſtreuet bier einer, dort ſoll dein feyn, thue die Hand und Den Schoos zehen: Find zuſtaͤubet Durch die ganze Welt, auf, und nimm hin; und er führe zu und und wo fie find, ſitzen fie auf der Schuckel, ftieffe alles von fich, und ſchluͤge zu tode den, | und muffen gewarten, daß fie die Fürften der ihm das Silber und Gold vorleget? Da und Herren, unter welchen fie eine Zeitlang wuͤrden alle, die folches fehen, fagen : Diefer ſich unterſchleifen dermaleinſt wider fich ha⸗ ift befeffen ; und es wäre auch die lautere ben, und aller Güter beraubet zum Sand Wahrheit. Uber hier ift nicht ein Sack hinaus vermweifer werden. Summa, es find voll Gulden, fondern ein anderer Schaß; ſo arme Leute, daß ſie nirgend ficher feyn. nemlich, wenn du nicht mehr leben Fannft| Sie wollten wol gerne wieder dahin in das und nun fterben follft, will die Chriſtus zus] Judifche Land, und ihre Stadt wiederum vor kommen, dir folche Huͤlfe bringen, daß | aufrichten, aber da wird nichts aus. Ur⸗ du das ewige Leben haben ſollſt: und wird |fach, Die Tochter wollte zu jener Zeit nicht doch, indem er dir folchen Schag anbeut, hoͤren; darum hoͤret fie der König nun wie von die weageftoffen und verachtet. Das der nicht. H N

klaget er bier. ——— 14. Darum ihr meine lieben Kinder, 10. Darum laßt ung wohl vorſehen. Fung und Alt, Klein und Groß, laſſet eu) - Önadenveich ift dieſes Koͤniges Einreiten und | nicht in den Sinn kommen, daß ihr Denken Zukunft, und die Gabe, fo er bringet, iſt wollet, und ſagen: Ich Fann das Evange- tröftlich ; aber wenn er verachtet und dazu) lium alle Tage hören, ich wills noch wol verfolget wird, und man nicht glauben will, lernen; fondern brauchet der Zeit, weil der ſo weinet ev. Alſo habe ich oft aefagt : Es HErr nahe ift, wie der Prophet Eſaias c. 55. müffe Deutfehland eine Plage übergehen; |v.6. faget: Sucher den HErrn weil er die Fuͤrſten und Herren find unferm Hexen | zu finden ift, ruffet ihn. an, weil er na⸗ GoOtt eine Thorheit ſchuldig; es wird einibeift. Verden wirg verfehen, daß er die

Solch Blutvergieffen werden, daß niemand Thuͤr zuthut, fo wird nichts mehr draus,

wird roiffen, wo er Daheim fen. Alsdenn | fondern er wird ung wieder fehreien und. ums wird_diefer König zu dir fagen: Sch kam fonft anklopffen laffen ; wie er denen thoͤrich⸗ - dor dein Haus, bot dir an das ewige Leben; ten: Jungfrauen, welche Fommen, ‚da Die du aber gingeft dieweil hin, und foffeft Dich | Thuͤr verſchloſſen war, und fprechen: SErr, voll, thateft was du wollteft, und verfolg |HErr, thue uns auf; antwortet und fpricht: teft mein Evangelium noch darzu : fo. habe Wahrlich, ich) fage euch, ich Eenne euer dir Auch nun Diefes Unglück zu Lohn. ‚nicht, Matth. os, m. 2. fo auch wir, u. Alſo sing e8 zu Jeruſalem auch zu. werden wirs verfehen, fo wird nicht ein eini⸗ Da Ehriftus dahin Fam, und fprach: Liebe | ger Prediger feyn, der ein einig Evangelium Tochter, thue die Thür auf, bier kommt |vecht wird lehren Finnen. Gleichwie ich im ‚dein Koͤnig: Was that fie? Die Braut Pabſtthum, da ich ein Moͤnch war, nicht ging bin, Ding ihren König an den Galgen. einen einigen gehoͤret habe, der mir hatte Da machet ers auch. alfo mit ihr, daß man |Fönnen fagen, wer Chriftus, was Die Shen x Z [4 Df,

a 2) von det Strafe der Jüden wegen Verachtung des Evangeli. 9 Ann nn —— —— ——

Gebot,

r

Vater Unfer, und waͤre eine menſchliche, ſondern teufeliſche Sünde,

* item, woher ich ein Ehrift 6 in ‚was Sa-|daß man die groffe Gnade der wäterlichen

nt, wa Taufe, was bifehöflich Amt, | Heimfuchung GOttes fo füll verachten, ver>

was Cheſtand, was andere Stände feyn. lachen und verfpotten; auf Die Sünde fol

Solches alles hat Feiner koͤnnen fagen, daß get auch gewißlich eine ‚Strafe, die da heißt:

man hätte koͤnnen Troſt daraus ſchoͤpffen. Nein abe.

De da man diß alles vechtfchaffen und] 14. Alſo hat diefe Strafe erſtlich bey den aͤrlich prediget, weiß man nicht, wie mans Juͤden nach Chriſti Himmelfahrt, darnach

- gnug verachten fol. Vorzʒeiten konnte man auch bey den Heyden, welche zur Gemein Rloͤſter und Kirchen bauen, auch mit allzu⸗ fchaft des Evangelii und des Reichs Ehrifti

erfiüßigen Unkoften ; jetzt Kann man einem |Eommen waren, und Doch Die Zeit der gnaͤ⸗ Pfaͤrrherren nicht ein Loch im Dache zu⸗ digen Heimfuchung auch ſp ſchaͤndlich ver⸗ bauen, daß er trocken liegen koͤnnte; ich willlachteten, wie zuvor die Juͤden gethan hatz fihtveigen der geoffen Verachtung. Dasiten, nach der Apoſtel Zeit, hinweg genom⸗ waͤre auch wol Weinens werth, daß man men alles, was geiftlich geivefen it, alle - ſolche Verachtung ſoll ſehen. Hemer in der Kirchen, daß nicht ein einiger

73. Darum fage ich, hütet euch, ihr feyd | Doctor und gehrer überblieben wäre, wel⸗ jung, es kann gejchehen, daß ihr das zur|cher ein einiges Stück aus den Zehen Gebo⸗ kuͤnftige Ungluͤck uber Dentfehland erfeben,Iten vechtfchaffen hatte Fünnen auslegen ſehen und erfahren werdet 5 denn es wird und deüten. Der Türke thut das anz ein Wetter über Deutfehland Fommen, und dere , Fehret die Staͤdte um, bauet und wird nicht auffen bleiben. GOtt hats der ſaͤbelt Männer, Weiber und Kinder zu to⸗ Stadt Feruſalem nicht koͤnnen ſchenken, dalde, daß weder Junges noch Altes da blei> | ſo ſo viel ee gelebet und begraben wa⸗ bet. Das find GOttes Strafen auf die ven, David und alle Propheten, ja, da teufeliſche Suͤnde, die da heißt : Nicht er⸗ GH ſelhſt gewohnet hat. Jeruſalem war kennen die Zeit der Heimfuchung. Es iſt fein Schlöflein und Kämmerlein, davon er wol groſſe Euͤnde, daß Bauer, Buͤrger, ſelbſt ſaget: Alhier wohne ich, mein Him⸗ die vom Adel, und jedermann ſo geizig find; mel ift hier; und hat dennoch GOtt diefe aber daß fie über diefe Sünde Gottes

Stadt um der Suͤnde willen, welche heißt, Wort fo verachten, das wird ihnen den

die Zeit der, Heimfuchung nicht achten, ſo Hals brechen. Da hiitet ihr euch für. Will greulich geſtrafet und verwuͤſtet. Darım uns unfer Herr GOtt laſſen fallen, ſo laſſe achte ich jetzt nicht fo fehr den Geiz in den|er ung nur nicht i in dieſe ewige Teufelsfinde Bauten, und die Huverey und Unzucht, ſo fallen; denn uber diefe Suͤnde hat alhier uns jeßt allenthalben überhand nimmt , als ich ſer HErr GOtt felbft geiveinet. Dem Fir achten muß die Berachtung des Evangelii. diſchen Volk haͤtten alle ihre Suͤnden nicht Geiz, Hurerey und Unzucht find wol groffe geſchadet, wenn nur dieſe greuliche Suͤnde, ſchreckliche Suͤnden und unfer HErr GOtt Verachtung der Heimfuchung, nicht darzu ſtrafet fie auch mit Weftilenz und theurer kommen ware : denn Chriſtus, ihr König, Zeit; aber es bleibet gleichtwol Land und Leu⸗ | Fam ihnen zu helfen. Aber wenn man nicht te feehen. Aber diefe Suͤnde ift nicht Ehe | will fromm feyn , und verachter GOttes bruch * TURN ja, fie ift nicht etwa N. da iſt fein * Darum ſehet

ah

de urn "Die afe Dane er Am Sohlen des u . euch vor, laſſet euch GOttes Wort wohlger] ehunmvird, ‚so wird es Der Tag hun:

fallen, leſets, redet gerne Davon, ſo denn die fehändtiche Rerachtung Des Eban

thut ihr GOTT den hoͤchſten Dienſt, umd gelii wird an den Deutſchen nicht ungeſtraft

sench den beſten Rutz Co es die Welt hingehen

verachtet, das laſſet euch nicht aͤrgern; fel 16 Alſp faſſet diß Evangelum sep ; - wird dermaleint erfahren und fühlen, was Stuͤck. Das erſte, daß Ehriſtus iſt ein ſie gemacht hat. Helfer zu jenem Leben. Das andere, da 15. Loth, der Gerechte, war zu Sodom.Iman GHttes Wort nicht verachte. Es Was geſchah? Die u Sodom wollten den jammert Chriſtum der Stadt Jeruſalem; frommen Loth nicht allein nicht hoͤren, fon- als wollte er. ſagen: Jeruſalem will geſchlei⸗ dern auch zur Stadt hinaus ftoffen. Unfer fet ſeyn, und die Süden wollen in alle Welt Herr GOTT hatte ihnen ihre Sünde ge- erſtreuet ſeyn, da hilft kein Bitten fuͤr; das ſchenkt, ließ ihnen darum predigen, daß er Ihe ich. Sie wollen Der. Zeit der Heimfir ihnen gnaͤdig feyn wollte, und fie fich zu ihm chung nicht, fie fragen nich de. wie bekehren follten aber fie wollten nicht hoͤren/ ſuͤſſe man auch ihnen prediget. Nolan, fondern verachteteng und verlachtens. Da |wern nicht zu vathen ift, dem ift auch nicht ließ er auch höltifch F Feuer auf fie regnen, und | zu helfen. Der nicht allein ſchwach ift, ſon⸗ kehrete ihre Staͤdte um: denn das war ihre dern will auch noch darzu die mit Fuͤſſen tre⸗ Suͤnde, daß fie nicht allein ſchaͤndlich boͤſe ten, die ihn führen und leiten, wer will dem waren; s fondern wollten auch GOttes Wort helfen? Es ift zu viel, daß wir Suͤnder mo; nicht leiden. Die erfte Welt ſpottete des und wollen noch datzu erwuͤrgen den, der Nöoaͤ, weicher aus GOttes Befehl hundert uns ſelig machen und uns tragen will. Das Sabre bauete an der Archen zur Zeit der |ift nicht eine menfihliche, fondern eine teufe- Suͤndfluth: fie verivten den Prediger der liſche Suͤnde; und folche Leute find mit viel Gerechtigkeit. Aber da dun die Arche ger] Schock T Teufen befeffen : denn, den todt ſchla⸗ bauet war, fendete GOTT unter fie nicht | gen, der da koͤmmt felig zu machen, das foll Peſtilenz, cheure Zeit, oder Schwedt: ſon⸗ niemand hun, denn der leidige Teufel, und dern Waſſer der Simdfluth, das nahm fie | die da voller Teufel find. So mein Sohn alle dahin : gleichiwie er Sodem und Go⸗ | mich todt fehlagen und erwuͤrgen wollte, dar⸗ morra ganz und gar hinweg geriſſen hat, daß um, Daß ich ihm huͤlfe, fo müßte ich fügen, man nicht einen Hund hätte Eünnen behal- er wäre toll und ehöricht. Ä ten. Alſo, in Der Zerftörung der Stadt| 17. So will nun unſer HErr Gott ſein = Serufalem bfieb Fein Juͤde uͤbrig. Und al⸗ Wort geehret haben, das und Fein anders; jo wieda ung auch gehen, wenn wir in Diefe) wo nicht, foll es ungerochen nicht bleiben. Suͤnde gerathen. Unfer Herr GOtt kann Wir haben deß Erempel gnug: der Sind: - dem Loth und Abraham Engelfchaffen, fie| fluth der Städte Sodom und Gomorra, zu erretten; dem Noaͤ eine Archen yuberei- der Stadt Jeruſalem. Vor dem Stnoften ten laffen Harit in er erhalten werde ; den Tage werden auch neue Irrthuͤmer kommen, = Apoftin Befehl thun, daß ſie aus ruſa⸗ daß, wie Ehriftus ſaget Matth. 24, 24. in lem fliehen; alſo kann er uns auch wohl er⸗ Irrthum werden verfuͤhret werden, wo 5 halten, und. retten : aber Deutfchland wird bes möglich wäre, auch die Auserwaͤhl⸗ 1 müfen | eiden...Sp.e8 Der Tinte nicht ten. Gott behure uns, und gebe al Na⸗

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12 2) vonder Strafe der Jüden wegen Derachtung des Evangelii. 3

Gnade, daß wir das Hauflein find, die Chri⸗ | woher wir alfo heiffen, nemlich von diefem

r 9 Gehalten im Haufe 1533,

‚um. gerne wollen annehmen, und fingen: Könige Ehrifto, daß wir in feinem Namen

Hofianna! GOtt fer gelobet, daß wir Diez) getauft, und in feinem Blute gewaſchen find.

fen König haben, und Ehriften feyn und) Nun wir wollen das Hofianna fingen, und

heiſſen; und daß wir willen, warum und GOtt bitten, Daß wir dabey bleiben. Die zweyte Predigtamerften Sonntagedes Advents. RR en | Innhalt.

Veon Chriſto als dem wahren Boͤnige.

widerlegung der, alſchen Gedanken, ſo die Juden woꝛu die heilige Taufe von Chriſto eingeſetzt 10

von diefem Koͤnige gehabt. * pie Predigt des Evangelit ſollen mir nicht verachten,

ı Die falfchen Gedanken n2 << | fordern mit Freuden annehmen 11=13 2 die Widerlegung 3. 4. 119. Auf was Art dieſer Koͤnig fol geehret und ihm D Die Macht, Amt und Werk, fo dieſer König hat gedienet werden,

und übe ı Die Verehrung und Dienft an fich.

1 orinn Diele Macht, Ant und Werk beſtehet Sigg. a daserite Stuͤck dieſer Verehrung und Dienſtes 14 2 wie Diefe Macht bey Feine meltlichen Regenten zu b das andere Stück diefer Verehrung und Dienſtes 15 den 6 AM, e das dritte Stück diefer Berehrung und Dienfies 16 3 wie biefe Macht, Amt und Werk nicht mitder Ver⸗2 mas den Menfchen beivegen fol zu diefer Verehrung ._ aunft, ſondern mit dem Glauben zu fallen 7:10 und Dienfl 17. 18, z ee 0, 9erren, und die Heyden ihre Knechte feyn. se Süden hatten viel fehune und Auf einen folchen Mekiam oder Chriſtum gaf⸗ herrliche Verheiſſungen von Dem fen fie noch. Dafuͤr halten ſie es nicht, Meßia oder Ehrifto, ihrem Kur [daß fie des HErrn Ehrifti dazu Dürfen, daß | nige, wie er auf Erden Eommen, |fie von Sunden und dem ewigen Tod moͤ— „ein ewig Reich anrichten , und |gen erloͤſet werden. Es fein Volk von allem Uebel erisfen und erwig| 3. Auf daß nun die Juͤden gewarnet, und belfen follte; wie man denn in allen Bredig- \durch folche fleifchliche Lehrer nicht betragen ten der Propheten fichet, Daß fie uber die wuͤrden, ſo hat GOtt Durch den Propheten maſſen herrlich von dem FunftigenReich Ehriz | Zachariam Jang zuvor laſſen verfündigen, fti reden. Solche Verheiſſung harten Die) Chriftus wuͤrde nicht Eommen als ein welt⸗ en ee licher Kunig, mit geoffem Pracht und koͤſt⸗ 2. Aber da fanden ſich falfche Prediger | licher Ruͤſtung, fondern als ein armer Bett and Reifchliche Lehrer, welche das Volk auf ler [**zu Jeruſalem auf einem Sfeleinveiten, Diefe Meynung führeten, als follte Chriſtus darinn, als_in der Hauptftadt des Landes . kommen mit weltlicher ‘Pracht, und einrei⸗ Juda, des Tempel und Gortesdienft war]; ten, wie fonft weltliche Könige pflegen, da wie denn die Hiftorie des heutigen Evange— es alles auf das prächtigfte und Eoftlichfte zu⸗ lii anzeigt, Daß es alſo geſchehen; auf daß ja gehet; und ſollte alsdenn aus den Juͤden in die Juͤden ſich nicht entſchuldigen moͤchten,

- aller. Welt eitel groſſe gewaltige Fuͤrſten und und ſagen: Hätten wirs gewußt, daß er ſo

Regenten machen. Wie ſie Denn noch heu⸗ ein armer König ſollte ſeyn, wir wollten ihn tigen Tages gedenken, wenn ihr Meßias angenommen haben. Denn folches hat ih⸗

kommen werde, ſo werden ſte aller Welt nen der. Prophet Flärlich ‚genug angezei⸗

geh,

\ AN

-314....2. Die zwepte Predigt am erſten Sonntage des Yövents, get, fo lange Zeit zuvor: fo ift Die Gefchicht (den, den Eſel und diefen aumen Königfehen) auch öffentlich bey hellem Tag geichehen, und hören, von welchen Zacharias hattege+ daß Chriftus daher veifet wie ein Bettler, | weiffaget, und die Süden gewarnet, daß fie. aufeinem enflehneten Eſel, der weder Satz |fich an der armen Geſtalt und dem bettleri⸗ telnoch anders Geraͤthe hat, daß die Jünger |fehen Einzug nicht follten aͤrgern; fondern

noch ihreKleider auf den Eſel legen muͤſſen daß ſollten den Wahn fallen Taffen, daß fie ger

der arme Koͤnig ſich behelfen koͤnne. Dero⸗ daͤchten, CHriſtus wuͤrde mit weltlichem halben koͤnnen ſich die Juͤden mit nichten ent⸗ Pracht kommen. Er wird wol ein Koͤng ſchuldigen; denn hier iſt eine heileElave Weiſ⸗ ſeyn, ſpricht Zacharias, aber ein elender ar- ſagung, wenn Chriſtus zu Jeruſalem werde mer Koͤnig, der ganz und gar kein Anſehen einreiten, fo werde er nicht, wie ſonſt welt⸗ eines Koͤniges hat, wenn man ihn nach den liche Koͤnige, auf hoben Pferden, mit Har⸗ | aufferlichen Pracht rechnen und anfehen will, nifh, Spieß, Schwerdtern und Buchfen welchen y: weltlichen Könige und Fürften fommen, welches alles zum Ernſt gehoͤret vor der Welt führen. und eine Gewalt anzeigt; fondern er werde) . Dagegen aber, ſagt Zacharias, werde kommen, wie es der Evangeliſt nenne, fanft- |diefer arme und bettleriſche König eineandere müthig, Oder, wie der Prophet fpricht, arm | Macht haben, denn [2 fonftalle Kayferumd - und elend. Als wollte der Prophet jederz | Könige gehabt haben, die jemals auf Erden mann warnen, und fprechen: Habt ja aufjEommen find, fie feyn gleich fo groffe und den Efel gute achtung, und wiſſet, Daß der, maͤchtige Herren geweſt, als fie immer gez

\

J drauf kommt, der rechte ENHriftus fey. konnt haben; denn] er heißt iultus er Salua-

Darum huͤtet euch, und gaffet nicht auf die|ror: nicht ein veicher, prachtiger, herrlicher guͤldene Krone, ſammete Kleider, und sul| König vor der Welt, fondern ein Gerech- dene Stuck, noch auf einen geoffen reifigen|ter und ein Heiland, der Gerechtigkeit Zeug; denn Ehriftus wird elend kommen, und Seligkeit mit fich bringen , und mit betruͤbtem und ſanftmuͤthigen Herzen, und | Stunde und Tod angreifen, und ein auf einem Efel fich fehen laſſen: das ift alle| Sundenfeind und Todeswuͤrger feyn fol, - fein Pracht und Herrlichkeit, Die er in feinem |der allen Denen von Stunden und ewigem Einveiten gen Jeruſalem vor der Welt fuͤh⸗ Tod will helfen, die an ihn glauben, und ven wird. | ihn als ihren Koͤnig aufnehmen, und fich 4. Diefe Weiſſagung num verurfacherden|den armen entlehnten Eſel nicht argern Iaf- HErrn zu diefem Einzug, und ift ihm fehr ſen. Die folches thun, Denen foll die Suͤn⸗ vieldaran gelegen. Derohalben er den Juͤn⸗ de vergeben feyn, und der Tod nicht fehaden, gernauch die Sache fo fleißig befihler,und nicht | fondern füllen das ewige Leben haben [e und bey Nacht, noch heimlich, fondern öffentlich, |nicht fterben]: und ob fie fehon leiblich ein- bey hellem lichten Tage, zu Jeruſalem ein- mal ſterben und begraben werden, fo foll es zeucht; nicht allein, fondern mit einer geof doch nicht ein Tod feyn und heiffen, fondern fen Menge Volks, das vor und nachgehet, nur ein Schlaf. Solches willder Prophet und ihm, als dem vechten Sohn Davids, von diefem König ung lehren, mit dem, daß . zufchreiet, wuͤnſcht ihm auch Gluͤck und Heil er ihm dieſe zwey Namen gibt, und heiffer zu feinem Königreich: daß alfo das ganze Fer ihn gerecht und ein ‚Heiland; Fe als follte sufalem folchen Einzugs muß gewahr werz er fagen; Diefer König foll feyn und heiffen | en

a A a Be * vi: 9— *

* *

16 Von Chrifto als dem wahren Rönige. | 17

ein Suͤndenfreſſer und Todverfihlinger, der ‚Reben geben werde, das ſiehet fie nicht: de⸗

die Sünde tilgen,] der dem Tod die Zähne Jrohalben muß man es [L’ fagen und pre

ausbrechen, dem Teufel den Bauch zerreif- |digen, daß es die Leute] hoͤren und glauben.

fen, und alfo uns, die wir an ihn glauben, | Solches, fpricht Zacharias, faget der Toch⸗

von Suͤnd und Tod frey machen foll, und |ter Zion. Wozu? daß fie es wiffe, und fich

e

‚unter die Engel führen, da ewiges Leben und nicht daran Echre noch ärgere, daß er ſo jaͤm⸗

Seligkeit if. Imerlich einher reitet, und fo ſchmaͤhlich ſtir⸗

. Den andern Kunigen läßt er ihren bet. Denn folches alles geſchiehet die zu

Pracht, Schlöffer, Häufer, Geld und Gut; gut, daß er dir helfen will, als ein Heiland

nicht allein: wider eine Suͤnde, fondern wi⸗

- Tochter ‚Zion, daß fie fich nicht argere an

laßt fie Eöftlicher effen, teinEen, kleiden, bauen, [wider den Teufel und Tod, und will di

denn andere Leute. Aber diefe Kunſt koͤnnen heiligen , und von Sünden ledig ma fie nicht, Die der arme Bettelkoͤnig Chriftus, | chen. : | kann; denn da kann weder Käyfer, König,} 8. Wenn man folches nicht mit den Oh⸗

noch Pabſt, mit all ihrer. Macht, von der |ven will faſſen, fondern mit Augen fehen geringften Stunde helfen, noch mit ihrem | und Handen tasten, der fehlet des Köniz Geld und Gut die geringfte Krankheit heilen; ges, und] fo ifts verloren. Denn mit die ich geſchweige, Daß fte wider Den ervigen Tod ſem Konig iſt e8 weit anders, denn fonft mit und die Holle follten helfen. Aber diefer andern Koͤnigen. Was diefelben thun, das [*? Bette] König Chriftus [e welcher | thun fie mit einem Pracht, und hat allesein gerecht und. ein Heiland if, ob er wol arm! groß tapffer Anſehen und herrlichen Schein. und elend einher reitet auf einem Cfel,] Hilft! Das findet man bey Chrifto nicht, der hat k folch fein Werk, daß er von Stunden und der alle meine Suͤnde; und nichtallein wir] Tod helfen [* gerecht und, lebendig ma⸗ der meine Sunde, fondern auch wider der | chen] roill, erftlichen in die Taufe geſtecket; ganzen Welt Suͤnde. Er Eommt, daß er da fehen die Augen anders nichts, denn ein will wegnehmen, nicht allein meine Krank⸗ ſchlecht Waſſer, wie anderes Waſſer. Er heit, fondern auch meinen Tod, und nicht | hats in dag Wort gefaffet, und in die Pre allein meinen Tod, fondern auch der. ganzen digt; da fehen die Augen anders nichts, denn Melt Tod. | | eines Menfchen Ddem. Aber wirfüllenuns

7. Solches, fpricht der Prophet, faget der | hinten, und den Augen nicht folgen, fondern die

; Augen zu und die Ohren aufthun, und das feiner elenden Zukunft, ſondern thue die Au | Wort hoͤren: daffelbe lehret, wieunfer HErr den zu, und die Ohren auf, und fehe nicht | JEſus Ehriftus fein Blut vergoffen habe zur

mn

“wie armſelig er einher reitet, fondern höre, | Vergebung unferer Sünden und ewigen Le⸗

Ne,

was man von Ddiefem armen Koͤnig fage. ben. Solche Gaben will er ung gebeninder Auf Diefe elende und jämmerliche Geftalt, | heiligen Taufe, im Abendmahl, in der Pre daß er auf einem Eſel, ohne Sättel und digt und Abſolution; da follen wirs gewiß Sporn einher veiter, wie ein Bettler, ſieht finden. Vrun, wahr ift es, es fcheinet Elein die Vernunft allein, und ärgert ſich daran; |und gering, daß durchs Waſſerbad, Wort, aber daß er die Suͤnde von uns nehmen, und Sacrament folches foll ausgerichtet nverz

den Tod wuͤrgen, ewige Heiligkeit [= umd | den; aber laß Dich die Mugen nicht verfuͤh⸗

Gerechtigkeit], ewige Seligkeit und ersiges Iren: Dort war es auch Hlein und. gering, Daß

Lutheri Schriften 13. Theil. B der,

\ 7 u

Sonntage des

18 Die weyte Predigt am erſten

Taufe von Chriſto eingeſetzt, daß er dadurch ſeine Gerechtigkeit dir will anziehen, daß ſei⸗ ne Heiligkeit dein, und ſeine Unſchuld auch dein eigen ſeyn ſoll; denn wir ſind alle arme

Tod und Hoͤlle wegnehmen: niemand konnte

es ihm anſehen; aber der Prophet ſagts

‘fe and das Werk hernach jeigets). Der

rohalben muß es fchlecht mit den Ohren ge

- faffet und mit dem Herzen geglaubet ſeyn; mit den Augen wird mans nicht fehen.

9. Darum fpricht der Evangeliit: Sa gets der Tochter Zion. Und der Prophet fpricht: Zion fauchze, fey fröhlich, tanze und fpringe, denn dein Rönig kommt zu dir. Was fuͤr ein König ? Ein beiliger und ge

rechter König, ein Heiland oder Helfer, der dein Heiligmacher und dein Heiland will ſeyn. . Denn feine Heiligkeit und Gerechtigkeit will 1 er dir anhängen, daß du von Stunden Iedig | mit groffen Freuden hören und mit herzlicher fe vor GOtt gerecht und felig] feyeftz und; Dankfagung annehmen, | fich Daraus bef

Ehriftus, und ſpricht: Gib mir deine Suͤn⸗

Heiligkeit; laß dir deinen Tod abziehen, und zeuch mein Leben an. Das heißt eigentlich Ehrifti Regiment. Denn all fein Amt und

Tod ausziehe, und feine Heiligkeit und Les ben uns anziebe,

fein Leben will er fuͤr dich laffen, daßdu durch | fern] und darnach auch fromm feyn. So -

feinen Tod vom ewigen Tod follt erköfet feyn. kehret fichs, leider, um, und wird die Welt Detohalben argere dich nicht an folchem | aus Diefer Lehrenurjelanger jearger, D Das ‚Elend und Armuth, es ift dein Genieß und | ift der Teidige Teufel ſelbſt. Wie man ſiehet,

Beben ; ſondern danke ihm dafür, und tröfte| daß die Leute jetzund geiziger unbarmherzi⸗

dichs, Denn es geſchiehet alles um deinet woil-| ger, unzuͤchtiger, frecher und aͤrger find, denn fen, und dir zu gut. Er will dir alfo von | zuoor unterdem Pabſtthum. Was machts? deinen Suͤnden und Tod helfen, und dich | Anders nichts, denn daß man Diefe Predigt gerechtundfelig machen] . nicht mit Freuden annimmt; fondern jeder»

zo. Das ift nun unſer Konig, der Tiebe | mann fehlagt es in ABind, nimmt fich mehr

Her FEfusChriftus, und DIE iſt ſein Reich |um Geld und Gut an, denn um den feligen -

und Amt. Er gehet nicht mit Thalern, Kro- | Schas, welchen unfer HErr Ehriftus zu ims

nen, groſſen Königreichen und weltlichen | bringet. Derohalben ftrafet ſie unſe HErr

Pracht um. Dein, fondern wenn wir muͤſ⸗ GOtt wieder, und fpricht: Magft du mir fen fterben, und koͤnnen diß Leben hie nicht | denn nicht darum danken, daß ich [: “durch Janger behalten, fo ift diß fein Amt und Werk,

daß wir, durch-fein Leiden und Tiod erlöfer, wiſſen, wo wir bleiben follen, daß wir Eon- nen fügen: Sch bin. geheiliget durch meinen | genug fchaffen, weil du es doch fo willt ha⸗

König IJEſum EHriftum, der iſt darum fo| ben; und wo dich vor nur ein Teufel beſeſ⸗

elend und arın Fommen, hat fich darum an | fen und geritten hat, follen dich jegund fieben

das Even; laffen fchlagen , daß er mich heili⸗ | ärgere Teufel veiten. Wie man denn an gen wollte, und in mir erfäufen meine Guͤn⸗ |

ben] die Suͤnde und den Tod hinweg neh⸗ me; wolan ſo will ich die Suͤnde und Tod

fen)

*

| Advents. : der, der auf dem entlehnten Eſel einvitte, und ers höret, und im Evangelio geprediget wird, hernach ſich ereuzigen Tiefe, follte Suͤnde der hats alfo. Denn darum ift die heilige

Suͤnder. Aber in der Taufe troͤſtet uns

de her, und habe dir meine Gerechtigkeit und

Werk ift diß, daß er uns täglich Suͤnde und

Ir. Diefe Predigt nun follte man billig | 4

meines eingebornen Sohnes Leiden und Ster⸗

1 Bürgern und Bauern, [und allen &täns De und Tod. Aber folches alfo glaubt, wie den, vom hoͤchſten an bie auf den niedrig⸗

Rönige.

20 35 er Von Chriſto als dem wahren

; fien,) mit dem fehändfichen, geijigen, unor⸗ helfen tolle. Solche Predigt follt ihr mit. dentlichen Leben, Unzucht und andrer Unart Willen und Freuden (fage ich,) annehmen,

——— Ina Denen —* Rruchloſer und freventlicher, und iſt doch nicht Werdet ihr den leidigen Teufel mußſen anneh⸗ reach. Das vi men mit Heulen, Weinen und aͤhnklap⸗ feidige Teufelund Tod. Sege [ind die Leute mit pen. Dabehüteuns GOTT für gnaͤdig⸗ ſieben Teufeln befeffen, da fie zuvor mit einem | lich, Almen.) Teufel befeffen waren, der Teufel faͤhret jetzt Yon s. ı 4. i8 gu Ende diefer Predigt haben bie | Ana Bernie, vn nun en Editionen von At. 1544. und 1545. | hellen Licht des Evangelit [ind geisiger, INH] 14, Zu folchem vermahnet uns das Erz ‚ger, vortheiliſcher, unbarmherziger e. empel der Apoftel und der andern, fo hie mie 12. Derohalben vermahne ich euch, daß|dem HErrn Ehrifto zu Jeruſalem einlaus ihr ja folche Predigt mit Luſt und Liebe hoͤ⸗ fen. Denn weil der Het EHriftus ein ven, und mit allem Dank wollt annehmen, | Königift, fo muß erauch ein Reich oder Volk _ und anfern HEren GOtt von Herzen bitten, | haben, und daſſelbe Volk muß fich mit rech⸗ Daß er. euch einenftarken Glauben geben wolle, tem gebuhrlichen Dienft gegen diefen Koͤ⸗ daß ihr folche Lehre behalten moͤget; fo wird nig erzeigen. Was nun ſolcher Dienft es denn geſchehen, daß ihr von Tag zu Tag ſey, zeige die Hiftorie fehr fein an. Denn demuͤthiger, gehorſamer, freundlicher, zuchtiz | hie findet man Leute, die den HErrn Chri⸗ ger und froͤmmer werdet. “Denn diefe Lehre | ſtum als einen König erkennen, und fich nicht hat diefe Art und Natur an fich, daß ſie fcheuen, neben dem Eſel, darauf der arme - _ gottfelige, zuchtige, gehorfame, fromme Leu⸗ | elende König reitet, herzulaufen. Unter te macht: die fie aber nicht mit Liebe wol⸗ | denfelben find Die Apoftel die erſten; die erz Yen annehmen, die werden fiebenmal Arger, | Eennen den Hexen Chriftum fire den rech⸗ denn fie geivefen find, ehe fie zu Diefer Lehre sen Meßiam, der gerecht machen, und ein find kommen; wie man allenthalben ſiehet. Heiland wider Suͤnde und Tod feyn wer Derohalben huͤtet euch, denn das Stuͤnd⸗ de. Derohalben bringen fie dem HErrn lein wird gewißlich nicht ausbleiben, da | Chrifto den Eſel, das ift, fie weiſen zu Chri⸗ Gott folchen Undank ftrafen wird. Als⸗ ſto die Suden, fo bisher unter dem Geſetz denn wird ſichs finden, was Die Welt da⸗ gelebt, und folche Laft, wie ein Eſel, getra⸗ mit verdienet hat. Ä Se gen hatten. Darnach mit dem Eſel führen 13. Darum lernet dieſe Hiftorie des heu⸗ fie zu CHriſto auch das junge Füllen, die tigen Evangelii wohl. : Denn weil Die Juͤe Heyden, fo noch ungezaͤumt, und unter Fei- den dem Propheten nicht haben tollen fol⸗ nem Geſetz geweſt waren; denn Chriſtus ift gen, ſo iſt es uns gefagt, daß unfer Koͤnig ein Heiland aller Menfchen. Derohalben fanftmuthig und aum Fomme, ‚auf daß wir) alle rechtſchaffene Vrediger und Lehrer Die uns an folcher Armuth nicht. aͤrgern, noch | Leute zu ChHriſto leiten und führen füllen, auf weltlichen Pracht und Neichthum mit| Das iſt der eine. Bortesdienft, der dieſem den Juden gaffen; fondern lernen, daß wir König gebühret, daß man ihn für einen Ger an unferm HErrn Chriſto einen folchen. Koͤ⸗ rechten und Heiland erfennen, annehmen, nig haben, der gerecht und ein Heiland fer, rühmen und preifen, und jedermann zu im und ums von Sunden und dem ewigen Tod weiſen ſoll. | 5 B 2 N 15, Der

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Er EN

-

Die zweyte Predigt am erſten Sonntage des Advents, a

15. Der andere Bottesdienft ift, Daß| 17. Alfo fol man diefem König dienen, "man dem Heren Chrifto auf dem Efel das! und nach den Hohenprieftern und Pharifaern Hoſianna fingen foll; das ift, nachdem man nichts fragen, welchen diefer Einzug und ihn erfennet, und als einen Heiland ange ‚nommen hat, daß man ihm auch zu feinem Reich Glück und Heil wuͤnſche, und alles > tbue, was zu Mehrung und Forderung ſei⸗ nes Reichs dienet, GOtt gebe, es fagen Die Pphariſaͤer und Hohepviefter dazu, was fie | | sollen, Denny Hoſianna heißt auf Deutſch der uns twieder Dienen will, nicht mit Geld fo viel als, Here hilf, HErr gib Gluͤck und Gut, welches ein fehr geringer Dienft- dem Sohn David : eben wie wir im Va-|iftz fondern mit Gerechtigkeit wider Die | ter Unfer beten: Zukomm uns dein Neich.| Sunde, und Hulfe wider den Tod und 2 Denn der Teufel und feine Glieder werden|ewiges Verdammniß. Dershalben füllen es nicht unverſucht Taffen , wie fie diefes! wir zu feinem Dienft bereit und willig feyn, Reich hindern, und Das Wort entweder ver⸗ und ung an des Pabfts, der Bifchöffe und ,

* e

und mwolltens gern toehren. Aber Chriftus will e8 ungetwehret haben. Denn weil er ein König ift, fo muß er auch fein Hofvolk und Hofdienft haben, und wohl denen, die

- tilgen, oder falfchen Eünnen. Da gehört | anderer Exempel nicht ärgern, welche Damit

niun Beten und Wuͤnſchen zu, daß GDOtt| umgehen, daß fie nicht, wie die Apoftel, den fülchen, des Teufels Willen, brechen und| Eifel zum HErrn Ehrifto führen, und ihn zuruͤck wolle treiben. darauf ſetzen, ſondern wollen ſelbſt auf dem 16. Das dritte iſt, daß man nicht allein] Efel reiten, Die Leute mit Lehr und anderm beten, fondern auch die Kleider ausziehen, | regieren, wie fie wollen: Chriftum aber laſ⸗ und dem HErrn Ehrifto an den Weg ftreuen |fen fie zu Fuß gehen, und koͤnnen nicht lei⸗ ſoll, daß er doch ein wenig einen herrlichen den, Daß er durch fein Evangelium einreite, und ehrlichen Einzug moge haben. CGol-| und fich fehen Taffe. NS ches gefehicht alsdenn, wenn wir das Pre] 18. Diefe falfche Lehrer haben auch ihre digtamt fürdern nach unferm Vermögen, daß | Schuler , Die ihnen heuchlen, Palmen und man helfe mit Geld und Gut, auf daß man Oelzweige an den Weg freuen :_ aber zu feine, gelehrte, fromme Leut aufjiehe, die dem armen Ehrifto werfen fie mit Steinen; der Kirchen mit dem Wort und gutem Wan⸗ | denn fie verfolgen ihn, fein Evangelium, und

fuͤrgehen: daß man die, fo im Amt find, al-|alle, die es predigen. Golche werden an

fo halte, daß fie ihres Amts warten, dem jenem Tage mit den Süden innen werden, Studiren obliegen, und nicht entweder der daß fie den gerechten König und Heiland Nahrung halben gar davon laffen, oder-mit|verachtet haben, und muͤſſen Dderohalben andern Handeln muflen umgehen. In GOttes Zorn in Ewigkeit tragen : dagegem Summa, wo man Geld und Gut dazu die, fo ihn angenommen, befennet, und ihre - brauchen kann, daß die Kiechenamter wohl Armuth zu feinen Ehren gewendet haben, beftellet, und die Leute mit rechten Vorſte⸗ | durch ihn ewige Gerechtigkeit und ewiges Le⸗ hern wohl verforget werden, da breitet man|ben empfangen werden. Das verleihe ung dem HErrn Ehrifto die Kleider unter, daß allen unfer lieber HErr und Heiland, JE⸗ er deſto ehrlicher moͤge einreiten. ſus Chriſtus Amen. Te

arm Geprange fehr zuwider und entgegen iſt,

ihm dienen. Denn er ift ein folcher Konig, -

J

m

* => ET am erſten Sonntage des Advents.

j are Innhalt. au a . Eine Vermahnung und Warnung,

* Da bi Evangelium. dreymal im Jahre abgehan⸗ W nird, und welches das Hauptſtück deffelben ı

A don Beier Vermahnung und Warnung über-

* AH rund und Urſach derfelben 2 0 De Sir Dein Junhalt derielben M ec

A a Vermahnun 1 wozu biele mahnte gefchicht 2 wie in dieſer Vermahnung Coritus abgebitbet

wird a ale arın, und reitend auf einem Eiels. 6

J es daß die Jůden Be Mepia

DR Evangeum des erſten Sonn⸗ | tags im Advent wird auch gele⸗ fen auf den Palmtag; darnach wirds auch geleſen im Sommer

auf den zehenten Sonntag nach heiligen Dreyfaltigkeit, wie der Herr Chriſtus geweinet habe über die Stadt Ye ruſalem; daß man alſo diß Evangelium drey⸗ mal i im Sabre pfleget zu lefen, tie der HErr

FEſus zu Ferufalem ift eingeritten. Es ift|

viel Gutes dDarinnen, Das man Daraus ler⸗ nen foll; aber der Spruch, den der Evan⸗ geliſt aus dem Propheten Zacharia einfüh- vet, iſt das Hauptſtuͤck: Freue dich febr, du Tochter Zion, und du Tochter Jeru⸗ ſalem jauchze, fiebe, dein Rönig koͤmmt zu dir, ein Serechtet und Helfer, ꝛc.

2. Die iſt durch den Propheten Zacha⸗

riam lange zuvor gefaget, daß ſich die I Juͤ⸗ |

den darnach wuͤßten zu richten, was für ein HErr ihr Meßias und König ſeyn wuͤrde, daß ſie ihn nicht voruͤber lieſſen rauſchen denn die Juͤden meyneten, er ſollte ein welt⸗

ieſer Benennung und Warnung befon-

. —2 und ob ſie darin zu entſchuldi⸗ b ats ei Exrchter⸗ der und vor GOTT ee

f 8.9 c alae em an und Helfer 10. 1 B die Warn K ? 1 die Berhuftnpeit Grund und Urſach diefer Warz nung ı 2 wie Diele Tarnung nicht geachtet wird a von ben Süden 13 b von vielen Chriſten 14 9 N ve * rent an Chriſto und *

* eh Diefen Airsfedung 16.

König zur Babylon, wie der geoffe Alexan⸗ der, oder wie der Koͤmſche Kaͤyſer Julius. Um des Irrthums willen hat fie der Pro⸗

phet treulich gewarnet, und ihnen ihren Mep ſiam vecht vorgemahlet, was er fuͤr ein Koͤ⸗ nig ſeyn wuͤrde, daß fie feiner. nicht fehlen, ‚noch ihn vorüber sieben loffen ſollten, weil

ſie Die Sprüche und Zeugniffe von Ehriſto den andern Propheten nicht recht verſtun⸗ en.

3. Darum faſſet dieſer Spruch des Pro⸗ pheten zwey Stüd: zum erſten, vermah⸗ net er uns, daß wir diefen König, der zu ung koͤmmt, annehmen follen, und zeiget zugleich

an, was diefer König zu uns bringet. Zum

andern, warnet und rinet er uns wider das Hergerniß der armen verächtlichen Geftalt an Ehrifto, und weiſſaget daß er Fomme arm, a veite auf einem Eſel.

4: Das erfte Stück ijt, daß der Pros

phet fpricht: Freue dich ſeht, du Tochter.

Zion, und du Tochter Terufalem ſauch⸗ ze, tanze und ſpringe, denn ich bringe dir ei⸗ ne gute fröhliche Borfchaft : Siebe, dein

licher Herr feyn uber Die ganze Welt, und) Rönig koͤmmt zu dir, daf er dir helfe,

wenn er Fame, wuͤrde er einreiten, wie der l daß iR ein gerschter König und at 3 F lan

5 Gepalten in feinem Sup 1534. und befinder fich nur in der Edition von An,ı ——

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266 DiedrittePredigtamerfienSonntagedes Növens, - - 27. laand ſey. Diefe Worte des Propheten ver) Nun ftehet ja der Tert alhier klar : Siebe, ſtunden die Juͤden viel anders, nemlich al |dein Koͤnig koͤmmt zu dir, arm; das iſt fo: Wenn unfer Meßias und Koͤnig kom⸗ ſo viel, er koͤmmt nicht mit. einem reiſigen

-men wird, wird er uns zu unfrer alten Ge⸗ | Zeuge, hat weder Land noch Leute, noch vechtigfeit helfen; Denn die Heyden haben Reichthum; darum Fann dieſer König Fein unfere Güter zu fich gerauber, und haben|weltlicher König oder Herr feyn. Gonun unfer Königreich innen : darum wenn unfer | die Suden darauf achtung gegeben, und Diez König koͤmmt, wird er ung von der Dienſt⸗ ſe Worte des Propheten vecht bewogen hät- barkeit und Knechtfehaft der Heyden erlöfen, |ten., ware es unmöglich geweſen, daß fie und ung frey und zu geoffen Herren machen. des Meßiaͤ hätten fehlen Foren So verftunden die Juden dieſe Worte, und| 7. Aber den Süden ift gefchehen, wie al verſtehen fie noch heutiges Tages alſo. len Nottengeiftern gefchieht. Diefelben erz . Auf daß nun der Prophet, diefe fleifch-| greifen einen Spruch aus der heiligen Schrift, liche Gedanken, von dem weltlichen Könige] und deuten den nach ihrem eigenen Willen reich ihres. Meßia, den Juͤden aus dem|und Gutduͤnken, zu ihrem Nutz und Vor⸗ . Sinn und Herzen riſſe, vedet er auf das als|theil, und fehlen alfo des rechten Verftandes lerklaͤrlichſte und deutlichfte, und fpricht her⸗ der heiligen Schrift. Alſo thaten die Juͤ⸗ nach weiter: Er koͤmmt arm und reiter|den auch. Sie lafen in dem Propheten: auf einem Eſel. Als füllte er fagen:, Nach | Siebe, dein König koͤmmt, dir zu helfen; dem aufferlichen Anfehen ift diefer König ein da gedachten fie von Stund an: Iſt er ein - Bettler; er hat keinen Hut aufzuſetzen, keine König, fo wird er wahrlich herrlich einher Schuhe anzuziehen, und dazu der Efel,[veiten und ein groß Gepraͤnge führen, wie auf welchem er reitet, iſt nicht fein eigen. |die weltlichen Kunige pflegen. Darum iſt Da hatten die Juͤden mögen fagen: Biel die Schuld nicht des HErrn Ehrifti, daß er Fann das feyn ? So dieſer König nichts ei⸗ von den Juͤden nicht angenommen if; denn genes hat, ja, fo er iſt der aumefte Bettler | ex hat lange zuvor durch den Propheten ih⸗ in der Welt, wie Fann er denn der ganzen |nen anggeiget, Daß er in folcher armen Ges Welt König feyn? Darum antıvortet der ftalt Fommen twürde, Aber die Juͤden blie⸗ Prophet, und fpricht : Diefer Koͤnig wird |ben auf ihren fleifchlichen Gedanken, und Gerechtigkeit und Errettung bringen. Er lieſſen Chriſtum voruber raufchen ; mie fie reitet wol auf einem Eſel, wie ein armer|denn noch heutiges Tages uns verlachen, elender Menſch, hat weder Sporen, noch daß wir den armen König annehmen, der ‚Sattel; aber doch ift er veich, daß er Fommt nicht einen eigenen Efel, ja nicht ein Paar gerecht und ein Helfer. Schuh hat. Darum find die Juͤden nicht 6. Wo nun die Süden diefen Spruch des] entfchuldiger 5 denn der Text in dem Pro⸗ Propheten Zacharia recht hatten angefehen|pheten faget Elarlich : Siehe, dein Künig und verfianden, ſo haften fie nicht koͤnnen koͤmmt zu Dir, zur Errettung, ob er gleich irren noch fehlen: denn, ein weltlicher König arm iſt, und auf einem Eſel reitet. feyn, Städte, Land, Leute, Güter, Gold] 8. Derhalben, wie der Prophet Chriftum and Reichthum haben, wie die Juden von |abmahler, alfe füllen wir ihn lernen faffen, ihrem Mepia traͤumeten, und noch heutiges nemlich, daß er kommen foll als ein Heiland Tages traͤumen, Das beißt nicht arm ſeyn. und Netter, und ung zu gut und Hülfe; denn. - | Werbe Bern J weil

- weil er dem Adam undallen Bätern verheifr| werden wir auch nicht gerecht vor GOTT, fen ift, koͤmmt er uns zu Troſt und Heil.| Daß twir aber gerecht feyn und heiffen, das Darum fühvet ev auch diefe zween Titel, daß | haben wir durch des HErrn Chriſti Tod er heißt, ein Gerechter und ein Heiland; | und Blutvergieffen, der jchenft ung den Heiz das ift, daß er unfer Nechtmeifter und Ser|ligen Geiſt, daß mir glauben und vefte er⸗ figmacher ift, der uns. von Sünden gerecht | greifen den Spruch Marc. 16,16: Wer da und felig machen, vom Tode erretten, und glaͤubet und getsuft wird, dev wird fes das ewige Leben ſchenken will. Diefer Ti⸗ lig. Alſo werden wir gerecht.

- tel gebühret dieſem König EHrifto alleine.| 10. Der andere Titel iſt, daß diefer Koͤ⸗ Penn unfer HErr GOTT uns mit der|nig fümmt ein Heiland und Helfer. Das Schärfe ſtrafen füllte, mußten wir in unfern] ift fo viel gefagt : Gleichwie uns Chriftus von Sünden fterben und verdammer werden; Stunden erloͤſet, gerecht und fromm machet; aber diefer König, Chriftus, koͤmmt zu uns| alfo will er uns auch vom Tode erlöfen, und ein Gerechter, er nimmt die Stunde hintveg, | dns ervige Leben geben. Das hat Mofes und ſchenket ewige Gerechtigkeit. Das iftjauch nicht vermocht uns zu geben. Erfpricht des HErrn Ehrifti rechte eigentliche Farbe, | wol: So du GOttes Gebot hälteft, fo wirft und alfp ift er von dem Propheten abgemah⸗ [du leben: fo du GOttes Gebot nicht hälteft, Jet, daß er gerecht ift, und uns von den Suͤn⸗ | jo wirft du fterben und bift verdammt; aber den helfen fol; wie auch der Prophet Jere⸗ das ift und heißt nur gezeiget das Leben, und mias cap. 23, 6. fagt: Diß wird fein Name | nicht gegeben. Darum fpricht der Prophet: feyn, daß man ibn nennen wird, Sr, | Sreue dich, du Tochter Zion, dein Ads der unfere Berechtigkeit iſt; das it, unz|nig koͤmmt zu dir, ein Helfer; fiche, daß fer Here, der uns gerecht machen ſoll. du ihn mit allen Freuden annehmeft; denn

9. Moͤchte jemand fagen: Womit machtjer zeiget div nicht die Gerechtigkeit mit diefer König gerecht ? Hat doch Mofes dieldem Singer allein, wie Mofes thut ; ſon⸗ Zehen Gebot gegeben. und koͤnnen beffereldern ſchenket div Die Gerechtigkeit, daß du Gebot nicht gegeben werden; diefelben Ser bot, wenn fie gehalten werden, machen ge

Die auch nicht das Leben von ferne allein, wie

vecht: Was darf man denn dieſes Koͤniges Mofes thut; fondern erlöfer dich vom Tod, . - -

dazu, daß man gerecht werde ? Antiyort z]fchenft Dir den Heiligen Geift, daß du es Wahr ifts, Mofes hat die Zehen Gebot ger] alauben Eunneft, gibt die das ewige Leben,

geben, das find die allerbeften Gebot, die Darum werden wir durch Ehriftum allein

man geben kann; aber damit hat ex nicht| gerecht, heilig, und ewig felig. Formen gerecht und fromm machen, Erzei⸗/ tr. Solche Güter vermag Fein König in get ung wol die Gerechtigkeit; aber Die Ge⸗ diefer Welt zu geben. Chriſtus allein ift ein rechtigkeit hat er ung nicht koͤnnen geben, und | folcher König, der da bringt Erloͤſung von wir haben die Zehen Gebot nicht koͤnnen hal⸗ Suͤnden, und vom Tod errettet. Er herr⸗ ten noch erfüllen. Und gleichroie Mofes uns fehet mit Gerechtigkeit und mit Errettung. zu den Zehen Geboten führet, alfo führet | Und folche Exlöfung von Sünden, und Er⸗ uns unfere Vernunft zu dem Geſetz der Traz | vettung vom Tode, beufer uns an durch fein tur; welches ung lehret: Du follt niemand | Evangelium, und fpricht Joh. 6, 47: Wer an ‚Schaden noch Leid hun ꝛc. aber Dadurch * ewige

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durch ihn und in ihm gerecht biſt: er zeiget

mich gläuber, der iſt gerecht und bat das _

Bure, En a 2 ne ARE

an : & NER BER Be 39 Die dritte Predigt amerften Sonntage des Aövents,

ewoige Leben. Darum warnet der Pro- wird nichts aus, Die Juͤden bleiben bey ihrer phet alhie die Juͤden; als follte er fagen:|fleifehlichen Meynunng. Wenn euer Meßias und Königkommen, und] 4. Solches aber gefchiehet nicht allein elend einreiten wird, fo kehret euchnicht dran, | bey den Juden, daß fie Chriſtum nicht an⸗ ſondern nehmet ihn mit Freuden an; ſehet euch nehmen wollen, ſondern auch jeßt bey ung: x wohl fir, laßt ihn nicht fuͤruͤber ziehen, ob, er |denn Die Reichen und Öewaltigen verlachen chon efend einreiten wird. Wo ihr ihn fuͤr⸗ uns mit unferm Evangelio und Sacramen⸗ uber ziehen laſſet, fo ift die Schuldnicht ſein, ten. D ein naͤrriſch Ding ifts, fprechen fie, fondern euer; denn er hats zuvor verkuͤndi⸗ daß ich mich foll laſſen taufen und Waſſer ‚gen laſſen, daß er in folcher elenden Geſtalt uͤber den Kopf gieffen, und ſoll davon heilig kommen wide, und ihr euch an feinem gezjwerden: und ein armer Pfarrherr, derfaum ringen Anfehen nicht argern follte. einen Rock anzuziehen hat, foll mie Berg 12. Das andere Stück ift vonder Aer⸗ bung Der Suͤnden fprechen, und mich abfols gerniß. Der König wird kommen gerecht, ren item, wenn ich das Sacrament neh⸗ und ein Helfer, toird dazu groffe Wunder⸗ eK. dem Brod ae Bein, foll ich das zeichen thun; aber das ift Der leidige Teufel, von V —— x us der Urſache verache Daß Die Leute ſich an ihm ärgern werden, ten fie darnach auch Chriſti Prediger; denn HD! fprechen die Ziden, was ifE das fir ein es iſt Chriſto angeboren, daß er -verachter * Reel? Soil uns der helfen, der ihm ſeioſt "Wird, um feiner Armuth willen. Darum, nicht helfen kann? Wer ihm felbfteinen Hip, alsbald einer ein Prediger wird, verachter fen Brods gabe: hat er doch nichts eigenes: man ihn mehr, denn keinen Knecht, er ſey fo er bedavf felbft Hülfe, und woill andern Heg-|gering und verächtlich er immer wolle: esift fen und ihr König feyn. Soiches fager der kein 9 ie neeing UND vers - - Nrophet zuvor, auf daß man fich nicht dar⸗ acht, atz ber Prediger Stand. Das ift an Eehve: er wird fo erbarmlich Eommen, nicht use x il ber Prediger, Soul daß alle, fich an ihm ärgern werden; wie ea (ber Herrn Ehrift, der in der Welt -&fro,14. auch gefthrieben ftehet; ja, man allent yalben ie perachte wird. Darum wird ihn auch creuzigen; darum glaͤubet fprechen auch die Edelleute und Reichen; diefen Worten, und aͤrgert euch nicht, Barum foll ich Dem loſen Pfaffen glauben, —— N dem. "Bettler; warum. fehicfet uns unfer 23. Aber es hat nichts geholfen: Die Juͤe HErr GOtt nicht Grafen und groſſe Her den haben diefen Spruch laſſen fahren, und |ven, die ung puedigen? denen wollten wir meynen noch heutiges Tages, ihr Meßias glauben. Wie man manaber Chriſti Pre⸗ ſolle kommen mit geoffer Pracht, Gold und |digerverachtet, alfoverachter man auch feine Neichthum bringen , und Die Heyden alle) Taufe und Sacrament des Altars: es iſt todtfehlagen Beil fie Die Gedanken haben, ſchier kein Bauer, Der etwas davon hielte, Der nehmen fie Diefen armen König nicht an, und Bürger. und des Adels will ich ſchwei⸗ fragen nichts nach des Propheten Meymung.|gen. Da man unter dem Pabſtthum Sie follten wol ſolche fleifchliche Gedanken, !den Leuten Fonnte eine Naſe machen von dem weltlichen Koͤnigreich, fahren-Taffen:| mit dem‘ Ablaß Wallfahrten ꝛc. da hielt denn die Outer, fo Diefer König bringe, find | man viel Davon; aber jest: fpricht. man: geiftliche- und himmlifche Guͤter: Aber da! Ha! kann man nicht mehr, dem ——

4

er L 44 * N A ? er * * Pd H 5 SR F Eine und Warnung. 33

—ñ— ——* fto und vom Glauben predigen, hab ichs daß er uns helfen foll: Darum, wer ein be ſchon fatt, ich hab es vor wol mehr gehoͤrt. ſchwert Gewiſſen hat, der höre das Wort 5. Alſo aͤrgert fich alle. Welt an Chris |diefes, Koͤniges. Zum sondern: Daß wir

o und an feinem Evangelio und Sacra: | uns für Aergerniß huͤten, und ſprechen: Ob

menten; wie St. Paulus ſolches zuvor ges dieſer Koͤnig veracht iſt, fhadets doch nicht, fagt hat, 101. 1,23. daß Ehriftus ärgerlich fondern.ich will ihn annehmen, als einen koͤſt⸗

ſey, und daß fein. Evangelium ein ſchaͤndlich lichen Edelgeſtein: denn es ſtehet geſchrieben berflucht Wort ſey vor der Welt; wie es Luc. 7,13; Selig ıft, der fich nicht an ihm denn die) Weltweifen und Klugen nicht anz| ärgert: und Matth. 24,13: Wer da bes ders nennen, denn eine Teufelslehre. Denn |barrer bis ans Ende, dev wird felig. gleichroie der Einzug Ehrifti zu Serufalem | Irehmen wir ihn jetzt nicht an, w haben wir iſt erbaͤrmlich geweſen; alſo find feine Lehre ſo wenig Entſchuldigung, als die Süden. und Werke auch veraͤchtlich: denn er will ein | Darum laſſet ung nicht fagen: Wenn uns Bettler ſer un Darum treten ihn auch Die Reiz fer Fuͤrſt die Lehre des Cvangelii annimme, chen und Gelehrten mit Füffen,und die Star⸗ ſo wollen wirs auch annehmen. Es iſt ung Een und Geſunden nehmen ihn auchnicht an. | zuvor gefagt, Daß, wie dieſer König Chris Aber man foll Chriſtum nicht ſo verachten; ſtus zu Ferufälem iſt veracht eingeritten, alſs denn er ift unfer Seligmacher, und will uns| wird feine Lehre zu aller Zeit auch verachtet: das. ewige Leben geben. Ob er wol elend aber wenn er in feiner Herrlichkeit kommen iſt eingeritten, ſo ſchadets doch nicht. Er wird, ſo wird er ſeine Veraͤchter wieder ver⸗ darf keines Harniſch noch reiſigen Zeugs zu achten: alsdenn werden die Narren arm | feiner Predigt, fondern fpricht fehlecht, Joh. und duͤrftig feyn, Die jest weiſe und reich ſind. &47: Wer an mich gläuber, der. hat das Unſer Fieber. HErr und König, JEſus Chri⸗ eroige Leben. 9 ftus, verleihe uns feine -Önade nd Saft, 16. Diefe zwey Süce begreift nun diß | daß wir ihn mie Freuden anhehmen, feinem

Evangelium. Sum erſten: Daß wir die⸗ Evangelio glauben, und KuR, ihn felig wver⸗

ſen Koͤnig annehmen; denn er iſt uns geſandt, den, Amen.

Die erſte Predigt am zweyten Sonntage des Advents, Aber das een Luc 21. 9.25:=36, = N wir unſerm HErrn GHT T feinen ſchuldigen Dienſt vollbringen, fein liebes Wort hoͤren und lernen, wie er uns befohlen und geboten hat, daß. wir erken⸗ Kr nen, was er mit uns handeln. wolle, und was wir von ihm zu gewarten haben, auf daß wir nicht feyn wie Die Säure, Die nichts koͤnnen, wollen wir das heutige - Evangelium hören; denn er hat fein or, nicht den Steinen predigen laffen: ſo predi⸗ get man auch nicht, wie wir hier leben mögen, denn davon wird anderswo gelehret 5 fonz dern wie wir follen felig werden. So it nun das heutige Evangelium von des Heren festen Zufunft, wie es werde zugehen, wenn die Welt ein Ende haben wird, und lautet alfo:

x 1? es werden Zeichen gefeheben an der Sonnen, und Mond, und Sternen; ; und auf Erden wird AN den Leutenbangefeyn, und werdenzagen, und das Meer und sn RE werden beaufen, 4 ( und

Lutheri Schriften 13. Theil. A = He 1532. den 8. Dec, in Safe lea HE nur in ER Editionen 3. I 359, sl

5

34 0 Die erfte Predigt am zweyten Sonntage des Advents. —— und die Menſchen werden verſchmachten für Furcht und fuͤr Warten der Dinge, die kommen ſollen - auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte fich bewegen werden. Und alsdenn werden ſie ſehen des Menſchen Sohn Eommen inden Wolken, mit geofler Kraft und »errlichkeit. Wenn aber diefesens fäbet zu gefebeben, fo febet auf, und bebet eure Zaͤupter auf, Darum, Daß ficheure Erloͤſung nabef. ‚Und er fagte ibnen ein Gleichniß: Sebet an den Seigenbaum, und alle Baͤume, wenn fie jet aus⸗ ſchlagen, fofebetibesanibnen, und merket, daß jetzt der Sommernabeift. Alfo auchibr, wenn ibe "Das alles febet angeben, fo wifler, daß das Reich GOttes nabe ift. Wahrlich, ich fage euch, diß Ge⸗ Schlecht wird nichtvergeben, bis daßes alles gefchebe. Himmel und Erden vergeben; aber meine Smortevergebennicht, [a.5 Aber büteteuch, daß eure Herzen nicht beſchweret werden mit Freſſen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieſer Tag ſchnell über euch; denn wie ein Faliſtrick wird erfommen, über alle, die auf Erden wohnen. So feyd nun wader alleseit, und betet, daßibe würdig werden mögerzu entfliehen Diefem allen, das gefcheben ſoll, und zu ſtehen vor Des Menſchen Sohn] | Ne ——

Innhalt. > Bine Warnung, Troͤſtung und Vermahnung. * Vergleichung der erfien und andern Zukunft Chriffi n a woher es zu ſchlieſſen ift, daß der Juͤngſte Tag AVUeberhaupt 2 J b wie ih ehe ſoll dazu anfhicen A DBefonders. 12,13 ve

A Die Warnung. - e wie und warum i sein Chriſt darnach ſoll ſe ‚1 die Beichaffenheit derſelben 3-4, 13 ſich ch | ſeh⸗

nen 2 wie und warum wir dieſelbe nicht ſollen verach:| 8 der Teof und Vermahnung

ten, ſondern u Herzen nehmen 577 x die Beichaffenheit deffelben 14.15 3 der Grund und rſach derfelben 8.9114. 2 wie und warum wir beydes wohl follen au Herzen * von dem Juͤngſten Tage. faſſen 15217. ruhe i

a Auslegung des Evangelii. a —— zurichtet und bereitet das Reich ſeiner Glaͤu⸗ Be Sr HOrr verkuͤndiget in diefern Ev⸗ bigen und Ausermählten. Wenn aber num ER angelio feine Zukunft am Juͤng⸗ die Zahl der Auserwaͤhlten voll ift, fo wird >27 fien Tage, welche ſoll geſchehen er Fommen, nicht als ein Knecht, fondern AI mit groſſer Dracht und Majeſtaͤt. als ein HErr; und wird darum Fommen, - F Am nähern Sonntag habt ihr ge⸗ Daß er uns aus dev Erden, Wuͤrmen, Tod, hoͤret von feinem Einreiten zu Ferufalem auf Öeftanf, erledige. einem Eſel, ohne alle Pracht: Dahaternicht| 2. Solches verkuͤndiget der HErr indie gehabt einen eigenen Platz, auch nicht eines |fem Evangelio, und warnet feine Chriften, Fuſſes breit; ift darzu hernach auch gecreu⸗ daß fie fich für Sicherheit hüten follen, auf ziget worden. Das iſt eine arme elende Zuz | daß fie Diefer Tag feiner Zukunft nicht plöglid) Zunft, in welcher er koͤmmt, nicht als ein uͤberfalle: tröftet fie auch, Daß fie nicht er⸗ Herr, fondern als ein Knecht, welcher hat ſchrecken follen für den Zeichen, welche vor dienen tollen, und alfo dienen, daß er fir |dem Juͤngſten Tage geſchehen werden ;, ſon⸗ uns ſtuͤrbe; wie er felbft fagt Matth.20, 28: dern vielmehr fich freuen, daß ihre Erloͤſung ' Des Mienfchen Sohn ift nicht Eommen, Inahet. | daß er ihm dienen laffe, fondern daß er 3. Erſtlich warnet der Herr, daß wir diene und gebe ſein Leben zu einer Eꝛloͤſung | Chriften das Datum unfers Lebens nicht ſe⸗ fürviele, Summa in feiner erften Zukunft | gen follen bier auf Erden, ſondern wiffen, hat er den geöffeften Dienst erjeiget, Den Fein! daß unfer HErr und Erlöfer Fommen wird Engel noch Creatur chun Fan, daß ex ihm | vom Dinmel, und wir alfo bereit & ie RR BE ET Stunden,

3.0 Kine Warnung, Tröftung und Dermahnung. 37 * Stunden, feiner Zukunft zu erwarten; alfo,} davon, du Fieber Laffe? Was gefchah? Zu daß wir nur halb und mit der linken Hand | Morgen frühe, da die Sonne aufaing, ward in dieſem Leben ſeyn, mit der rechten Hand | der Himmel ſchwarz, und erhub fich ein groß id mit dem ganzen Herzen füllen wir ſeyn TBetter, daß es ging, plitz, platz; von Stund ‚Erwartung diefes Tages, wenn unſer an waren fie in der Hölle. Alſo gehet eg . Here kommen twird in einer folchen herrli⸗ heutiges Tages auch: Wenn unfere Bürs - hen Majeftät und Pracht, die Fein Menfch |ger, Bauer, Adel, hören von dem Juͤnoſten ausreden kann. . Tage, fprechen fie: O hätte ich dierveil zu 4 Das ift die Warnung und Vermah/⸗ eſſen und zu teinken, und Geld zu zählen, big ‚nung in diefem Evangelio, Daß wir uns dar⸗ daß der Füngfte Tag kaͤme. Aber wenn auf ſchicken; denn hier ift Feines Bleibens: |fie am beften werden Thaler zahlen, und auf daß wir nicht thun, wie die Gottlofen, |muthroillig feyn, und man zu ihnen fagen welche fagen: O wer weiß wenn der Zunge wird: Huͤtet euch, der Juͤngſte Tag wird fte Tag Eommen wird! Solchen fichern und kommen; und fie eg verlachen werden, und gottloſen Leuten, welche ihre Herzen mitjfprechen : Ey, wie bift du doch ein Narr, Freffen und Saufen, und mit Sorgen der meyneſt du, Daß der Jungfte Tag komme, etc Nahrung beſchweren, fllen wir nicht gleich ſo wird der Juͤngſte Tag herein ſchmitzen werden; denn es wird vor dem Juͤngſten und plagen, wie ein Blitz der in einem Au⸗ Tage fo zugehen: Jedermann wird bauen, genblick in Morgen und Abend if. Weß Hochzeit haben, freffen, faufen, ficher ſeyn; |find alsdenn die Joachimsthaler, Käufer, und damit werden fie die Herzen beſchweren, Ketten und das ‘Prangen? | eben als ware fonft nichts zu thun, denn das.| 6. Darum fpricht Ehriftus : Ihr meine Diefelben, die alfo thun werden, wird der lieben Juͤnger und Chriſten kehret euch nicht Simgfte Tag plöglich überfallen, und Chri⸗ an den, goftlofen und fichern Haufen; ſon⸗ ſtus in einem Augenblick Fommen: und wenn dern butet euch. Ihr werdets vor euren fie am ficherften feyn, die Trummel ſchlagen, Augen fehen, daß fie ihre Herzen beſchweren, fpeingen und tanzen, werden fie unverfehens |und eurer dazu ſpotten twerden: aber huͤtet Da liegen, und ewiglich brennen. euch; Denn der Juͤngſte Tag wird ſchnell 5. Das faget der HErr zuvor, und will, kommen, tie der Blitz daß fie nicht wer⸗ daß man ſich darnach richte. Welche es |den Eönnen entfliehen. Gleichwie ein Mauss verachten, werden plöglich darein Eommen. lein in einem Huy gefangen ift, alſo wird fie Wenn fie am meiften bauen, freyen und fich ſchnell das Ungluͤck uberfallen. | freyen laſſen freſſen und faufen, und in aller | 7. Solche Warnung des HErrn Chriſti Sicherheit leben, fo wird oben und unten ſollen wir zu Herzen nehmen, und wohl mer⸗ Schwefel und Feuer ſeyn. Gleichwie es ken. Denn das Fünnen wir nicht wehren, zuging zu GSodom, fie fraffen, foffen, tanz wir muffens hoͤren und fehen, daß jedermann ten, jauchjeten, und hatten dem frommen ſo muthroillig iſt; aber lat uns hoͤren, was Loth nicht einen Heller gewuͤnſchet: wie un: | Chriftus fagt, und feiner Zukunft erwarten, fere Bürger, Bauer, Adel, heutiges Ta⸗ fund nicht fehen, was die Gottlofen und Si⸗ ges auch thun. Da faget ihnen Loth: GOtt |chern in der Welt hun: denn es warnet wird euch vertilgen mit Feuers aber fie la-funs der HErr Chriftus treulich, daß wir cheten fein, und fprachen : Was fagft du —— Zukunft erwarten ſollen, d u 2 DE

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38 _ Dieerfe Predigt am zweyten Sonntage des Advent. 39 | DIE geſchehen wird: dieGottlofen werden in fürchtet euch auch nicht 5 richtet den Kopf .

Abgrund der Höllen verfinken, und wir da⸗ auf, und jeher, wenn ich. vom Himmel herz gegen werden erlöfet werden aus der Erden, | unter wolle Eommen, daß ich euch alfo fin und von allem Sammer, den wir auf Erz |de, fo folls denn mit euch Feine Noth haben; Banihaben. 2. u a ren denn ich werde kommen euch zu erloͤſen. Wel⸗ 8. Das iſt eines das wir heute, lernen | che aber das Herz befchtveren, und nach dem ſollen, nemlich, daß wir uns bereiten zu. des | Juͤngſten Tag nichts fragen, denen wirds HErrn Zukunft; wie wir im Glauben auch alſo gehen, daß fte plöglich werden todt feym; bekennen, daß unfer HErr JIEſus Ehriftus| Nenn diefer mit der Mesen herum ſpringet kommen word, zu richten Die Lebendigen und | und tanzet, wird er ploͤtzlich da liegen; und die Todten. Denn was in unferm Glau⸗ : ben kuͤrzlich gefaget wird, das faget DIE Evan | wird er ploglich mit Geld, Sack und allem gelium reichlich und überflüßig; und meldet | da liegen. So wirds zu der Zeit ftehen, dazu, wie es in der Welt ftehen werde vor | fo wird mans finden. | ‚des HEren Zukunft, nemlic) alſo: Ehrir| ro. Darumift zu unferer Zeit ein gut An⸗ ſtus wird verachtet werden, und die Predi- | zeigen, daß der Juͤngſte Tag nicht ferne iſt: ger des Evangelii wird man für Narren hal- | denn dazu laͤßt fich Die Welt jest fehr wohl an, ten; der ae und rohe Haufe wird Das |und wirds noch befler machen. Es fteigtiebt gegen im Sauſe leben und geizen, gleich als alles empor: Des ‘Prangens ift Fein Maqſſe; ſey fonft nichts mehr auf Erden zu thin, ſo ift die Sicherheit ſo groß bey dem gemeinen denn das. Nicht, Daß es böfe und verbo⸗ ten fey, daß fie fich naͤhren; fondern fie wer⸗ | wird aber folche Sicherheit noch gröffer wer⸗ den ihre Herzen damit befehtveren. Wo den. Sie werden noch fo ficher werden, daß fie allein die Sande beſchwereten, fo hätte | fie Feine Predigt nicht werden tollen leiden, 8 Feine Noth; denn Arbeit muß feyn: aber, fondern das ‘Buch von ſich werfen, und fa- - Daß fie die Herzen beſchweren, das ift bi gen: Du bit ein Narr, willft du viel nach fe und verboten; das ift, Daß fte all ihre Zuz | der Predigt fragen? Solcher iſt ſchon viel un⸗ verſicht drein ftellen, wie fie groß und reich ter den Bürgern und Bauern. Wer alsdenn werden; nach Ehrifto fragen fie nichts, und leben wird, wird Diefe Worte wol verſtehen. verlachen GOttes Wort und den Juͤngſten 1m. Darum fpricht Chriftus zu feinen Dag. Das heißt das Herz befehweren: | Juͤngern und Ehriften: Huͤtet euch, daß ich mit dem Zeitlichen alfo umgehen, daß fich | euch unter dieſem rohen Haufen nicht finde. das Herz nicht richten kann in Ehrifti Wort; Wenn fie fprechen werden, es bat noch nicht gleichwie zu unſrer Zeit Kaufleute, Buͤrger Noth; in demfelben Augenblick follen fie da und Bauern nur denken, wie fie reich wer⸗ liegen. Alſo aings, Da Loth feine Eydame den, darneben geben fie nicht ein Kliplein oder Toͤchtermaͤnner vermahnete, ward am GOttes Wort. - er verlacht. Denn fie gedachten alſo: O . Alſo wirds ſtehen und gehen, ſpricht es hat dieſe Stadt fo lange Zeit geftanden, Chriſtus, wenn der Juͤngſte Tag vor der ſie wird noch wol eine Weile ſtehen bleiben: Dhuͤr ft: Alle Welt wird ſicher ſeyn. Da des andern Tages aber, che fie aufſtunden, irret euch nicht an; Folget ihnen nicht; thut waren fie todt, und ſchwummen im Feuer, nicht alſo, wie fie thun; halter euch zu mir; Das will die Welt haben, kl —— Me er WO

Haufen, daß fie die Prediger verlachen. Es

ER

wenn jener zählen twird die Joachimsthaler,

Eine mt und Dema nung. - 41

er. nee hat Die Belt ticul treulich | dern vielmehr verläftert 5 fe. ‚Neich wird «und. Faß den Leuten noch. heuti⸗ verhindert, fein Wille gefchieht. nicht auf

ges Tages pre igen; aber es hilft nichts. Erden, das tägliche Brod wird ung entzo⸗ Sie ſpiuen wol erfehrecken, unddenfen: Der gen, uͤnfre Schuld wird immerdar mehr, Mann, welcher uns folches predigen laßt, und die Verſuchung hoͤret nicht auf; darum

wird uns nicht lügen; aber fie fahren fort bitten wir: Himmlifcher Dater, zukoinm dein

in ihrer Sicherheit, und ſprechen; ch will| Deich, erlöfe uns vom Uebel: Hilf, hilf, dieweil mein Bergen trinken. Dolan, ſchlag drein, und mach es ein Enz ſpricht Ehriftus dagegen , gefchicht dir |d auch vecht z du haft nicht wollen hören, ich hab Dich geivarnıet; darum will ich dich auch plöslich fehlagen. "Alsdenn werden fie muf fen fagen, es fey ihnen vecht gefchehen; jegt Een fie nichtg darnach. Aber der priche: Der, Tag werde kommen, wie der lit; da moͤgen wir uns nach richten. aaa Alſo ſoll es ſtehen vor dem Juͤngſten Tage, ı auf Daß mans lerne und fich nicht daran daß es ſo zugehet, ſondern ſage: Ehuſtus zuvor bakundiget daß die Welt fo wild, ob, 9 geizig, 2c. feyn wer⸗ de. Wolan, fo fey e8 aljo, und es wird);des Monds, Cometen, und. daß ſich alle noch mehr werden. So fund es zu So⸗ Creatur anders ftellet, und nicht mehr. ift in dom zun zeiten Loth, und in. der ganzen‘ gewöhnlichen Brauch, Penn ibe ſehen Belt, su den Zeiten Tiva. Es ift uns al⸗ werdet, fpricht er, daß Sonne und Mond

. und beten, ſo Fann einer ficher ſeyn, dab ihn der Süngfte T Tag nicht erfchrecke. Jene ‚aber muͤſſen erfchrecken, und it ihre eigene Schuld; denn fie wollen der Zukunft nicht gewarten: darum muß ihnen auch der Juͤngſte Tag ploͤtzlich kommen; nicht des HErrn Chriſti halben, der fie onugfamtvar- netz fondern ihrer Schum halben, daß fie fich. nicht warnen wollen laſſen. 14. Zum andern troͤſtet uns der HErr, und vermahnet, daß wir uns freuen ſollen,

Wenn wir ung alfo warnen Yaffen,

wenn wir fehen Finfterniß dev Sonnen und ,

les zu Troſt, Warnung, und Lehre geſagt, die Augen verfehren, fo iſt es Zeit, daß die

dar wir koͤnnen fehlieffen was es bedeute. Ereaturen fterben. Gleiehwie ein Menſch,

Der rohe Haufe weiß nicht, was es iſt; der jetzt ſeelzoget, halb finſter ſiehet und die

‚aber wir ſollens wiſſen und uns huͤten, daß! Augen verkehret, Dem Ende und Tod nahe

wir nicht auch in den Haufen fallen. - Effen iſt: alſo auch, wenn die Welt die Augen

und trinken muͤſſen wir, aber alſo, daß man verkehret und es gar anders wird, ſo wiſſet,

das Herz nicht befehtvere, fondern es haͤnge daß der Welt Ende da iſt; hebet eure Haus

‚an Die Zukunft des Here, und wiffe, daß pter auf, und erſchrecket nicht dafür, denn kuͤnftig ſey Auferſtehung der Todten, und eure Erloͤſung nahet ſich.

ein ewiges Leben. Wenn ich mich deß ver⸗ 15. Dieſe Worte ſollte man mit guͤldenen ſehe, ſo ſchlafe ich gleich, wache, ſtudire, Buchſtaben ins Hay fehreiben, denn fie aus

ee oder trinke, und komme der Shüngfte der maaffen wohl tröften alle diejenigen, die -

Tag, wenn er wolle, ſo kann er mir nicht das ewige Leben glauben. Wenn ihr fehen plöslich | Fommen. |

13. Ja wir wuͤnſchen daß er bomne, um daß die BIST knacket, ſcheusuch anzufehen der Suͤnde willen : denn GHttes Name iſt fo erſchrecket ihr nicht, die ihr meine Juͤn⸗ 2% wird in dieſem Leben nicht geheiliget, fon ger und ſeyd, ſondern laſſet die er⸗

werdet, ſpricht Chriſtus, daß es angehet,

C3 ſchre⸗

\

"42. Die sweyte Predigt am andern Sonntage des Avens. BB de es angehet. Aber die fichern, Sommer nahe iſt; alſo auch ihr, wenn Die

rohen Bauern und Bürger fragen nichts Sonne finfter wird, fo ſprecht: die Baͤume

darnach; und wenn bon auf einen Tas] fchlagen aus; und iverm das Meer und Die drey Finſterniſſen wuͤrden, laͤgen ſie gleich⸗ Maffertvogen, braufen, fo ſprecht: das iſt

‚wol im Bierhaufe, und füffen fich voll.leine ſchoͤne Blüte auf den Baumen. Wo⸗ Darum fpricht Chriftus : Nenn ihr fehet, zu? Daß wir follen ewiglich erlöfer werden.

daß Himmel und Erden Frachen; item, Daß | Die Welt foll folche Zeichen, fp an Sonn die Leute boͤſe ſind, und daß es alles toider Mond, Ibafler, Erden, gefchehen, fiir

den Strohm gehet , fo ſeyd fröhlich, nehmer Spieffe und Helleparten anfehen; aber ihe, ein Herz. Auf wen? Auf euch? Nein; fonz | meine Juͤnger und Chriſten, ſollet ſie für

dern auf mich, denn ich, will Fommen. Es eine fehöne Blüte anfehen. Darum follet /

wird ein wenig ſchrecklich feyn : denn, foll ihr fröhlich feyn, denn das Reich GOttes ich die Welt erwuͤrgen, fo muß fie fauer ſe⸗ | Eommt zu euch, das ihe glaubet, darauf ihr ben, und die Augen verkehren: aber Ich bin] getauft ſeyd, Darum ihr leidet, darum ihr da, erſchrecket nicht, ihr ſollt erföfet werden. | auch ruffet und bittet.

Das laßt uns faffen, daß wir gläuben, daß

unfer HErr JEſus Chriftus gewiß Eommen,| 17. Solches beydes follen wir lernen, un: und wir das ewige Leben haben werden. fern Glauben zu ftärfen, und uns zu war⸗ Wenn aber diefer Tag und Stunde Eom- Inen und zu troͤſten. wir ſehen die men wird, wiſſen wir nicht eigentlich; aber mannigfaltigen Aergerniſſe in der Welt, ſol⸗ doch hart hinbey koͤnnen wir es wiſſen, wie len wir ung nicht daran kehren, ſondern huͤ⸗

der HErr ſagt: Wenn dieſes anfaͤhet zu ge⸗ten für allen, die dahin gehen, wie Stücke

ſchehen, ſo wiſſet, daß es nicht ferne iſt; und Kloͤtze, und ſolches alles nicht achten. darum wir gewarnet find auf alle Tage und Zu denen wird Fommen Goltes Zorn ploͤtz⸗ Stunden. lich; wir -aber füllen ung freuen, und des

16. Er gibt uns ein Bleichniß von dem HErrn erwarten, roelcher kommen wird in Seigenbaum und andern Baumen: nicht|den Wolken mit feinen Engeln, und wird ein ſchrecklich, feheuslich Gleichniß vom uns heifen von allem Jammer. Das hat Feuer; fondern ein schön, troͤſtlich lieblich Chriftus ung heute e gepvediget, darum wie Steichnif von den Bäunen. Wenn die) auch den heutigen Tag feyren. Gott gebe Baume jest ausfehlagen, fpricht er, ſehet uns feine Gnade, daß wirs mögen faſſen ihrs an ihnen, und merfet, Daß "jegt der und behalten, Amen.

N Die zweyte Predigt am andern Sonntage des Advents. Innhalt.

Eine Weiſſagung von den Zeichen des Juͤngſten Tages und der Berbrung | Terufalems, nebft einer Vermahnung und Troft. = > Summarifcher Anhalt des Evangelii ı Die Weiffeaung,

Bi Een GOtt was neues hat anrichten moRen, hat | A Von den Zeichen der erſtbrung ER 4

jonderbare Zeichen Taffen, vorhergehen 2 B von den Zeichen des Juͤngſten Tages

1 iba⸗

5 sat in Finen Haufe,

44 1) $ine Meiffagung von den Seichen des Jürrgften Tages. 45 nübehaumt 6 00°. | | a die Beſchaffenheit diefer Vermahnung und Tro⸗

Age b * und Ner —— und Troſtes 17:20

b —59 ee } e die Erläuterung diefer Vermahnung und Troſtes

diet et dieſer Zeichen 10. 11 21224. a bie —— ———— Ba > 3 von uk —— = “a A Die vermahnung und Troft. Ä 4 * a und Troſt eine doppelte Seh 1 Diejenigen, denen diefe Bermahnung und Trof gege⸗ a die erſte Lehre 26-28 ben wird 13 _ BR: b die andere Pehre 29, * yon der prächtigen Zukunft Chriſti zum Gericht «| * wer muthwillig fündiget, kann nicht recht ber 3 die Bermahnung und Troſt an fich ten 30, r

ber auf, die Todten ſtiegen heraus, und gin⸗ Is Evangelium hat zwey |gen in die Stadt Jeruſalem: auch kam eine EA Stud: Das erſte Stück iſt groſſe ungewöhnliche Finfterniß; der Vor⸗ , fi 9

von den Zeichen, ſo da gefcher |hang im Tempel zerriß. Solches alles war hen werden vor dem Juͤngſten [ein Anfang eines neuen Weſens, und. ein Tage; das andere Stuck ift Untergang des alten, wie fichsdenn in Werk eine Bermahnung und Troͤſtung, daß wir Jauch hat funden, daß das Juͤdenthum gefal- nicht dafür erfehrecken follen. len, und Ehriftus ein neu Deich hat ange 2. Zum erften:) Diefe Weiſe hat unſer |vichter. Herr GoOtt allewege gehalten vom Anfang] 3. Solches wußten die Juͤden wohl, hatz der Welt her: Wenn er hat wollen etwas |tens auch aus eigener Erfahrung gelernet. neues machen, fo hat er fondere groffe Zeichen | Derohalben Eommen bier die Apoftel zum laffen vorhev-gehen. As, da er Egypten HErrn Chrifto, und fragen ihn, wasftr Zei⸗ ſtrafen, und fein Volk daraus führen und |chen vor der Zerfiörung Jeruſalems und der ein fonder Volk daraus machen wollte, da | Welt Ende kommen werden, ehe denn das gingen allerley hevvliche Zeichen, boͤſe und |einige und ewige Reich Ehrifti angehe? gute, vorher: denn Die Frofche, Heufchrer) 4. Von der derftörung Jeruſalems antz een, Hagel, Geſchwaͤr, und dergleichen, wortet ihnen der HErr hier alfo: Wenn fie thaten den Eayptern groffen Schaden, bis |fehen werden, daß fich ein Heer um Ferus zulegt alle Erftgeburt in einer Tracht errourz | falem her lagern werde, fo follen fie wiffen, das get, und das übrige Volk im Rothen Meer | Ende mit dem Juͤdiſchen Prieſterthum und erfaufet ward. Bey den Juͤden aber wa- | Königreich] fey nicht weit; gibt ihnen der⸗ ven Diefes gute Zeichen, Daß fie GOtt trur |halben diefen Nat, fie follen ſich alsdenn cken durchs Rothe Meer fuhrete, ihre Feinde |aus dem Sande machen, und auf das Gebirz darinnen erfaufete, ihnen Himmelbrod gab, ge fliehen, [F* denn das Juͤdenthum muffe und dergleichen. Solches war eine Anzeiz |jerftöret twerden,] da werde Feine Grade ſeyn. . gung, daß GOtt etwas neues mit dieſem DolE) - 5. Alſo Iehret er fie auch vonden Juͤng⸗ anfahen, und ein neu Regiment und Weſen |ften Tage, und fpricht: Wenn ihr Zeichen ſtifften sollte. Dergleichen gefehahe auch, da !merdet fehen an.der Sonn, Mond, Ster⸗ er die [** unglaubigen, verftockten] Juͤden nen, Meer, Waſſer, Menfchen, und am Him⸗ - frafen und das neue Weich in der Chriſten⸗ mel; wenn folches angehet (denn man fol heit anvichten wollte. Denn da der HErr nicht fo lange harren, bis fie meynen, es ſey ƷEſus am Creuʒ hieng, thaͤten fich die Graͤe nun glles aus, und fagen, man habe y . x ; er r B

laͤcht die meiften Zeichen hernach gefchehen

4 fiche von Diefen Zeichen ſiehet; fo foll man

then Zeichen vor auch gefehen), alsdenn, ſa⸗ get er feyd wacher, und laßts euch mit fol- chen Zeichen keinen Scherz ſeyn; denn es find gewiſſe Anzeigungen, daß der Juͤngſte Tag jetzt vor der Thuͤr ſey. 6. Hier iſt nun Die Frage, [*° was es fuͤr Zeichen ſeyn werden? Item ob ſie alle dor dem Juͤngſten Tage werden geſchehen? Aber: nach folchen darf man nicht fragen; denn der HErr faget: Wenn ſolches anfaͤ⸗ het zu geſchehen, ſo ſoll man darauf ſehen. Derohalben glaͤube ich, daß etliche, und viel⸗

werden, eben wenn. der, Juͤngſte Tag jetzt herein wird brechen. Darum füllen wir uns an dem genuͤgen laffen, daß der HErr leh— yet, wo wir folche Zeichen fehen und gewar⸗ ten follen;, nemlich,, an dem Himmel, Son⸗ e Mond und Sternen, und an den Men- ſchen und dem Meer. Wenn man nun et⸗

ſich auf dieſe Zukunft ſchicken, und nicht war⸗ -ten, bis fie alle geſchehen ſind denn wir

Welden fonftübereifet werden]. Re An der Sonn und Mond gefchehen weyerley Zeichen; Exftlich, daß fie. ihren Schein verlieren. Ob nun ſolches nicht ſeltſam, dazu natuͤrlich if, Denn man, kanns aus der Kunſt eigentlich zuvor wiſſen, ehe es geſchiehet; ſo ifts gleichwol ein Zeichen; wie es denn im Matthaͤo cap. 24. klar iſt. Aber neben dieſen koͤnnen an der Sonnen auch ſol⸗ che Zeichen geſchehen, die man nicht kann sudo wiffen, ſondern begeben ſich ploͤtzlich und fallen herein wider alle Mathematik; wie die Finſterniß zur Zeit da Chriſtus am

Ereung hat gehangen. Denn die Kunſt halt |

ſp, daß die Finſterniß an der Sonnen muß ‚gefehehen im Anfang des Monds, wenn er neu wird; wenn es aber gefchiehet im Voll⸗ ‚mond, *) wie dazumal, oder auf einen an⸗

dern Tag im Mond, fo ift es nicht natuͤr/ man geboren hat zu beren, faften,

‘7 9Die ander®Predigt am zweyten Sonntage des Advents,'

me

N lich: [cnun gefchabe Die. Finfterniß, zur eit des, Leidens CHriſti am Creuz, mond; ] darum iſt ſolche Finſterniß ein ſon⸗ derlich groß Wunderwerk geweſt. Ob wir nun dergleichen nicht haben geſehen, fo kamn es ſich doch ſehr baldzutragen.. *) c.oder im erſten Viertel des Monds gehets mie namlich u... 0 0 8 Sp haben wir auch nun *) Diefeziwanz sig Jahr ber viel ander wunderhches Din ges gefehen, welches alles ungewöhnlich und. ſeltſam ft: als, Daß ein Regenbogen umdie Sonne gehen ſoll; daß die Sonnefich gleich theilet, und viel Sonnen gefehen werden; [e Ste, Daß. neulich drey Cometen inner» halb zwey Fahren. gefehen worden, und dak an andern Orten oft Erdbeben gefchehen - find; ], fo iſt es nicht unglaublich, daß der- gleichen auch etwas Dahinten fey, welches wir zuope nicht gefehen haben. Darumba ben wir allbereits Waruung ander Sonnen genug, daß wir nicht ficher feyn, fondern Der feligen Zukunft unfers HErrn Ehrifti gewar⸗ ten follen. 2 Detlihe Saßterc. 0 9. Die andern Zeichen, davon Ehriftus hier meldet, find das groffe Braufen der offer, daß es tobet, als wollte es allesunz ergehen. Denn gleichtvie ein Menfch, wenn er natürlich fterben foll, erſtlich krank wird, Frigt ein Fieber, Peltilenz, oder andere Krank heit, welches alles Zeichen find, Daß er davon ſoll; alſo wird die Welt auch gleichſam krauf ſeyn, daß Himmel, Sonne, Mond, Ster⸗ nen, Menſchen, Waſſer, und alles ſich regen, kruͤmmen und uͤbel gehaben wird, che es gar

zu boden gehet.

10. Das Zeichen an den Menſchen hal⸗

te ich ganzlic), daß wirs erlebet haben. Denn

zu solchem hat Der leidige Pabſt mit feiner

Predigt fehr geholfen, Daß die feommen Herz

zen bach find erſchrecket geiveft; Darum, daß Neffe höven,

PyAr®t er u Ad A ur * * Ki 4 Zu —— *

-

48 1) eine Weiffagungvondenvorhergebendenäcichen des Jüngften Tages. 49 hören, wwallen ;und]geprediget, wie eine geoffe von einer andern Furcht melches eine fehr

Todfunde es feynicht[e? vecht beichten, beten, groffe Furcht iſt, und entfichet daher, daß foften, Meß hören und dergleichen. In ſol⸗ die Menfchen für den Zeichen des Juͤngſten

chem Schrecken hat niemand. geroußt, wo Tages fich